Ausweitung der Gefahrenzonen: Rechte Gewalt und die AfD
Mobile Opferberatung, 07.10.2026
Schon vor dem Wahlsieg der AfD am 6. September 2026 hatte das Team der Mobilen Opferberatung eine Reihe rechter Angriffe und Bedrohungen insbesondere gegen Journalist*innen und antifaschistisch Engagierte registriert. AfD-Funktionäre, Sympathisant*innen und Mandatsträger zeigen seit langem offen, dass sie die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele befürworten und dafür auch selbst zugschlagen.
Festveranstaltung: Solidarität verteidigen. 25 Jahre Mobile Opferberatung bei Miteinander e.V.
Mobile Opferberatung, 02.10.2026
Am 3. November 2026 feiern wir in Halle (Saale) 25 Jahre Mobile Opferberatung – mit der Eröffnung der Ausstellung „WIR SIND HIER“ von Talya Feldman, Stimmen und Perspektiven aus 25 Jahren Beratungsarbeit, einer Keynote von Manja Präkels, einem Podiumsgespräch und Musik. Wir freuen uns auf einen Nachmittag des Erinnerns, Austauschs und gemeinsamen Nach-vorne-Blickens.
»7 Jahre offene Fragen – wir hören nicht auf zu erinnern«
Mobile Opferberatung, 21.08.2026
Sieben Jahre nach dem antisemitischen, rassistischen und antifeministischen Anschlag von Halle und Wiedersdorf an Yom Kippur 5780 laden die Soligruppe 9. Oktober, das TEKİEZ, das Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage zu einer Kundgebung ein.
„Wir können und werden Solidarität und Menschenrechte verteidigen“
Mobile Opferberatung in Sachsen-Anhalt ruft angesichts des Wahlergebnisses dazu auf, Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Bedrohungen und Gewalt zu schützen.
„Wir bleiben sichtbar, wir bleiben hier“ – Queerfeindlichkeit und Solidarität in und mit queeren Communities in Sachsen-Anhalt
Die gewaltvolle und tödliche Dimension von Queerfeindlichkeit ist durch den mörderischen islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin am Abend des 25. Juli auf brutalste Weise auch außerhalb der betroffenen Communities deutlich geworden. Der Anschlag und viele nachfolgende Reaktionen zeigen, dass Trans- und Queerfeindlichkeit Brückenideologien sind, die antidemokratische, extrem rechte, islamistische und konservative Milieus gleichermaßen verbinden und neue antidemokratische Allianzen entstehen lassen.
Feiern und Solidarität spenden: How-To-Spendenaktion
Ob Geburtstag, Hochzeit, Gartenparty, Konzert oder Einweihung: Du möchtest einen feierlichen Anlass nutzen, um ein gemeinsames Geschenk zu machen, Gutes zu bewirken oder einfach zu sensibilisieren für die Situation von Betroffenen rechter Gewalt. Wir freuen uns, wenn du deine Feier mit einer Spendenaktion für die Mobile Opferberatung verbindest. Hier geben wir dir Tipps, wie das geht.
Save the Date: 03.11.2026 – 25 Jahre Mobile Opferberatung bei Miteinander e.V.
Mobile Opferberatung, 21.08.2026
Gemeinsam mit Ihnen und Euch wollen wir Dienstag, den 3. November 2026 in Halle (Saale) auf ein Vierteljahrhundert Projektarbeit zurückschauen, eine Zwischenbilanz ziehen und über Zukunftsperspektiven solidarischer und professioneller Beratung und Unterstützung für Betroffene, ihre An- und Zugehörigen und vulnerable Communities sprechen.
Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2025
Mobile Opferberatung, 27.04.2026
229 rechte, rassistische, antisemitische und queerfeindliche Angriffe mit 307 direkt Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2025 in Sachsen-Anhalt dokumentiert. Damit gab es im vergangenen Jahr statistisch gesehen vier bis fünf rechte Angriffe pro Woche. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl von 2,1 Millionen Menschen werden somit in Sachsen-Anhalt mit 6,7 rechten Angriffen pro 100.000 Einwohner*innen etwa drei Mal so viele rechte Gewalttaten verübt wie im Durchschnitt in den westdeutschen Flächenländern. Der Rückgang bei der Gesamtzahl der Angriffe im Vergleich zum Vorjahr von rund 20 Prozent (2024: 290) ist kein Anlass zur Entwarnung. Dies zeigt u.a. der Anstieg bei Angriffen gegen politische Gegner*innen.
Stellungnahme des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Rechte von Verletzten insbesondere schwerer Gewalt- und Sexualstraftaten auf psychosoziale Prozessbegleitung
VBRG e.V.,15.01.2026
Der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e. V. (VBRG) und die darin zusammengeschlossenen fachspezifischen Gewaltopfer- und Betroffenenberatungsstellen in 14 Bundesländern begrüßen grundsätzlich die Intention des Referentenwurfs des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zur Stärkung der Rechte von Verletzten insbesondere schwerer Gewalt- und Sexualstraftaten auf psychosoziale Prozessbegleitung. Angesichts der aktuellen Situation ist es notwendiger denn je, die Rechte von Betroffenen misogyner/geschlechtsspezifischer Gewalttaten im Rahmen der Nebenklage mit dem vorliegenden Entwurf ebenso zu stärken wie die Rechte von Betroffenen von Hasskriminalität.
Pressemitteilung: Unvollständige Erfassung in Polizeistatistiken verschleiert Anstieg und Ausmaß rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
VBRG e.V.,12.09.2025
Das reale Ausmaß rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalttaten wird durch das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter nur unvollständig und uneinheitlich erfasst. Das zeigt eine aktuelle Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage zur politisch motivierten Kriminalität rechts (PMK-rechts) der Bundestagsabgeordneten Clara Bünger (Die Linke). Ein Vergleich mit dem Monitoring unabhängigen Opferberatungsstellen verdeutlicht in der Mehrzahl der Bundesländer dramatische Abweichungen.
Empfehlungen für einen ressortübergreifenden Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
VBRG e.V.,13.05.2025
Sicherheit für alle, verbesserter Opferschutz und effektive Strafverfolgung: Die Bundesregierung muss den Schutz der Inneren Sicherheit und der Gesellschaft vor rassistischer, antisemitischer und rechter Gewalt durch einen ressortübergreifenden Nationalen Aktionsplan zum Schwerpunkt machen.
Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2024
Mobile Opferberatung, 03.04.2025
281 rechte, rassistische, antisemitische und queerfeindliche Angriffe mit 414 direkt Betroffe-nen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2024 in Sachsen-Anhalt dokumentiert. Damit gab es im vergangenen Jahr statistisch gesehen fast an jedem Tag einen rechten Angriff – und einen Anstieg zum Vorjahr um 18 Prozent (2023: 239 Angriffe, 345 Betroffene). Seit Beginn des unabhängigen Monitorings vor 22 Jahren hat die Mobile Opferberatung nur im Jahr 2016 noch mehr einschlägige Gewalttaten erfasst (290).
Demokratie lebt von Debatten, Verantwortung und Vertrauen
BAG Demokratieentwicklung u.a., 04.03.2025
In einem Offenen Brief an die Unionsfraktion weisen mehr als 200 unterzeichnende Organisationen und Einzelpersonen die mit der parlamentarischen Anfrage der Unionsfraktion zur „politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen“ erhobenen Vorwürfe zurück:
Hanau – 5 Jahre danach: Opferberatungsstellen ziehen nach dem rassistischen Anschlag von Hanau eine bittere Bilanz und fordern eine langfristige Beratungsstruktur für Anschlagsbetroffene
MOB/VBRG e.V., 18.02.2025
Fünf Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau zieht der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt eine bittere Bilanz. Der Rechtsstaat und die Justiz in Hessen haben die Betroffenen mit ihren Forderungen nach Aufklärung, Konsequenzen und Gerechtigkeit weitgehend im Stich gelassen. Dies zeigt sich insbesondere am Beispiel des Notrufversagens in der Nacht des Anschlags und des versperrten Notausgangs in der Arena-Bar.
SPENDENAUFRUF: Nach dem Anschlag in Magdeburg, rassistischer Mobilisierung und Gewalt – Jetzt spenden an den Opferfonds!
Mobile Opferberatung, 21.01.2025
Wir stehen Betroffenen bei. Mit dem Opferfonds wird eine schnelle und unbürokratische finanzielle Hilfe nach einem rechten Angriff ermöglicht: von der Realisierung einer Rechtsberatung oder notwendiger Fahrten, über den Ersatz eines zerstörten Handys, die Absicherung von Initiativen etwa mit Feuerlöschern bis hin zur Unterstützung beim Umzug in eine Wohnung, die nicht im Visier von Nazis steht.
Für Schutz und Solidarität in Magdeburg: Opferberatungen warnen vor Eskalation und rassistischen Hetzjagden
MOB/VBRG e.V., 23.12.2024
Um allen Menschen in Magdeburg nach dem furchtbaren Terroranschlag sichere Orte zum Trauern und solidarischen Zusammenstehen zu ermöglichen, braucht es Schutz vor rechten und rassistischen Mobilisierungen und Angriffen.
Die Mobile Opferberatung in Sachsen-Anhalt in Trägerschaft von Miteinander e.V. und der Dachverband der fachspezifischen Opferberatungsstellen, VBRG e.V. warnen vor möglicher Eskalation.
Mitgefühl und Solidarität
MOB/VBRG e.V., 21.12.2024
Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der n Magdeburg Getöteten und den vielen Verletzen und ihren Familien. Die Instrumentalisierung ihres Leids verbietet sich. Rassistische Hetze und Neonazikundgebungen zielen – wie dieser Anschlag – auf gesellschaftliche Spaltung. Umso wichtiger: …
SPENDENAUFRUF: Betroffener eines massiven rassistischen Angriffs benötigt menschenwürdigen Zahnersatz
Mobile Opferberatung, 19.07.2024
Vor mehr als zweieinhalb Jahren verlor Ionut A. durch einen massiven rassistischen Angriff in Osterburg (Altmark, Sachsen-Anhalt) dreizehn Zähne. Um ihm eine Versorgung mit Zahnimplantaten und damit endlich wieder ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, ist er auf Ihre und Eure Spenden angewiesen.
Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2023
Mobile Opferberatung, 11.04.2024
233 politisch rechts motivierte Angriffe mit 332 direkt Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2023 in Sachsen-Anhalt registriert. Neben 140 Körperverletzungen1 (2022: 142), fünf massiven Sachbeschädigungen (2022: 3), zwei Raubstraftaten (2022: 1) sowie zwei Brandstiftungen (2022: 4) wurden für das vergangene Jahr auch 84 Bedrohungen bzw. Nötigungen als Angriffe dokumentiert (2022: 17).
Bundesweit veränderte Erfassung rechter, rassistischer und antisemitischer Nötigungen und Bedrohungen
Mobile Opferberatung, 10.04.2024
Die Mobile Opferberatung hat die – bislang sehr eingeschränkte – Erfassung von Bedrohungen und Nötigungen für das Jahr 2023 aktuellen Diskursen und Entwicklungen angepasst. Damit folgt sie den bereits 2022 veränderten, bundesweit einheitlichen Kriterien des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.). Auf die hatten sich die Mitgliedsorganisationen nach intensiven Diskussionen geeinigt.
Vor Gericht: Entpolitisierung und Verharmlosung massiver rechter Gewalt gegen Klimaaktivist*innen in Seehausen
Mobile Opferberatung, 29.01.2024
Rund um Proteste von Klimaschützer*innen gegen den Ausbau der A14 in und bei Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal kam es über einen Zeitraum von über 13 Monaten immer wieder zu rechten Attacken auf Aktivist*innen. Teil dessen war eine Serie von Anschlägen auf den Treffpunkt der Autobahngegner*innen im schließlich ausgebrannten Bahnhofsgebäude von Seehausen. Mit den massivsten Angriffen waren bis vor Kurzem örtliche Gerichte befasst.




















