Landgericht Halle, 13.01. & 18.03. 26
Gegen 12:45 Uhr werden drei 15- bis 18-jährige Schüler einer freien Schule nach ihrem Pauseneinkauf in einem Supermarkt im Stadtteil Trotha von einem augenscheinlichen Neonazi verfolgt, u.a. als „Zecken“, beschimpft und aufgefordert stehenzubleiben. Als die drei weiterlaufen, zieht der Unbekannte einen der Schüler an der Kapuze und nimmt ihn in den Schwitzkasten. Erst nach verbaler Intervention dessen Begleiter lässt der Angreifer zunächst von dem Schüler ab und wechselt die Straßenseite. Dabei hebt der Neonazi mehrmals sein Shirt hoch, sodass die Schüler eine Schusswaffe erkennen können, welche der Täter im Hosenbund trägt. Als die Betroffenen daraufhin zu rennen beginnen, schießt der Angreifer drei Mal aus der mit Stahlkugeln aufmunitionierten Gaspistole auf die Flüchtenden. Eine der Kugeln trifft den 15-Jährigen am Hinterkopf; eine weitere durchschlägt die Jacke seines Begleiters. Der 15-Jährige erleidet eine Rötung und Prellung am Hinterkopf sowie Schmerzen.

