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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

25.02.2017   Halle (Saale)

Gegen 20:30 Uhr werden drei junge Männer in unmittelbarer Nähe des Verbindungshauses der Halle-Leobener Burschenschaft „Germania“ von drei Unbekannten gefragt, ob sie von der „Antifa“ seien. Als ein 24-Jähriger erwidert, dass er keinen Bock auf Nazis habe und die drei weitergehen werden die Männer aggressiv, wiederholen die Frage mehrfach und bedrohen sie dabei mit einer Bierflasche. Dann werden die Betroffenen über mehrere hundert Meter von dem Trio verfolgt. Schließlich wird der 24-Jähriger von hinten angerempelt und gegen seinen Kopf geschlagen. Ein Begleiter wird zu Boden gebracht und getreten. Dann sprüht ihm einer der Unbekannten Pfefferspray ins Gesicht. Der andere Freund geht ebenfalls zu Boden und wird mit einem harten Gegenstand ins Gesicht geschlagen. Schließlich können die Betroffenen flüchten. Der polizeiliche Staatschutz ermittelt.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

11.02.2017   Magdeburg

Am Samstagnachmittag wird ein 38-jähriger Sudanese, der gerade auf einer Bank im Einkaufszentrum „City Carré“  sitzt, von einer Unbekannten rassistisch beleidigt. Kurz darauf schlägt ihr ebenfalls unbekannter Begleiter ihm mit voller Wucht die Faust ins Gesicht. Beide fliehen, niemand der Umstehenden interveniert. Dem mittlerweile stark aus dem Mund blutenden Betroffenen gelingt es, die Unbekannte bis vor ein Bekleidungsgeschäft zu verfolgen und die Polizei zu alarmieren, welche nach ihrem Eintreffen die Personalien der Frau aufnimmt. Auf die Frage des Betroffenen nach einem Arzt reagiert ein Beamter mit der Aufforderung, er solle nach Hause gehen, sonst würde er festgenommen. In der Folge muss der 38-Jährige aufgrund eines Kieferbruchs im Krankenhaus operiert und zwei Wochen stationär behandelt werden.

Polizeirevier Jerichower Land, 24.01.17

23.01.2017   Burg (Jerichower Land)

Gegen 21:30 Uhr wird ein 17-jähriger Afghane von drei Unbekannten unvermittelt geschlagen. Der 17-Jährige geht zu Boden und wird dort weiter getreten. Bevor die Angreifer verschwinden rufen sie „Verpiss dich Ausländer“. Der Betroffene muss im Krankenhaus behandelt werden. Der polizeiliche Staatsschutz sucht nach Zeug_innen des Angriffs.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

12.01.2017   Halle (Saale)

Gegen 13 Uhr wird ein 27-jähriger Student aus dem Jemen an der Endhaltestelle Kröllwitz von einem Unbekannten schmerzhaft angerempelt. Auf die Frage des Betroffenen, warum er so etwas mache, beschimpft der Mann ihn und andere Wartende u.a. als „Scheiß Ausländer“ und fordert sie auf, mit ihm zu kämpfen. Kurz darauf folgt der Unbekannte dem Studenten in eine Straßenbahn und bespuckt ihn mit Essen. Als der 27-Jährige das Essen zurückwirft, schlägt der Mann ihm vor der Bahn mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Einen Fußtritt kann der 27-jährige noch abwehren, geht dadurch jedoch zu Boden, wo  er von dem Angreifer gewürgt wird. Als Passanten die Polizei alarmieren flüchten der Mann und seine Begleiterin in einen Bus. Als der 27-Jährige den Busfahrer bittet nicht loszufahren verlassen beide den Bus und der Mann bedroht den Studenten erneut. Als die Polizei vor Ort eintrifft, ist der Angreifer bereits weg. Der Betroffene wird zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und erleidet u.a. blutende Verletzungen und Hämatome im Gesicht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt-Süd, 06.01.17

06.01.2017   Halle (Saale)

Gegen 5 Uhr morgens wird ein Mann in einer Straßenbahn plötzlich von mehreren Unbekannten rassistisch beleidigt und schließlich mit den Worten „Du gehörst hier nicht her, raus aus Deutschland!“ auch körperlich bedrängt. Daraufhin fordert ein weiterer Fahrgast die Männer auf, damit aufzuhören und gerät so selbst ins Visier der Gruppe. Als er am Markplatz aussteigt, wird der 27-Jährige von den Unbekannten verfolgt. Dann schlagen ihm zwei der Männer mit Fäusten so gegen seinen Kopf und treten ihn gegen den Körper, dass seine Brille kaputt geht. Der Polizei gelingt es wenig später, einen 21-jährigen Tatverdächtigen festzustellen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

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