24.03.2025 | Chronik 2025
Am Montagnachmittag gegen 13:45 Uhr wird ein Mann im Bereich „Am Taubenbrunnen“ rassistisch beleidigt und angegriffen. Ein Unbekannter bedroht ihn zunächst mit einem Messer und sprüht ihm anschließend Reizgas ins Gesicht. Der Betroffene erleidet dadurch Verletzungen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und konnte den Tatverdächtigen nach einer Öffentlichkeitsfahndung identifizieren.
Polizeirevier Halle 26.06.25
14.03.2025 | Chronik 2025
Am Freitagnachmittag, gegen 16:30 Uhr wird ein 40-Jähriger Nähe der Haltestelle Trotha unvermittelt von einem augenscheinlichen Neonazi angegriffen. Provoziert dadurch, dass der Betroffene das Stacheldrahttattoo auf dessen Stirn belächelt, zieht der Unbekannte direkt vor ihm stehend plötzlich eine Schreckschusswaffe und schießt sofort direkt in sein Gesicht. Nur weil der 40-Jährige sich reflexartig wegdreht, streift die Gaspatrone lediglich sein linkes Ohr, das daraufhin stark zu bluten beginnt. Der Angreifer flüchtet, kann aber kurz darauf durch alarmierte Polizeikräfte gestellt und auch die Waffe sichergestellt werden.
Polizeiinspektion Halle (Saale), 15.03.25/ Landgericht Halle (Saale), 18.03.26
07.03.2025 | Chronik 2025
Am Vorabend des internationalen feministischen Kampftages zieht eine FLINTA-Demonstration mit etwa 150 Teilnehmenden unter dem Motto „Take back the night“ durch die Innenstadt. Die Demonstration richtet sich unter anderem gegen patriarchale Gewalt, Femizide und antifeministische Angriffe. Als der Demonstrationszug den August-Bebel-Platz erreicht, werden Flaschen in Richtung der Versammlung geworfen, mehrere augenscheinliche Jungnazis warten bereits am Platz. Daraufhin wehrt sich der Demonstrationszug verbal, unter anderem mit „Ob Ost, Ob West, nieder mit der Nazipest” und „Macker verpisst euch, keiner vermisst euch.” Die Polizei, die mit einem Großeinsatz vor Ort ist, greift einige Männer aus der angreifenden Gruppe heraus und nimmt deren Personalien auf.
Anlaufstelle Süd, Mitteldeutsche Zeitung/du-bist-halle 08.05.25
17.02.2025 | Chronik 2025
Gegen 12:45 Uhr werden drei 15- bis 18-jährige Schüler einer freien Schule nach ihrem Pauseneinkauf in einem Supermarkt im Stadtteil Trotha von einem augenscheinlichen Neonazi verfolgt, u.a. als „Zecken“, beschimpft und aufgefordert stehenzubleiben. Als die drei weiterlaufen, zieht der Unbekannte einen der Schüler an der Kapuze und nimmt ihn in den Schwitzkasten. Erst nach verbaler Intervention dessen Begleiter lässt der Angreifer zunächst von dem Schüler ab und wechselt die Straßenseite. Dabei hebt der Neonazi mehrmals sein Shirt hoch, sodass die Schüler eine Schusswaffe erkennen können, welche der Täter im Hosenbund trägt. Als die Betroffenen daraufhin zu rennen beginnen, schießt der Angreifer drei Mal aus der mit Stahlkugeln aufmunitionierten Gaspistole auf die Flüchtenden. Eine der Kugeln trifft den 15-Jährigen am Hinterkopf; eine weitere durchschlägt die Jacke seines Begleiters. Der 15-Jährige erleidet eine Rötung und Prellung am Hinterkopf sowie Schmerzen.
Landgericht Halle, 13.01. & 18.03. 26
28.01.2025 | Chronik 2025
Am späten Nachmittag wird eine alternative Jugendliche mit „FCK NZS“-Beutel an der Bushaltestelle Trotha von einem vermummten Neonazi bedroht. Sie war gerade in einen wartenden Bus eingestiegen und hatte sich hingesetzt, als ihr plötzlich ein mit schwarzem Totenkopftuch maskierter Mann von draußen „Scheiß Zecke“ entgegenruft und ihr androht, sie totzuschlagen. Dann zeigt er das „White Power“-Zeichen und geht weg. Die Betroffene erstattet Anzeige.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht