„Wir können und werden Solidarität und Menschenrechte verteidigen“
Mobile Opferberatung in Sachsen-Anhalt ruft angesichts des Wahlergebnisses dazu auf, Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Bedrohungen und Gewalt zu schützen.
Mobile Opferberatung in Sachsen-Anhalt ruft angesichts des Wahlergebnisses dazu auf, Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Bedrohungen und Gewalt zu schützen.
Die gewaltvolle und tödliche Dimension von Queerfeindlichkeit ist durch den mörderischen islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin am Abend des 25. Juli auf brutalste Weise auch außerhalb der betroffenen Communities deutlich geworden. Der Anschlag und viele nachfolgende Reaktionen zeigen, dass Trans- und Queerfeindlichkeit Brückenideologien sind, die antidemokratische, extrem rechte, islamistische und konservative Milieus gleichermaßen verbinden und neue antidemokratische Allianzen entstehen lassen.
Ob Geburtstag, Hochzeit, Gartenparty, Konzert oder Einweihung: Du möchtest einen feierlichen Anlass nutzen, um ein gemeinsames Geschenk zu machen, Gutes zu bewirken oder einfach zu sensibilisieren für die Situation von Betroffenen rechter Gewalt. Wir freuen uns, wenn du deine Feier mit einer Spendenaktion für die Mobile Opferberatung verbindest. Hier geben wir dir Tipps, wie das geht.
Mobile Opferberatung, 21.08.2026
Gemeinsam mit Ihnen und Euch wollen wir Dienstag, den 3. November 2026 in Halle (Saale) auf ein Vierteljahrhundert Projektarbeit zurückschauen, eine Zwischenbilanz ziehen und über Zukunftsperspektiven solidarischer und professioneller Beratung und Unterstützung für Betroffene, ihre An- und Zugehörigen und vulnerable Communities sprechen.
Am Montagabend gegen 20 Uhr werden zwei Jugendliche von drei Männern rassistisch beleidigt und massiv angegriffen. Am Hauptbahnhof rempelt einer der Männer den 15-Jährigen zunächst an der Schulter an. Als beide Gruppen anschließend in die Straßenbahn steigen und der Jugendliche ihn fragt, warum er das getan habe, reagiert der Mann sofort aggressiv, beleidigt die beiden Brüder rassistisch und schlägt den 15-Jährigen mehrfach ins Gesicht. Als der 17-jährige Bruder eingreifen will, wird er von einem zweiten Mann aus der Gruppe festgehalten. Beide gehen dabei zu Boden. An der Haltestelle Pfännerhöhe setzt sich der Angriff fort. Hier steigen zwei der drei Männer aus. Einer der Täter greift dort eine Bierflasche, schlägt sie kaputt und geht mit ihr auf die Jugendlichen los. Während der 15-Jährige außerhalb der Bahn flüchten kann, wird der 17-Jährige mit der abgebrochenen Flasche angegriffen. Er kann sowohl einen Angriff gegen den Bauch als auch gegen den Hals abwehren, erleidet jedoch Verletzungen am Hals und am Bauch. Der vom Straßenbahnfahrer alarmierten Polizei gelingt es, die drei Täter im Alter von 26, 34 und 48 Jahren noch vor Ort festzustellen. Beide Jugendlichen werden verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert und müssen dort stationär behandelt werden. Die Männer sind stark alkoholisiert. Die Polizei ermittelt u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung.
Anlaufstelle Süd (eigener Bericht)