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Polizeirevier Börde, 19.05.17

18.05.2017   Haldensleben (Börde)

Am Nachmittag gegen 16 Uhr sitzen zwei 16-jährige syrische Geflüchtete auf einer Bank auf dem Bahnhofsplatz und hören Musik. Plötzlich kommt ein dunkel gekleideter Mann auf sie zu, fordert sie auf die Musik leiser zu stellen und beschimpft sie rassistisch. Dabei fragt er u.a., warum sie überhaupt nach Deutschland gekommen seien. Dann schlägt der Unbekannte die beiden und geht weg. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord, 18.05.17

17.05.2017   Magdeburg

Gegen 15:30 Uhr werden drei Besucher_innen des jüdischen Friedhofs von einem Unbekannten von dessen Balkon aus mit Worten und Gesten antisemitisch beleidigt und beschimpft. Dann kommt der Mann raus und direkt auf die Besucher_innen zu, beleidigt sie weiter und droht zudem mit körperlicher Gewalt. Schließlich wird ein 65-Jähriger von dem Angreifer so zu Boden gestoßen, dass er am linken Unterarm verletzt wird. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt gegen einen 43-jährigen Magdeburger.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, 07.05.17

06.05.2017   Halle (Saale)

An der Haltestelle „S-Bahnhof Neustadt“ wartet ein 35-jähriger Ivorer gegen 18:20 Uhr auf eine Straßenbahn, als ihm ein Unbekannter unvermittelt vor seine Füße spuckt. Als der Betroffene darauf mit „Das ist nicht schön!“ reagiert, schlägt ihm der Mann mit der flachen Hand gegen seinen Hinterkopf. Beide Männer steigen in die Bahn. Der Angreifer verlässt sie eine Haltestelle weiter. Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung gegen unbekannt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

01.05.2017   Halle (Saale)

Nach der Verhinderung eines Aufmarschs von knapp 500 Neonazis versucht eine etwa 25-köpfige, zum Teil mit „Aryans – Support your Race“-Pullovern bekleidete Gruppe gegen 14:30 Uhr am Hauptbahnhof Gegendemonstrant*innen anzugreifen. Dabei skandierten sie u.a. „Ohne Polizei wärt ihr tot!“ und werfen Böller. Nachdem die Polizei die Gruppe in Richtung ihrer Autos nach Halle-Ost eskortiert hat, machen die Neonazis in mindestens zwei vollbesetzten PKW rund um die Delitzscher und Freiimfelder Straße gezielt Jagd auf vermeintliche politische Gegner*innen. Mehrere Menschen werden mit den Autos verfolgt und mit Steinen und Flaschen beworfen, die teilweise auch treffen.

Nach einem kurzen Stopp am Riebeckplatz – zwei der Neonazis provozieren Gegendemonstrant*innen, bis die Polizei einschreitet – fahren die Neonazis Richtung Innenstadt. Gegen 15:20 Uhr greifen Insassen der beiden PKW in der Nähe eines Infostands unweit des soziokulturellen Zentrums „Hasi“ am Holzplatz eine etwa 15-köpfige Gruppe junger Erwachsener an, die gerade auf dem Weg zur Peißnitz zum Grillen sind. Nach erneuter Zündung eines Sprengkörpers wird die Gruppe aus den PKW heraus mit Steinen und Flaschen beworfen und mit Pfefferspray attackiert. Eine Frau wird an der Brust, eine andere am Kopf getroffen. Beide erleiden Augenreizungen. Dann stoppen die Autos mitten auf der Straße und mehrere, zum Teil mit Schlagstöcken bewaffnete Neonazis rennen auf die Gruppe zu. Ein 25-Jähriger wird mit einem Schlagstock auf den Kopf geschlagen. Nur weil aus der „Hasi“ sofort Leute zu Hilfe eilen, kann Schlimmeres verhindert werden, die Täter flüchten in ihren PKW. Der 25-jährige muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Mindestens ein weiterer Mann erleidet infolge des Angriffs Schmerzen. Während einer der kurz darauf eingetroffenen Polizeibeamten den Betroffenen erklärt, es werde wegen versuchten Totschlags ermittelt, spricht die Polizei in der Folge nur noch von gefährlicher Körperverletzung. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Polizeirevier Magdeburg, 30.04.17

29.04.2017   Magdeburg

Gegen 21:10 Uhr laufen mehrere Schwarze an einer Bar in der Sternstraße Nähe Hasselbachplatz vorbei, als sie von mehreren Feiernden rassistisch beleidigt werden. Schließlich wird ein 25-jähriger Eritreer von zwei der Unbekannten attackiert. Als eine 20-Jährige interveniert, wird auch sie durch Faustschläge verletzt und muss ebenfalls ambulant behandelt werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt gegen zwei 41- und 49-jährige Tatverdächtige.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, 30.04.17

29.04.2017   Halle (Saale)

Gegen 16:30 Uhr wird 29-jähriger Somalier im Vorraum einer Sparkassenfiliale im Stadtteil Silberhöhe von zwei Unbekannten u.a. mit „Was wollt ihr hier?“, „Wir sind Nazis!“, „Scheiß Ausländer!“ und „Wir bringen Euch alle um!“ angepöbelt und bedroht. Dann schlägt einer der Männer dem 29-Jährigen zwei Mal gegen seinen Kopf. Im Anschluss flüchten die Unbekannten.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt-Süd, 23.04.17

22.04.2017   Halle (Saale)

Gegen 1:30 Uhr nachts wird ein 22-jähriger Jordanier in Begleitung einer weißen Deutschen am Steintor aus einer 13-köpfigen Gruppe heraus rassistisch beleidigt. Dann schlägt ein Mann aus der Gruppe dem Betroffenen auf den Hinterkopf.  Ein weiterer Unbekannter bedroht seine Begleiterin mit einem Messer. Alarmierte Polizeibeamte können vor Ort lediglich einen 25-jährigen Tatverdächtigen feststellen. Der polizeiliche Staatschutz ermittelt wegen Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung.

Polizeirevier Magdeburg, 23.03.17

22.03.2017   Magdeburg

Gegen 20:30 Uhr schlägt ein Unbekannter einem 16-jähriger Syrer, der im Stadtteil Neustädter See gerade mit zwei Bällen unter dem Arm eine Straße entlangläuft, unvermittelt einen der Bälle weg. Dann schubst der Mann den Jugendlichen, würgt ihn und tritt auf sein mittlerweile am Boden liegendes Opfer ein. Als der 16-Jährige gegenüber dem Angreifer betont, dass er keinen Streit haben wolle wird er u.a. mit „Ausländer raus“ beschimpft und rassistisch beleidigt. Schließlich entfernt sich der Unbekannte. Der Betroffene erleidet Hautabschürfungen und Hämatome. Nach einem öffentlichen Zeug_innenaufruf ermittelt der polizeiliche Staatsschutz nunmehr gegen einen erwachsenen Tatverdächtigen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

04.03.2017   Zeitz (Burgenlandkreis)

Ein syrischer Geflüchteter ist gegen 20 Uhr mit seinem Fahrrad unterwegs, als er an einem Supermarkt plötzlich von zwei Männern u.a. als „Scheiß Ausländer“ beschimpft wird. Dann schlagen beide mit Fäusten auf den 20-Jährigen ein. Er geht zu Boden, wo er noch getreten wird. Die Angreifer flüchten. Zwei Wochen später wird der 20-Jährige von dem Duo verfolgt und alarmiert die Polizei. Der Staatsschutz ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

25.02.2017   Halle (Saale)

Gegen 20:30 Uhr werden drei junge Männer in unmittelbarer Nähe des Verbindungshauses der Halle-Leobener Burschenschaft „Germania“ von drei Unbekannten gefragt, ob sie von der „Antifa“ seien. Als ein 24-Jähriger erwidert, dass er keinen Bock auf Nazis habe und die drei weitergehen werden die Männer aggressiv, wiederholen die Frage mehrfach und bedrohen sie dabei mit einer Bierflasche. Dann werden die Betroffenen über mehrere hundert Meter von dem Trio verfolgt. Schließlich wird der 24-Jähriger von hinten angerempelt und gegen seinen Kopf geschlagen. Ein Begleiter wird zu Boden gebracht und getreten. Dann sprüht ihm einer der Unbekannten Pfefferspray ins Gesicht. Der andere Freund geht ebenfalls zu Boden und wird mit einem harten Gegenstand ins Gesicht geschlagen. Schließlich können die Betroffenen flüchten. Der polizeiliche Staatschutz ermittelt.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

11.02.2017   Magdeburg

Am Samstagnachmittag wird ein 38-jähriger Sudanese, der gerade auf einer Bank im Einkaufszentrum „City Carré“  sitzt, von einer Unbekannten rassistisch beleidigt. Kurz darauf schlägt ihr ebenfalls unbekannter Begleiter ihm mit voller Wucht die Faust ins Gesicht. Beide fliehen, niemand der Umstehenden interveniert. Dem mittlerweile stark aus dem Mund blutenden Betroffenen gelingt es, die Unbekannte bis vor ein Bekleidungsgeschäft zu verfolgen und die Polizei zu alarmieren, welche nach ihrem Eintreffen die Personalien der Frau aufnimmt. Auf die Frage des Betroffenen nach einem Arzt reagiert ein Beamter mit der Aufforderung, er solle nach Hause gehen, sonst würde er festgenommen. In der Folge muss der 38-Jährige aufgrund eines Kieferbruchs im Krankenhaus operiert und zwei Wochen stationär behandelt werden.

Polizeirevier Jerichower Land, 24.01.17

23.01.2017   Burg (Jerichower Land)

Gegen 21:30 Uhr wird ein 17-jähriger Afghane von drei Unbekannten unvermittelt geschlagen. Der 17-Jährige geht zu Boden und wird dort weiter getreten. Bevor die Angreifer verschwinden rufen sie „Verpiss dich Ausländer“. Der Betroffene muss im Krankenhaus behandelt werden. Der polizeiliche Staatsschutz sucht nach Zeug_innen des Angriffs.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

12.01.2017   Halle (Saale)

Gegen 13 Uhr wird ein 27-jähriger Student aus dem Jemen an der Endhaltestelle Kröllwitz von einem Unbekannten schmerzhaft angerempelt. Auf die Frage des Betroffenen, warum er so etwas mache, beschimpft der Mann ihn und andere Wartende u.a. als „Scheiß Ausländer“ und fordert sie auf, mit ihm zu kämpfen. Kurz darauf folgt der Unbekannte dem Studenten in eine Straßenbahn und bespuckt ihn mit Essen. Als der 27-Jährige das Essen zurückwirft, schlägt der Mann ihm vor der Bahn mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Einen Fußtritt kann der 27-jährige noch abwehren, geht dadurch jedoch zu Boden, wo  er von dem Angreifer gewürgt wird. Als Passanten die Polizei alarmieren flüchten der Mann und seine Begleiterin in einen Bus. Als der 27-Jährige den Busfahrer bittet nicht loszufahren verlassen beide den Bus und der Mann bedroht den Studenten erneut. Als die Polizei vor Ort eintrifft, ist der Angreifer bereits weg. Der Betroffene wird zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und erleidet u.a. blutende Verletzungen und Hämatome im Gesicht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt-Süd, 06.01.17

06.01.2017   Halle (Saale)

Gegen 5 Uhr morgens wird ein Mann in einer Straßenbahn plötzlich von mehreren Unbekannten rassistisch beleidigt und schließlich mit den Worten „Du gehörst hier nicht her, raus aus Deutschland!“ auch körperlich bedrängt. Daraufhin fordert ein weiterer Fahrgast die Männer auf, damit aufzuhören und gerät so selbst ins Visier der Gruppe. Als er am Markplatz aussteigt, wird der 27-Jährige von den Unbekannten verfolgt. Dann schlagen ihm zwei der Männer mit Fäusten so gegen seinen Kopf und treten ihn gegen den Körper, dass seine Brille kaputt geht. Der Polizei gelingt es wenig später, einen 21-jährigen Tatverdächtigen festzustellen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

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