03.04.2021 Halle (Saale)

03.04.2021 Halle (Saale)

Gegen 19:35 Uhr werden in Halle-Neustadt drei Kinder im Alter zwischen 9 und 10 Jahren von einem Unbekannten mit einer Bierflasche beworfen, die ihr Ziel zum Glück verfehlt. Dann beschimpft der Mann die aus Syrien und Afghanistan stammenden Kinder rassistisch. Die vor Ort eintreffende Polizei übergibt den alkoholisierten Angreifer wegen psychischer Auffälligkeiten in ärztliche Obhut. Gegen den 72-Jährigen wird nun wegen versuchter Körperverletzung und Volksverhetzung ermittelt.
Polizeiinspektion Halle, 04.04.21

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08.03.2021 Halle (Saale)

08.03.2021 Halle (Saale)

Am Abend sind vier Freund*innen mit ihren Fahrrädern auf dem Marktplatz unterwegs. Als sie zufällig an der rechten „Montagsdemonstration“ um Sven L. sowie anderen Coronaleugner*innen vorbeilaufen, protestieren die Freund*innen spontan verbal. Daraufhin hetzt der Rechte Sven L. seine Anhänger*innen gezielt per Mikrofonansage auf die Gruppe. Ein Demonstrationsteilnehmer rennt der Gruppe bis zur nächsten Straßenkreuzung hinterher und hält eine der Frauen unter aggressiven Rufen am Fahrrad fest. Erst als Polizist*innen dazwischen gehen, lässt der Angreifer von der Betroffenen ab. Im Nachgang macht einer der Polizeibeamten den Betroffenen Mitschuldvorwürfe, indem er artikuliert, sie hätten den Angriff durch ihr Auftreten selbst verursacht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt u.a. wg. Nötigung im Straßenverkehr.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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27.02.2021 Halle (Saale)

27.02.2021 Halle (Saale)

Am späten Nachmittag setzen sich etwa 300 Corona-Leugner*innen, darunter zahlreiche extrem Rechte, nach vorherigen Online-Aufrufen als unangemeldete Demonstration vom Marktplatz in Richtung Reileck in Bewegung. Nachdem die Demonstration in die Ludwig-Wucherer-Straße abgebogen ist, laufen mehrere Teilnehmer unter „Antifa Hurensöhne“-Gesängen und mit Drohgebärden auf in einer Seitenstraße stehende, vermeintliche Antifas zu. Ein Gegendemonstrant wird schließlich von einem Rechten aus der Gruppe mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt u.a. wegen Beleidigung, Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung und Körperverletzung.
Mitteldeutsche Zeitung, 28.02.21/ Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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01.02.2021 Thale (Harz)

01.02.2021 Thale (Harz)

Ein 19-jähriger Student fährt mit drei Freund*innen zum Rathausplatz, um eine Kundgebung von Corona-Leugner*innen und Verschwörungsideolog*innen kritisch zu beobachten. Bereits auf dem Parkplatz werden sie gegen 18:15 Uhr in Sichtweite des Veranstaltungsortes von mehreren Kundgebungsteilnehmer*innen bedrängt und beleidigt. Einer der Unbekannten setzt dabei Pfefferspray gegen die Gruppe Studierender ein. Während es seinen Freund*innen gelingt wegzulaufen wird der 19-Jährige umringt und von einem weiteren Angreifer mit einem Stock mehrmals massiv gegen seinen Kopf geschlagen. Die Angreifer, die sich zwischenzeitlich als Zivilpolizisten ausgeben, packen den am Kopf verletzten Jugendlichen und zwingen ihn, mit zur Kundgebung zu kommen. Dort wird er u.a. als „Systemling“ und „blöder Antifaschist“ beleidigt und weiter angeschrien und bedroht. Dabei wird er auch nach seinen und den Namen und Adressen seiner Freund*innen gefragt. Erst nach mehr als 30 Minuten lässt die Gruppe den Studenten gehen. Aufgrund seiner Kopfverletzungen muss er stationär im Krankenhaus behandelt werden muss. Ein weiterer 19-jähriger Betroffener erleidet Augenreizungen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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30.01.2021 Thale (Harz)

30.01.2021 Thale (Harz)

Gegen 1 Uhr nachts erhalten mehrere Familienangehörige eines 19-jährigen Antifaschisten kurz hintereinander Anrufe mit unterdrückter Nummer. Nach längerem Schweigen wird jeweils aufgelegt. Am darauffolgenden Morgen entdeckt der 19-Jährige auf seinem Weg zum Supermarkt an einer Garage sowie an einer Litfasssäule zwei große Sprühereien mit namentlich gegen ihn gerichteten Mordaufrufen, die zudem sein vollständiges Autokennzeichen enthalten. Direkt daneben finden sich Sprühereien mit Verweis auf extrem rechte Terrornetzwerke. Nachdem der Betroffene mangels schneller Handlungsfähigkeit der Stadt in Absprache die Sprühereien selbst übermalt hat, tauchen zwei Wochen später an denselben Stellen erneut Morddrohungen auf. Diese richten sich nun nicht mehr nur gegen den Studenten, sondern auch namentlich gegen dessen Vater. In den folgenden Tagen kommen weitere Morddrohungen hinzu, welche in direkter Nähe seines Wohnhauses an Stromkästen und Mülleimern geschrieben werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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22.01.2021 Magdeburg

22.01.2021 Magdeburg

Gegen 23 Uhr läuft ein 23-jähriger Student mit zwei Freund*innen die Hegelstraße entlang, als zwei junge, biertrinkenden Männer sie plötzlich schwulenfeindlich kommentieren. Auf Rückfrage des Studenten wiederholt einer der Unbekannten seine schwulenfeindliche Äußerung. Der 23-Jährige erwidert, dass das ziemlich geistlos wäre und er lieber nicht so viel Alkohol trinken solle. Der Angesprochene reagiert aggressiv und leert seine Bierflasche in Richtung des Studenten aus. Weil jetzt ein Bekannter der beiden Männer hinzukommt beruhigt sich die Situation. Als die drei Freund*innen daraufhin genervt weitergehen wollen schlägt ihm der Unbekannte unvermittelt die geleerte Bierflascheins Gesicht. Der 23-Jährige erleidet eine große, stark blutende Platzwunde, welche im Krankenhaus genäht werden muss. Da der Täter sich bei dem Schlag selbst an der Hand verletzt hat, kann die Polizei den Angreifer nach Hinweis des Betroffenen später in der Notaufnahme fassen.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

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