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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

30.06.2010 Schkopau

Eine alternative Jugendliche ist gegen 22:00 Uhr mit ihrem Fahrrad auf dem Nachhauseweg, als plötzlich ein mit mehreren augenscheinlich Rechten besetztes Auto entgegen der Fahrtrichtung neben ihr hält. Der Fahrer beschimpft die junge Frau u.a. mit „Scheiß Zecke“, während der Beifahrer bereits seine Tür öffnet. In Panik fährt die 17-Jährige so schnell sie kann los, während die Rechten ihr „Wir kriegen dich sowieso“ hinterher rufen. Da sie das Auto erst wenden müssen, hat die Betroffenen einige Meter Vorsprung. Nach ca. 200 Metern kommt die Alternative an einen Bahnübergang, dessen Schranke bereits herunter geht. Sie kann ihn noch überqueren, während die Rechten halten müssen. Einer ruft der Alternativen nach, dass sie sie das nächste Mal kriegen. Die Betroffene kann über Seitenstraßen entkommen.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

14.06.2010 Halle

Im Anschluss an das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien zur Fußball-WM wird ein Punk kurz nach Mitternacht an der Haltestelle Franckeplatz gezielt von zwei augenscheinlichen Deutschland-Fans attackiert. Zuvor hatte der 20-Jährige in einer Straßenbahn verbal interveniert, als aus der Gruppe der späteren Angreifer „Sieg Heil“ gerufen und der sog. Hitlergruß gezeigt wurde. Beim Aussteigen folgt ihm die Sechsergruppe, erneut „Sieg Heil“ grölend. Als der Student fragt, was das solle, entgegnet eine junge Frau aus der Gruppe nur „Verpiss dich“. Kurz darauf wird der Punk so massiv in den Rücken getreten, dass er gegen einen Bauzaun fällt. Als sich der Betroffene umdreht, kommen zwei der Jugendlichen auf ihn zu. Nach der Frage, ob er sich schon mal mit einem Kickboxer angelegt habe erhält er zwei gezielte Fußtritte ins Gesicht. Dann geht die Gruppe Richtung Markt weg. Während des Angriffs stehen etwa zehn PassantInnen auf der gegenüberliegenden Straßenseite, jedoch greift niemand ein. Der Betroffene verständigt die Polizei und muss u.a. mit einer Kieferprellung ambulant im Krankenhaus behandelt werden.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

12.06.2010 Quedlinburg

Gegen 1:00 Uhr nachts wird ein 20-Jähriger, der sich in Begleitung einer Freundin und eines Freundes auf dem Nachhauseweg befindet, aufgrund seines Äußeren aus einer Gruppe von ca. sechs bis acht augenscheinlich Rechten heraus mit „langhaariger Bombenleger“ angepöbelt. Außerdem wird „Scheiß Zecken“ gerufen. Als der 20-Jährige wegrennt, verfolgen ihn mehrere Rechte, allerdings erfolglos. Daraufhin kehren sie zu seinen Begleiter_innen zurück. Einer der Rechten geht aggressiv auf den 21-jährigen Freund los und schlägt ihm mit der Faust ins Gesicht. Dadurch geht die Brille des Betroffenen kaputt und Glassplitter gelangen ins Auge, welches glücklicherweise unverletzt bleibt. Die von dem 20-Jährigen alarmierte Polizei kann schließlich noch vor Ort den mutmaßlichen Haupttäter stellen. Der 21-Jährige erleidet eine Jochbeinprellung.
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Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

11.06.2010 Halberstadt

Am späten Vormittag werden zwei 22- und 25-jährige Flüchtlinge aus Benin in einem Park aus einer etwa achtköpfigen Gruppe heraus rassistisch beschimpft. Zuvor hatte sich einer der Unbekannten aus der Gruppe gelöst, einen der Flüchtlinge angerempelt und mit „Du Neger“ beleidigt. Als die Betroffenen wenige Meter von der Gruppe entfernt sind, fliegt plötzlich eine Flasche unmittelbar am Kopf des 22-Jährigen vorbei. Die Betroffenen flüchten, werden jedoch von der Gruppe verfolgt und mit weiteren Flaschen beworfen. Als der 22-Jährige stehen bleibt und seine Verfolger anspricht, zieht einer der Unbekannten demonstrativ und herausfordernd sein T-Shirt aus. In Panik rennen die Betroffenen weiter. Erst im belebten Stadtzentrum bleiben sie stehen. Zeugen informieren währenddessen die Polizei. Der Staatsschutz ermittelt wegen Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

06.06.2010 Leuna

Zwischen 2:00 und 3:00 Uhr nachts wird ein Molotowcocktail in einen von VietnamesInnen betriebenen Obst- und Gemüseladen geworfen, der jedoch kein Feuer auslöst. An dem Brandsatz sind neonazistische Aufkleber angebracht. Es entsteht ein Sachschaden von 5.000 Euro. Bereits eine Woche zuvor waren drei Scheiben des Geschäfts mit Steinwürfen beschädigt und Aufkleber mit rechten Parolen hinterlassen worden.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

25.04.2010 Merseburg

Kurz nach Mitternacht stürmen etwa 20, mit Baseballschlägern und Eisenstangen bewaffnete Neonazis gezielt auf eine Gruppe Alternativer los, die auf dem Gelände der Alten Papierfabrik an einem Lagerfeuer sitzen. Mehrere Alternative, die nicht schnell genug fliehen können, werden zu Boden geschlagen. Etliche Angreifer treten u.a. gezielt auf die Köpfe von zwei am Boden liegenden Betroffenen ein. Weitere Neonazis verfolgen währenddessen gezielt die Flüchtenden. Da der Bereich der Alten Papierfabrik von Wasser umgeben ist und die Angreifer über den einzigen Zugang kamen, verstecken sich die Betroffenen in Panik in Gebüschen oder Erdgruben. Mit Steinwürfen versuchen die Neonazis, die Jugendlichen in der Dunkelheit aufzuspüren, während diese hoffen, dass die von ihnen alarmierte Polizei bald eintrifft. Bei dem Angriff rufen die Neonazis u.a. „Scheiß Zecken“ und „Merseburg bleibt deutsch“. Zudem drohen sie, es sei „noch nicht vorbei“. Bevor Beamte am Tatort eintreffen flüchten die Angreifer. Vier Betroffene müssen mit Hämatomen, Schürfwunden und Prellungen ambulant behandelt werden. Ein 26-Jähriger verliert zudem u.a. einen Zahn und ein 22-Jähriger muss mit Kopfverletzungen stationär behandelt werden.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

16.04.2010 Laucha

Am Nachmittag wird ein 17-Jähriger am Bahnhof unvermittelt von einem stadtbekannten Rechten angegriffen. Der Schüler sitzt gerade an einer Bushaltestelle und unterhält sich mit Klassenkameraden, als der Rechte plötzlich direkt auf ihn zukommt und sofort mehrfach versucht, ihm mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Ein Schlag trifft den Betroffenen so massiv, dass er mit dem Hinterkopf an der Wand der Haltestelle aufprallt. Dabei beleidigt er den 17-Jährigen als „Judenschwein“. Dann versucht er, den 17-Jährigen an seinen Haaren von der Bank hochzuziehen, der aber den Arm des Angreifers weg schlagen kann. Als der Angreifer von dem Schüler ablässt und sich einige Meter entfernt, nutzt der Betroffene die Gelegenheit und geht weg. Nach wenigen Metern wird er aber von dem Rechten eingeholt, an seiner Jacke gezogen und zu Boden gebracht. Dann tritt der Angreifer mehrfach auf den Betroffenen ein, auch gegen seinen Kopf. Erst als jemand aus einem vorbeifahrenden PKW den Angreifer anschreit, er solle aufhören und anhält, um den Betroffenen in seinem Auto in Sicherheit zu bringen lässt der Rechte von ihm ab. Der 17-Jährige erleidet u.a. eine Schwellung unter dem Auge. Er erstattet Anzeige.
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Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

05.04.2010 Magdeburg

Während einer Fahrscheinkontrolle in einer Straßenbahn der Linie 92 bemängelt eine Mitarbeiterin den ermäßigten Fahrschein eines Alternativen, der ihrer Auffassung nach zu spät entwertet wurde. Während der 45-Jährige und die Kontrolleurin diskutieren, wird er von einer weiteren Frau und drei Männer des Sicherheitsdienstes umringt. Ein Kontrolleur beschimpft den Mann dabei u.a. als „schwulen Penner“, „Schwuchtel“ und „asozialen Arbeitslosen“. An der Haltestelle AMO / Steubenallee zerren und stoßen die Sicherheitsbediensteten den Betroffenen aus der Bahn, wobei sie seine Brille beschädigen. Draußen wird er weiter beleidigt und festgehalten. Der Betroffene ruft nun laut um Hilfe. Daraufhin wird er von einem der Kontrolleure mehrfach gewürgt. Es gelingt dem Alternativen, über Notruf die Polizei zu informieren. Bevor die Beamten seine Anzeige aufnehmen, muss sich der Betroffene einem Atemalkoholtest unterziehen.
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Polizeirevier Magdeburg, 04.04.10

03.04.2010 Magdeburg

Am frühen Abend werden zwei 17- und 19-jährige Jugendliche in einer Straßenbahn aus einer Dreiergruppe heraus angepöbelt. Beim Aussteigen an der Haltestelle „Allee Center“ schlägt einer der Männer dem 17-Jährigen nach massiven rassistischen Beleidigungen mit der Faust ins Gesicht. Als sein Begleiter ihm helfen will wird auch er von dem Angreifer geschlagen. Die durch Zeugen alarmierte Polizei kann noch in Tatortnähe zwei 25- und 31-jährige, stark alkoholisierte Männer stellen. Die Betroffenen wurden leicht verletzt. Gegen den 31-Jährigen wird wegen Volksverhetzung, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.
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Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

27.03.2010 Magdeburg

Auf der Tanzfläche einer Diskothek wird ein 41-Jähriger kurz nach Mitternacht von einem Unbekannten per Handzeichen heran gewunken. Dann versetzt ihm der Mann unvermittelt einen Kopfstoß. Der Betroffene ruft die Polizei und erstattet noch vor Ort Anzeige. Sein Freund will den Täter später zur Rede stellen. Da dieser schweigt, fragt er dessen Begleiter nach dem Grund für den Angriff. Die Antwort sind rassistische Parolen wie „Geht erst mal Deutsch lernen.“ und „Das ist unser Land.“
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Polizeirevier Magdeburg, 26.03.10

26.03.2010 Magdeburg

Gegen 1:30 Uhr nachts wird ein 19-Jähriger an der Haltestelle Alter Markt von einer vierköpfigen Gruppe rassistisch beschimpft. In der Straßenbahn setzt die Gruppe ihre Beleidigungen fort, wobei noch zwei weitere Jugendliche hinzukommen. An der Haltestelle Damaschkeplatz verlassen alle die Bahn. Als der Betroffene in einen Bus einsteigen will, versucht einer der Jugendlichen ihn zu schlagen. Der 19-Jährige kann sich erfolgreich wehren, wird aber von einem weiteren Angreifer mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die durch den Busfahrer informierte Polizei kann kurz darauf sechs Tatverdächtige im Alter von 16 bis 22 Jahren stellen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Beleidigung und Körperverletzung.
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Polizeirevier Jerichower Land, 01.03.10

01.03.2010 Burg

Gegen 9:30 Uhr wurde ein 32-Jähriger aus Burkina Faso am Bahnhof von einem stark alkoholisierten Mann rassistisch beschimpft und vor die Brust gestoßen. Als Taxifahrer dazwischen gingen, ließ der Angreifer von dem Betroffenen ab. Der 32-jährige erlitt eine leichte Prellung. Die herbeigerufene Polizei stellte bei dem 23-jährigen Tatverdächtigen ein Messer sicher, dass er während des Angriffs in der Hand gehalten hatte. Der Staatsschutz ermittelt.

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Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

13.02.2010 Magdeburg

Auf dem Rückweg von einer Demonstration gegen den geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden wurden drei Männer und zwei Frauen gegen 23:00 Uhr in unmittelbarer Nähe des alternativen Wohn- und Kulturprojektes Libertäres Zentrum (L!Z) in Magdeburg Fermersleben offenbar geplant von einer Gruppe Neonazis angegriffen. Nach Rufen des Kommandos "Los" rennen plötzlich sechs teilweise vermummte Männer auf die Gruppe zu und schlagen und treten zeitgleich auf die Alternativen ein. Einige der Betroffenen rutschen sofort auf dem vereisten Boden aus, wo sie von den Angreifern mehrfach gezielt gegen die Köpfe getreten werden. Zwei befreundete Punks, die zufällig die Straße entlang kommen versuchen zu intervenieren, indem sie ihre Hunde freilassen. Als diese bellend in Richtung der Gruppe laufen flüchten die Angreifer in zwei in der Nähe abgestellte Autos und fahren weg. Die Betroffenen erleiden u.a. Hämatome. Einer der Alternativen muss aufgrund seiner Verletzungen ambulant im Krankenhaus behandelt werden.
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Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

02.02.2010 Salzwedel

Am frühen Abend greifen etwa 10 vermummte Rechte einen alternativen Treffpunkt in der Innenstadt an. An dem Abend ist eine Veranstaltung zu den Protestaktionen gegen den Neonaziaufmarsch in Dresden geplant. Zwei Gäste des Treffpunktes, die sich im Hofbereich aufhalten, werden von den Angreifern geschlagen. Die Angreifer fordern die Gäste auf, die Veranstaltung abzusagen und wollen die Namen von AntifaschistInnen in Erfahrung bringen. Bei dem Angriff wird von den Rechten das Mobiliar eines Infoladens verwüstet und in einem anderen Raum eine Scheibe eingeworfen. Danach flüchten die Rechten. Die Veranstaltung wird trotz des Angriffs durchgeführt.
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Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

30.01.2010 Gardelegen

In den frühen Morgenstunden wird eine Gruppe von Alternativen von sieben Rechten angegriffen. Ein 23-jähriger Hiphopper wird von einer Bierflasche am Kopf getroffen und stürzt zu Boden, die anderen Alternativen können entkommen. Die Angreifer umstellen den 23-Jährigen und schlagen auf ihn ein. Der Hiphopper wird dadurch am Kopf verletzt und muss sich ärztlich behandeln lassen. Unter den von der Polizei kurze Zeit später in einer nahegelegenen Diskothek festgestellten Angreifern befinden sich aktive Rechte einer Neonazi-Kameradschaft aus dem Raum Gardelegen/Weteritz.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

28.01.2010 Wernigerode

Gegen 23:30 Uhr werden ein 25-jähriger Wernigeröder SPD-Stadtrat und seine beiden Begleiter auf dem Nachhauseweg plötzlich von einem offensichtlich alkoholisierten Mann angepöbelt, der mit einem weiteren Unbekannten direkt auf die Gruppe zuläuft. Unvermittelt tritt er gegen das Fahrrad des 25-Jährigen. Als dessen Begleiter verbal zu deeskalieren sucht, wird er von dem Angreifer massiv geschubst. Dann schlägt er, die Gruppe als „Zecken“ beschimpfend, mit Fäusten auf den 25-Jährigen ein. Die Begleiterin des Stadtrats will schlichten, jedoch ohne Erfolg. Der Betroffene versucht noch, den Angreifer durch sein Fahrrad auf Distanz zu halten. Mehrfach tritt der Mann dagegen, schleudert es zur Seite. Auch als der Betroffene zu Boden geht, traktiert der Angreifer ihn weiter mit Schlägen und Tritten. Erst als der Begleiter des 25-Jährigen die Polizei alarmiert, lässt der Mann von ihm ab. Schließlich flüchtet der Schläger gemeinsam mit seinem Kumpanen und zwei weiteren Unbekannten. Der Betroffene muss mit Hämatomen am Arm und einer Schwellung am Hinterkopf ambulant behandelt werden.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

28.01.2010 Quedlinburg

Gegen 1:00 Uhr nachts hören ein Punk und sein Begleiter plötzlich jemanden „Scheiß Punker, ihr kriegt gleich ein paar in die Fresse“ schreien. Dann rennen vier schwarz gekleidete und mit Tüchern vermummte Männer aus dem Bahnhofspark auf sie zu und versperren ihnen den Weg. Der Nichtrechte erhält einen Faustschlag ins Gesicht. Als der Punk dazwischen geht, attackieren ihn drei der Unbekannten mit Schlägen und Tritten. Gemeinsam versuchen die Betroffenen, sich gegen die Angreifer zur Wehr zu setzen und können zwei von ihnen in die Flucht schlagen. Einer der verbleibenden Angreifer geht schließlich mit einem Cuttermesser auf dem Punk los und verletzt ihn am Unterarm. Dann flüchten die Unbekannten. Mit einer stark blutenden Schnittverletzung muss der 23-Jährige stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. In der Folge erstattet er Anzeige.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

23.01.2010 Halle

Auf dem Nachhauseweg von der Eröffnungsfeier des Umsonstladens in Glaucha entdeckt ein 28-jähriger Alternativer gegen 2:00 Uhr nachts an einer Straßenbahnhaltestelle ein Plakat der Jungen Nationaldemokraten (JN). Als der 28-Jährige beginnt es zu entfernen, wird er plötzlich von einem daneben stehenden Mann massiv angegriffen. Der Unbekannte versetzt ihm Tritte und wirft aus kurzer Distanz eine Flasche nach ihm, die ihn nur knapp verfehlt. Auch als der Betroffene am Boden liegt schlägt und tritt der Angreifer mit voller Wucht gegen seinen Kopf. Der Alternative ruft immer wieder laut um Hilfe. Als mehrere Passanten angelaufen kommen flüchtet der Angreifer. Ein Bekannter des Betroffenen verfolgt ihn noch ein Stück und beobachtet, wie dieser aus der Entfernung noch den sog. Hitlergruß zeigt. Der Betroffene erstattet noch vor Ort Anzeige.
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Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

18.01.2010 Bad Lauchstädt

Gegen 15:00 Uhr wird ein 13-jähriger Punk vor dem Bahnhof von einem stadtbekannten Rechten auf sein Äußeres angesprochen und u.a. als „Zecke“ angepöbelt. Der 17-Jährige schlägt den alternativen Jugendlichen mehrfach mit der Faust ins Gesicht und gegen den Kopf. Dann drückt er den Betroffenen zu Boden und zieht an seinen Haaren. Der ebenfalls 13-jährige Begleiter des Punks bittet den Angreifer vergeblich aufzuhören. Als er ankündigt die Polizei zu rufen droht ihm der Rechte, dass er dann auch dran sei. Schließlich tritt der Angreifer den Punk, als er gerade weggehen will, noch gegen sein Bein. Die Mutter des Betroffenen erstattet noch am gleichen Tag Anzeige. Der 13-Jährige muss mit Prellungen im Gesicht ambulant behandelt werden.
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