27.12.2025 | Chronik 2025
In der Nacht setzen Unbekannte auf dem Grundstück einer muslimischen Familie zwei leerstehende Wohnwagen in Brand. Beide brennen vollständig aus. Bereits Mitte September war auf eine Gewerbehalle auf demselben Gelände ein Brandanschlag verübt worden. Dem vorausgegangen waren u.a. Drohungen in sozialen Netzwerken.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht
12.09.2025 | Chronik 2025
In der Nacht von Donnerstag zu Freitag, kurz nach Mitternacht, setzen Unbekannte eine Gewerbehalle in Brand, die sich im Umbau zu einem Veranstaltungssaal befindet. Es entsteht erheblicher Sachschaden. In der Folge kann die Polizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen ausfindig machen, gegen den wegen schwerer Brandstiftung ermittelt wird. Bereits im Vorfeld wurden die Besitzer, eine muslimische Familie aus Nordrhein-Westfalen, in sozialen Netzwerken angefeindet sowie extrem rechte Aufkleber auf dem Gelände verklebt.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht
14.06.2025 | Chronik 2025
Kurz nach Mitternacht wird eine Gruppe 15- bis 18-jähriger Jugendlicher in und vor einem Schnellrestaurant rassistisch beleidigt und angegriffen. Als die fünf Jugendlichen das Schnellrestaurant betreten und sich auf Arabisch unterhalten, werden sie von einem unbekannten Mann aus einer vierköpfigen Gruppe heraus nachgeäfft und u.a. aufgefordert, Deutsch zu lernen. Auf dem Parkplatz setzt der Mann die rassistischen Beleidigungen fort, macht sich über ein getragenes Gebetsgewand lustig und greift die Jugendlichen körperlich an. Ein Jugendlicher wird mit dem Kopf gegen eine Wand geschlagen und verletzt, seine Brille wird dabei beschädigt. Ein weiterer Jugendlicher wird gegen ein Auto gestoßen. Als ein 18-Jähriger versucht, die Situation zu beruhigen, wird er mehrfach ins Gesicht geschlagen, geht zu Boden und wird dort weiter mit Schlägen und Tritten attackiert. Er erleidet einen Nasenbeinbruch, ein geplatztes Trommelfell sowie weitere Verletzungen im Gesicht und am Körper. Da keiner der vielen Anwesenden auf dem Parkplatz die Polizei alarmiert, wählen die Betroffenen selbst den Notruf. Die Beamten können den Tatverdächtigen noch vor Ort feststellen. Der 18-Jährige muss operiert und stationär im Krankenhaus behandelt werden.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht
12.05.2025 | Chronik 2025
Knapp vier Wochen vor der angekündigten Demonstration anlässlich des Christopher Street Days in Wernigerode droht ein 20-Jähriger am Abend in einer Kneipe damit, seine Schusswaffe gegen die Teilnehmenden einsetzen zu wollen und behauptet: „70 Schuss habe ich noch!“ Bei einer darauffolgenden Hausdurchsuchung nach Anzeige bei der Polizei finden die Beamten in der Wohnung des Mannes im Stadtteil Hasserode tatsächlich zwei Schreckschusswaffen, eine Softairwaffe und Munition.
Volksstimme, 10.06.25; Mitteldeutsche Zeitung, 14.06.25
09.05.2025 | Chronik 2025
Ein unbekannter Mann ruft in einer Geflüchtenunterkunft an. Er droht gegenüber einer Mitarbeiterin, alle dort lebenden Menschen zu töten und nutzt dabei eine rassistische Bezeichnung für die Geflüchteten. Die Polizei ermittelt.
Landtag Sachsen-Anhalt Drs 8/6423, 22.12.25