Anlaufstelle Süd, eigener Bericht
Kurz nach Mitternacht wird eine Gruppe 15- bis 18-jähriger Jugendlicher in und vor einem Schnellrestaurant rassistisch beleidigt und angegriffen. Als die fünf Jugendlichen das Schnellrestaurant betreten und sich auf Arabisch unterhalten, werden sie von einem unbekannten Mann aus einer vierköpfigen Gruppe heraus nachgeäfft und u.a. aufgefordert, Deutsch zu lernen. Auf dem Parkplatz setzt der Mann die rassistischen Beleidigungen fort, macht sich über ein getragenes Gebetsgewand lustig und greift die Jugendlichen körperlich an. Ein Jugendlicher wird mit dem Kopf gegen eine Wand geschlagen und verletzt, seine Brille wird dabei beschädigt. Ein weiterer Jugendlicher wird gegen ein Auto gestoßen. Als ein 18-Jähriger versucht, die Situation zu beruhigen, wird er mehrfach ins Gesicht geschlagen, geht zu Boden und wird dort weiter mit Schlägen und Tritten attackiert. Er erleidet einen Nasenbeinbruch, ein geplatztes Trommelfell sowie weitere Verletzungen im Gesicht und am Körper. Da keiner der vielen Anwesenden auf dem Parkplatz die Polizei alarmiert, wählen die Betroffenen selbst den Notruf. Die Beamten können den Tatverdächtigen noch vor Ort feststellen. Der 18-Jährige muss operiert und stationär im Krankenhaus behandelt werden.

