28.04.2026 Halle (Saale) 

28.04.2026 Halle (Saale) 

Kurz vor der Halbzeit des Spiels FC Halle Neustadt II gegen die Mannschaft des Roten Sterns Halle II gehen ca. sieben bis neun offensichtliche Rechte zu den Fans des Roten Sterns Halle. Sie bauen sich direkt neben ihnen auf und beleidigen sie u.a als „Scheiß Zecken”. Es fallen Aussagen wie „Für euch machen wir die KZs wieder auf!“ und „Euch Zecken schlagen wir heute behindert!”. Erst als ein unbeteiligter Zuschauer den Eindruck erweckt, die Polizei zu rufen, begibt sich die Gruppe wieder auf die andere Seite des Spielfeldes. Nach Beendigung des Spiels warten die Rechten am Ausgang auf die Fans des Roten Sterns, bauen sich bedrohlich auf und beleidigen sie erneut und mehrfach als „Zecken”. Den betroffenen Fans gelingt es schließlich, unverletzt das Fußballspiel zu verlassen.  
Anlaufstelle Süd (eigener Bericht) 

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2025

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2025

Mobile Opferberatung, 27.04.2026
229 rechte, rassistische, antisemitische und queerfeindliche Angriffe mit 307 direkt Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2025 in Sachsen-Anhalt dokumentiert. Damit gab es im vergangenen Jahr statistisch gesehen vier bis fünf rechte Angriffe pro Woche. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl von 2,1 Millionen Menschen werden somit in Sachsen-Anhalt mit 6,7 rechten Angriffen pro 100.000 Einwohner*innen etwa drei Mal so viele rechte Gewalttaten verübt wie im Durchschnitt in den westdeutschen Flächenländern. Der Rückgang bei der Gesamtzahl der Angriffe im Vergleich zum Vorjahr von rund 20 Prozent (2024: 290) ist kein Anlass zur Entwarnung. Dies zeigt u.a. der Anstieg bei Angriffen gegen politische Gegner*innen.

11.04.2026 Halle (Saale) 

11.04.2026 Halle (Saale) 

Am Samstagmittag wird bei einem C-Jugend-Fußballspiel zwischen Einheit Halle und TSG Wörmlitz in der Merseburger Straße ein 13-jähriger Junge mit syrischer Herkunft von einem der Wörmlitzer Gäste angegriffen. Der 36-jährige Mann, offenbar ein Trainer des Gastvereins, geht auf den Jungen los und äußert dabei beleidigende und volksverhetzende Sätze. Der Tatverdächtige verlässt den Ort vor dem Eintreffen der Polizei. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Nötigung und Volksverhetzung. 
Anlaufstelle Süd (eigener Bericht) 

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2024

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2024

Mobile Opferberatung, 03.04.2025
281 rechte, rassistische, antisemitische und queerfeindliche Angriffe mit 414 direkt Betroffe-nen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2024 in Sachsen-Anhalt dokumentiert. Damit gab es im vergangenen Jahr statistisch gesehen fast an jedem Tag einen rechten Angriff – und einen Anstieg zum Vorjahr um 18 Prozent (2023: 239 Angriffe, 345 Betroffene). Seit Beginn des unabhängigen Monitorings vor 22 Jahren hat die Mobile Opferberatung nur im Jahr 2016 noch mehr einschlägige Gewalttaten erfasst (290).

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2023

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2023

Mobile Opferberatung, 11.04.2024
233 politisch rechts motivierte Angriffe mit 332 direkt Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2023 in Sachsen-Anhalt registriert. Neben 140 Körperverletzungen1 (2022: 142), fünf massiven Sachbeschädigungen (2022: 3), zwei Raubstraftaten (2022: 1) sowie zwei Brandstiftungen (2022: 4) wurden für das vergangene Jahr auch 84 Bedrohungen bzw. Nötigungen als Angriffe dokumentiert (2022: 17).