„Die Reaktionen des Staates auf den mörderischen Antisemitismus und Rassismus werden bislang der Zäsur nicht gerecht, die das Attentat von Halle markiert“

„Die Reaktionen des Staates auf den mörderischen Antisemitismus und Rassismus werden bislang der Zäsur nicht gerecht, die das Attentat von Halle markiert“

VBRG e.V., 09.10.2020

Heute vor genau einem Jahr – am 9. Oktober 2019 – starben Jana Lange und Kevin Schwarze durch die gezielten Schüsse eines antisemitisch und rassistisch motivierten Attentäters. 51 Menschen, die an Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag in der Synagoge von Halle versammelt waren, überlebten nur Dank ihres besonnen Handelns und der funktionsunfähigen, tödlichen Waffen des Attentäters. „Die Reaktionen des Staates auf den mörderischen Antisemitismus und Rassismus werden bislang der Zäsur nicht gerecht, die das Attentat von Halle markiert“, kritisiert der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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Erinnerung und Solidarität am Jahrestag des Anschlags in Halle (Saale)

Erinnerung und Solidarität am Jahrestag des Anschlags in Halle (Saale)

Mobile Opferberatung, 23.09.2020

Am Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge und den Kiez Döner in Halle, bei dem Jana Lange und Kevin Schwarze getötet wurden, rufen Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und die Mobile Opferberatung bei Miteinander e.V. zum Gedenken, Erinnern und der Solidarität mit den Überlebenden und Betroffenen des Anschlags auf. Sie kündigen eine gemeinsame Ausstellung und Begegnungsmöglichkeiten auf dem Steintor-Campus an.

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Berater*in bei der Mobilen Opferberatung in Salzwedel und/oder Stendal gesucht

Berater*in bei der Mobilen Opferberatung in Salzwedel und/oder Stendal gesucht

Mobile Opferberatung, 07.09.2020

Ab Oktober 2020 ist in unserem Projekt „Mobile Opferberatung. Unterstützung für Betroffen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ eine Stelle als Berater*in zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle (30-35 Stunden/ Woche). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L EG 10. Der Arbeitsort ist Salzwedel und/oder Stendal. Die Stelle ist zunächst bis Ende diesen Jahres befristet. Eine Weiterbeschäftigung wird angestrebt.

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Pressemitteilung anlässlich der Anhörung des Kabinettsausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus

Pressemitteilung anlässlich der Anhörung des Kabinettsausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus

VBRG e.V., 02.09.2020

Gemeinsam mit anderen Initiativen, Verbände, NGOs und Wissenschaftler*innen ist auch der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. heute zum Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus eingeladen worden. Ob sich die hunderten von Betroffenen rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt und die sie unterstützenden VBRG Mitgliedsorganisationen über diese Einladung freuen werden, wird sich allerdings erst zeigen, wenn der Kabinettsausschuss eine konkrete Agenda gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus beschließt und auf Symbolpolitik und Sonntagsreden verzichtet.

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Audiofeature, Webinar und Gedenkaktivitäten anläßlich des 20. Jahrestages der Ermordung Alberto Adrianos am 11.06.2020

Audiofeature, Webinar und Gedenkaktivitäten anläßlich des 20. Jahrestages der Ermordung Alberto Adrianos am 11.06.2020

Multikulturelles Zentrum Dessau e.V., 10.06.2020

Vor 20 Jahren wurde der Freund, Kollege, Ehemann und Vater Alberto Adriano im Dessauer Stadtpark von drei Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der ostdeutschen Naziszene ermordet, die sich zuvor zufällig am Bahnhof getroffen hatten.

Dieser Jahrestag ist für uns Anlass, die Perspektive auf seine Geschichte und seinen Hintergrund, auf die Geschichte und Erfahrungen von sogenannten Vertrags*arbeiterinnen zu lenken, auf eine Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und Ideologie, die vom Blick der und auf die Betroffenen rechter Gewalt ausgeht…

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Aufklären & Einmischen #8 – Vor Ort. Schwerpunkt: Der Anschlag von Halle – Teil 2

Aufklären & Einmischen #8 – Vor Ort. Schwerpunkt: Der Anschlag von Halle – Teil 2

NSU-Watch & VBRG e.V., 10.06.2020

Im zweiten Teil zum Schwerpunkt “Der Anschlag von Halle” von „Aufklären & Einmischen: Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt“ – der Podcastserie von NSU Watch und VBRG e.V. sprechen Caro Keller (NSU-Watch) und Heike Kleffner (VBRG e.V.) über die Folgen des rassistischen Attentats am 9. Oktober 2019 mit dem jetzigen Inhaber des Kiez Döner Ismet Tekin, mit Antje Arndt und Zissi Sauermann von der Mobilen Opferberatung sowie mit der Schriftstellerin Esther Dischereit und Rechtsanwältin Dr. Kati Lang…

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Wir erinnern an Helmut Sackers

Wir erinnern an Helmut Sackers

Mobile Opferberatung, 29.04.2020

Heute vor 20 Jahren rief Helmut Sackers die Polizei, als ein neonazistischer Nachbar lautstark das Horst-Wessel-Lied abspielte. Eine Stunde später verblutete er an vier Messerstichen, die ihm sein Nachbar zugefügt hatte.

Der 60-jährige Helmut Sackers, der aus Liebe zu seiner Lebensgefährtin seinen Lebensmittelpunkt von Kleve nach Halberstadt verlegt hatte, war überzeugter Sozialdemokrat; er hat an Toleranz und Demokratie geglaubt. Für diese Werte hat Helmut Sackers sein Leben gelassen…

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„Gegen uns: Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt seit 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft”

„Gegen uns: Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt seit 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft”

VBRG e.V., 17.04.2020
Anlässlich des 29. Todestages von Jorge Gomondai, der am 6. April 1991 nach einem rassistisch motivierten Angriff durch Neonazis in einer Straßenbahn in Dresden starb, starteten die Opferberatung „Support“ der RAA Sachsen e.V. und der VBRG die Webdokumentation „Gegen uns: Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt seit 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft“. Der 28-jährige ehemalige Vertragsarbeiter Jorge Gomondai ist das erste bekannte Todesopfer rassistischer Gewalt in Sachsen.

„Die Interviews mit Familienangehörigen in Mosambik, Freund*innen und Weggefährt*innen aus Dresden auf www.gegenuns.de sind ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur“, sagt Robert Kusche…

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Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2019

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2019

Mobile Opferberatung, 04.04.2020

Rechtsterroristischer Anschlag in Halle (Saale) ist nur die Spitze des Eisbergs rechter Gewalt. Alle zwei bis drei Tage wurden in Sachsen-Anhalt Menschen Opfer eines rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriffs. „Staat und Gesellschaft dürfen die Betroffenen nicht mit den existenziellen Folgen rechter Gewalt alleine lassen.“

Mehr als fünf Monate nach dem rechtsterroristischen Attentat von Halle (Saale), bei dem am 9. Oktober 2019 die 40-jährige Jana L. und der 20-jährige Kevin S. getötet, drei Menschen verletzt wurden und mindestens 60 Menschen nur durch glückliche Umstände überlebten, fällt die Bilanz rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt für das Jahr 2019 dramatisch aus…

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Spendenaufruf für den Betroffenen des Brandanschlags vom 9. März in Burg

Spendenaufruf für den Betroffenen des Brandanschlags vom 9. März in Burg

Anlaufstelle Mitte, 04.04.2020

Nach der versuchten schweren Brandstiftung auf den internationalen Lebensmittelladen Al Salam in Burg am vorvergangenen Sonntag bittet die Mobile Opferberatung um Spenden für den betroffenen Besitzer. In der Nacht vom 8. auf den 9. März hatten sich Unbekannte Zutritt zu dem Geschäft verschafft, großflächig Brandbeschleuniger verteilt und versucht, den Innenraum anzuzünden. Glücklicherweise erlosch das Feuer nach kurzer Zeit von selbst, sodass die Bewohner*innen des Mehrfamilienhauses, in welches der Laden eingebettet ist, verschont blieben. Die Täter hinterließen zwei große Hakenkreuzesprühereien, eins davon…

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Wir trauern um die Opfer des rassistischen Attentats von Hanau

Wir trauern um die Opfer des rassistischen Attentats von Hanau

VBRG e.V. (Berlin/ Frankfurt), 20.02.2020 Unsere Solidarität gilt allen, die von rassistisch, antisemitisch und rechts motiviertem Terror und Gewalt betroffen sind: den Hinterbliebenen, den Verletzten, den Überlebenden und den angegriffenen Communities. Unsere Trauer ist gepaart mit unendlicher Sorge vor weiteren rechtsterroristischen Attentaten Wir trauern um die neun Menschen, die gestern Abend in Hanau...

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STELLENAUSSCHREIBUNG: Berater*in bei der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt in Salzwedel

Mobile Opferberatung Ab sofort ist in unserem Projekt „Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt“ eine Stelle als Berater*in/ Krankheitsvertretung zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle (30 Stunden/Woche). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L EG 10. Der Arbeitsort ist Salzwedel. Der Verein Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. ist seit 1999 als freier Träger der politischen...

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Acht Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU kann es keinen Schlussstrich geben: Die Forderung nach umfassender Aufklärung ist bis heute nicht erfüllt

„Acht Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU kann es keinen Schlussstrich geben: Denn die Forderung der Hinterbliebenen und Verletzten des NSU-Terrors nach umfassender Aufklärung ist bis heute nicht erfüllt – noch immer fehlen Antworten auf zentrale Fragen, sowie eine Anklageerhebung der Generalbundesanwaltschaft gegen mindestens neun namentliche Unterstützer*innen sowie angemessene politische Konsequenzen bei der Bekämpfung von...

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Spendenaufruf für die Hinterbliebenen und Überlebenden des rechtsterroristischen Anschlags am 9. Oktober in Halle (Saale)/ Unsere Solidarität mit den Hinterbliebenen und Überlebenden von mörderischen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsterrorismus ist unteilbar!

Spendenaufruf für die Hinterbliebenen und Überlebenden des rechtsterroristischen Anschlags am 9. Oktober in Halle (Saale)/ Unsere Solidarität mit den Hinterbliebenen und Überlebenden von mörderischen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsterrorismus ist unteilbar!

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle (Saale) wollen wir die Hinterbliebenen und Überlebenden nicht alleine lassen und rufen zu Spenden für sie auf – als Ausdruck solidarischer Anteilnahme und konkreter Unterstützung, um die existenziellen Sorgen der Betroffenen abzumildern. Nur durch glückliche Umstände, das besonnene Handeln der in der Synagoge von Halle zum Jom Kippur Gebet versammelten Jüdischen Gemeinde und durch das Standhalten...

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Beratung und Unterstützung nach rechtsextremem Terroranschlag in Halle (Saale)

Direkt und indirekt Betroffene des rechtsextremen Terroranschlags am 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) finden über unsere Anlaufstelle in Halle (Saale) oder unsere Online-Beratung professionelle und vertrauliche Beratung sowie individuelle Unterstützung. Bitte nehmen Sie bei Bedarf gern direkt Kontak zu uns auf oder weisen Betroffene auf unser Angebot hin! Falls Sie uns nicht unmittelbar erreichen sollten, hinterlassen Sie bitte Ihre...

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Rechtsextremer Terroranschlag an Jom Kippur / Gesellschaftliche Zusammenhänge benennen und Betroffenen beistehen

11.10.2019 Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.) Die Ereignisse in Halle haben die Sorgen der jüdischen Communities in Deutschland bestätigt: Antisemitismus ist für Jüdinnen und Juden in Deutschland nicht nur eine alltagsprägende Erfahrung, sondern nach wie vor eine potentiell tödliche Bedrohung. Über fünfzig Personen mussten im Innern der Synagoge von Halle am höchsten...

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Prozess ein Jahr nach massivem rassistischen Angriff auf syrischen Schüler in Regionalbahn / Mobile Opferberatung kritisiert Ausblendung des rassistischen Tatmotivs durch die Staatsanwaltschaft Magdeburg

Beginn: Donnerstag, den 5. September 2019, 9 Uhr, Amtsgericht Halberstadt, Richard-Wagner-Str. 52, 38820 Halberstadt, Saal 205 Am kommenden Donnerstag verhandelt das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Halberstadt gegen einen heute 21-Jährigen, dem gefährliche Körperverletzung mittels einer Bierflasche vorgeworfen wird. Der davon betroffene Schüler, ein 15-jähriger Geflüchteter aus Syrien, wurde unmittelbar vor dem Angriff rassistisch...

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Magdeburg

Frühmorgens wartet ein 19-jähriger Auszubildender aus Mali mit seinem Fahrrad am Bahnhof Magdeburg-Neustadt auf den Zug, als zwei Unbekannte ihn auffordern, zu ihnen zu kommen. Dann fragen sie, was er hier mache. Noch während er freundlich zu antworten versucht, sprayt ihm einer der Männer ohne jede Vorwarnung Reizgas ins Gesicht. Vor Schmerzen geht der Jugendliche zu Boden. Dort erhält er mehrere Schläge oder Tritte gegen seinen Körper und...

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Stellenausschreibung: Berater*in bei der Mobilen Opferberatung

Der Verein Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. ist seit 1999 als freier Träger der politischen Bildungsarbeit sowie der Beratung und Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in Sachsen-Anhalt tätig. In unserem Projekt „Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt“ ist ab dem 15. August als Krankheitsvertretung eine Stelle als Berater*in zur Verstärkung...

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Genthin (Jerichower Land)

Zwei 19- und 22-jährige Syrer laufen gegen 2:30 Uhr nachts die Keplerstraße entlang, als ein VW Transporter neben ihnen stoppt, drei Unbekannte aussteigen und die beiden unvermittelt angreifen. Die Betroffenen werden mit Fäusten gegen den Kopf geschlagen und mit einem Messer bedroht. Schließlich gelingt ihnen die Flucht in die naheliegenden Wohnblöcke. Als die Polizei vor Ort eintrifft, sind die Täter bereits verschwunden.

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