18.11.2023 Braunsbedra (Saalekreis) 

18.11.2023 Braunsbedra (Saalekreis) 

In der Nacht zu Samstag wird eine Unterkunft für Geflüchtete Ziel eines rassistischen Angriffs. Gegen 1 Uhr nachts sprühen Unbekannte zwei etwa einen halben Meter große Hakenkreuze an die Fassade des Mehrfamilienhauses. Zudem werfen die Angreifer mindestens einen Stein auf ein Fenster der Unterkunft. Das Fenster wird dabei beschädigt. Von den Geräuschen werden einige der Bewohner*innen des Hauses wach und sehen noch, wie zwei Personen auf „Krafträdern“ vom Tatort flüchten. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie Sachbeschädigung. 
Polizeiinspektion Halle (Saale)
Mitteldeutsche Zeitung 18.11.2023   

22.09.2023 Bad Lauchstädt (Saalekreis)

22.09.2023 Bad Lauchstädt (Saalekreis)

Am Freitagabend, gegen 21 Uhr werden in der Rudolf-Breitscheid-Straße zwei Männer mit Migrationshintergrund von zwei Unbekannten mit einem Schlagring angegriffen und rassistisch beleidigt. Ein Betroffener wird leicht verletzt.  
Polizeiinspektion Halle (Saale), 23.09.23

17.07.2023 Mücheln (Saalekreis)

17.07.2023 Mücheln (Saalekreis)

Am Abend werden zwei Jugendliche of Color, die sich gerade auf einer Ferienfreizeit am Geiseltalsee befinden, von zwei Unbekannten massiv verbal attackiert und bedroht. Der 17- und die 19-Jährige sind mit ihrer Gruppe einkaufen, als sie von den Tätern sowohl im als auch vor dem Supermarkt gezielt rassistisch angepöbelt und ihnen Schläge angedroht werden. Einer der Täter zeigt den sog. Hitlergruß und es werden entsprechende Parolen gerufen. Weitere Jugendliche aus der Gruppe schreiten ein und verhindern so Schlimmeres. Die Betroffenen bleiben körperlich unverletzt, stehen aber zunächst unter Schock. Sie erstatten Anzeige. Gemeinsam entscheidet die Reisegruppe aus Nordrhein-Westfalen, ihre Ferienfreizeit trotz wahr gewordener Warnungen vor rassistischer Gewalt in Ostdeutschland fortzusetzen.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

24.06.2023 Wernigerode (Harz) 

24.06.2023 Wernigerode (Harz) 

Bei der ersten Pride-Demonstration anlässlich des Christopher-Street-Day im Harz, an der etwa 1000 Menschen teilnehmen, schüttet eine unbekannte Person aus einem Fenster heraus eine stinkende Flüssigkeit, vermutlich Urin oder Gülle, auf Teilnehmende. Eine Teilnehmerin wird davon auf ihren Kopf, Rücken und Rucksack getroffen. Hilfsbereite Menschen geben ihr ein T-Shirt zum Wechseln. Weitere Demonstrierende werden aus einem Auto heraus mit einer stinkenden Flüssigkeit beworfen. Zudem erfolgt ein gezielter Flaschenwurf in Richtung des Umzugs. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte es Drohungen gegen einen der Organisator*innen, eine falsche Absage des CSD im Internet sowie Aufrufe zum Eierwerfen auf die Teilnehmenden gegeben. Am Morgen des CSD hatten die Organisator*innen auf dem Marktplatz als Startpunkt der Demo zahlreiche rechte Aufkleber entdeckt.
Queer.de, 27.06.23