18.06.2021 Seehausen/ Altmark (Landkreis Stendal)

18.06.2021 Seehausen/ Altmark (Landkreis Stendal)

Gegen 22 Uhr beschießt ein Unbekannter fünf Personen hinter dem alten Bahnhofsgebäude per Dauerfeuer mit einem Paintballgewehr. Er trägt eine weiße Robe mit langer spitzer Kapuze, ein Erkennungszeichen des rassistischen und u.a. für Lynch-Morde bekannten Ku-Klux-Klan. Ein 13-jähriger Junge wird an der Schulter getroffen und erleidet ein schmerzhaftes Hämatom. Eine 18-Jährige und ein 20-Jähriger werden am Oberkörper getroffen, der Mann erleidet Schmerzen. Nach einem ersten Moment der Todesangst nehmen zwei der beschossenen Personen die Verfolgung des fliehenden Schützen auf. Ein Mittäter filmt den kompletten Angriff mit höhnischem Kommentar und Beleidigungen. Der Bahnhof gilt als Treffpunkt von als „links“ gelesenen Klima-Aktivist*innen. Die Polizei sucht u.a. mit Straßensperrungen und einem Hubschrauber nach den Tätern.
Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

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05.06.2021 Halle (Saale)

05.06.2021 Halle (Saale)

Gegen 22:30 Uhr wird ein 53-jähriger Schwarzer Mann in der Südstadt rassistisch beleidigt und mehrfach geschlagen. Zeug*innen alarmieren die Polizei. Während der Sachverhaltsaufnahme durch Beamt*innen vor Ort leistet der Beschuldigte erheblichen Widerstand, sodass dem 39-Jährigen Handfesseln angelegt werden müssen.
Polizeiinspektion Halle (Saale), 06.06.21

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21.05.2021 Seehausen/ Altmark (Landkreis Stendal)

21.05.2021 Seehausen/ Altmark (Landkreis Stendal)

Kurz vor Mitternacht dringen etwa zehn Unbekannte gewaltsam durch die Hintertür in den alten Bahnhof ein, der seit gut einem Monat als Infopunkt für eine als „links“ gelesene Waldbesetzung dient. Drei Aktivist*innen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Erdgeschoss aufhalten, alarmieren die Polizei. Als sie gerade in den ersten Stock fliehen, nehmen sie eine Explosion wahr. Von oben hören sie, wie die Angreifer in den Bahnhof stürmen und die Einrichtung sowie den Infopunkt zur Waldbesetzung im Eingangsbereich des Bahnhofes zerstören und „Ihr werdet brennen!“ brüllen. Nach wenigen Minuten flüchten die Angreifer. Vor Ort eintreffende Beamt*innen stellen eine gezündete und eine nicht gezündete Rohrbombe sicher. Daraufhin positioniert die Polizei bis zum Morgen einen Streifenwagen vor der Tür. Nur etwa eine Stunde vor dem Anschlag hatte eine Gruppe augenscheinlich betrunkener Männer ein Loch in die hintere Bahnhofstür getreten.
Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

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05.06.2021 Halle (Saale)

21.05.2021 Seehausen/ Altmark (Landkreis Stendal)

Am frühen Abend wird ein Anfang 40-Jähriger nach Verlassen einer Demonstration gegen eine AfD-Kundgebung plötzlich von hinten attackiert. Er ist gerade mit seiner Begleitung auf dem Weg zum Auto, als ihnen etwa sieben bis acht Männer entgegenkommen und sie auffällig mustern. Unmittelbar nachdem sie an der Gruppe vorbeigegangen sind, hört der Mann hinter sich ein Geräusch. Als er sich daraufhin instinktiv duckt, sieht er einen Mann aus der Gruppe von hinten über sich hinwegspringen. Durch die schnelle Reaktion des Betroffenen streift ihn der Angreifer, der ihn augenscheinlich von hinten anspringen wollte, nur leicht. Nach kurzem Straucheln dreht der Unbekannte sich um und läuft frontal auf die beiden Gegendemonstrant*innen zu. Als diese nicht zurückweichen, flieht er. Auf Fotos von der AfD-Kundgebung können der Betroffene und seine Begleitung den Angreifer später zweifelsfrei als Teilnehmer identifizieren.
Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

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17.05.2021 Seehausen/ Altmark (Landkreis Stendal)

17.05.2021 Seehausen/ Altmark (Landkreis Stendal)

In der Nacht setzen Unbekannte ein direkt vor dem alten Bahnhof stehendes Sofa in Brand. Das Gelände wird seit einigen Wochen als Treffpunkt von Klimaaktivist*innen genutzt, die aufgrund vorangegangener Attacken auf das Gebäude zum Schutz dort auch unregelmäßig übernachten. Die Flammen greifen bald auf das Gebäude über. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und den glücklichen Umstand, dass in dieser Nacht niemand dort schläft, gibt es keine Verletzten. Da das Sofa nahezu komplett verbrennt gehen die Betroffenen und Feuerwehrleute von der Nutzung von Brandbeschleuniger aus.
Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

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16.04.2021 Halle (Saale)

16.04.2021 Halle (Saale)

Am Nachmittag will eine 21-jährige syrische Auszubildende am Hauptbahnhof die Straßenbahn verlassen, als drei ihr namentlich bekannte junge Frauen den Ausstieg versperren. Dann tritt eine der Frauen sie von hinten in die Hacken. Die beiden anderen versuchen, ihr unter rassistischen Beleidigungen das Kopftuch herunterzuziehen. Als dies nicht gelingt, reißen sie der 21-Jährigen den Mundschutz aus dem Gesicht und verletzen sie dabei am Ohr. Schließlich kann die Betroffene die Straßenbahn verlassen und erstattet später Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Beleidigung und Körperverletzung.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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ONLINE-Veranstaltung am 03.05.21: Unsichtbar in der deutschen Hochkultur. (Self-)Empowerment an der Uni zwischen strukturellem Rassismus und Klassismus

ONLINE-Veranstaltung am 03.05.21: Unsichtbar in der deutschen Hochkultur. (Self-)Empowerment an der Uni zwischen strukturellem Rassismus und Klassismus

Präventionsstelle Diskriminierung MLU/ MOB, 12.04.2021

Betroffene von Rassismus und/oder Klassismus haben es schwerer, einen höheren Bildungsweg einzuschlagen und sind folglich an Universitäten seltener vertreten. Gleichzeitig sind sie aber auch in Themen, Perspektiven und Expertisen der universitär gelehrten Inhalte weniger bis kaum repräsentiert. Nicht nur in den Geisteswissenschaften, die sich vor allem mit der Vermittlung der sogenannten Hochkultur unserer Gesellschaft beschäftigen und dadurch ihren Status weiter festigen, stellt das Betroffene vor die zusätzliche Belastung der inhaltlichen Unsichtbarkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung…

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03.04.2021 Halle (Saale)

03.04.2021 Halle (Saale)

Gegen 19:35 Uhr werden in Halle-Neustadt drei Kinder im Alter zwischen 9 und 10 Jahren von einem Unbekannten mit einer Bierflasche beworfen, die ihr Ziel zum Glück verfehlt. Dann beschimpft der Mann die aus Syrien und Afghanistan stammenden Kinder rassistisch. Die vor Ort eintreffende Polizei übergibt den alkoholisierten Angreifer wegen psychischer Auffälligkeiten in ärztliche Obhut. Gegen den 72-Jährigen wird nun wegen versuchter Körperverletzung und Volksverhetzung ermittelt.
Polizeiinspektion Halle, 04.04.21

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05.06.2021 Halle (Saale)

19.03.2021 Magdeburg

Gegen 17:50 Uhr wird ein 34-jähriger Mann aus Nigeria am Olvenstedter Platz von drei Unbekannten rassistisch beleidigt. Als der Betroffene die Männer darauf anspricht, wird er von ihnen angegriffen und geschlagen. Der 34-Jährige erleidet leichte Verletzungen und muss von einer Rettungswagenbesatzung vor Ort behandelt werden. Die Polizei ermittelt gegen drei Beschuldigte im Alter zwischen 27 und 31 Jahren.
Polizeirevier Magdeburg, 22.03.21

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18.03.2021 Halle (Saale)

18.03.2021 Halle (Saale)

Anlässlich des Internationalen Tages der politischen Gefangener findet auf dem Marktplatz am frühen Abend eine linke Kundgebung mit knapp 100 Teilnehmenden statt. Diese fühlen sich zunehmend von dem extrem rechten Aktivisten Sven Liebich gestört, der sich mit antisemitischem Aufdruck auf seiner Gesichtsmaske, Kamera und Presseausweis durch die Menge bewegt und augenscheinlich politische Gegner*innen abfotografiert. Daraufhin versuchen Kundgebungsteilnehmer*innen mit Regenschirmen und Transparenten, Sprechende und Zuhörende abzuschirmen. Davon unbenommen versucht Liebich immer wieder, sich mit geöffnetem Regenschirm voran in und durch die Kundgebung zu drängeln. Dabei wird ein 39-Jähriger mit dem Schirm am Auge verletzt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Transit Magazin, 19.03.21/Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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08.03.2021 Halle (Saale)

08.03.2021 Halle (Saale)

Am Abend sind vier Freund*innen mit ihren Fahrrädern auf dem Marktplatz unterwegs. Als sie zufällig an der rechten „Montagsdemonstration“ um Sven L. sowie anderen Coronaleugner*innen vorbeilaufen, protestieren die Freund*innen spontan verbal. Daraufhin hetzt der Rechte Sven L. seine Anhänger*innen gezielt per Mikrofonansage auf die Gruppe. Ein Demonstrationsteilnehmer rennt der Gruppe bis zur nächsten Straßenkreuzung hinterher und hält eine der Frauen und Person of Color unter aggressiven Rufen am Fahrrad fest. Erst als Polizist*innen dazwischen gehen, lässt der Angreifer von der Betroffenen ab. Im Nachgang macht einer der Polizeibeamten den Betroffenen Mitschuldvorwürfe, indem er artikuliert, sie hätten den Angriff durch ihr Auftreten selbst verursacht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt u.a. wg. Nötigung im Straßenverkehr.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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27.02.2021 Halle (Saale)

27.02.2021 Halle (Saale)

Am späten Nachmittag setzen sich etwa 300 Corona-Leugner*innen, darunter zahlreiche extrem Rechte, nach vorherigen Online-Aufrufen als unangemeldete Demonstration vom Marktplatz in Richtung Reileck in Bewegung. Nachdem die Demonstration in die Ludwig-Wucherer-Straße abgebogen ist, laufen mehrere Teilnehmer unter „Antifa Hurensöhne“-Gesängen und mit Drohgebärden auf in einer Seitenstraße stehende, vermeintliche Antifas zu. Ein Gegendemonstrant wird schließlich von einem Rechten aus der Gruppe mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt u.a. wegen Beleidigung, Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung und Körperverletzung.
Mitteldeutsche Zeitung, 28.02.21/ Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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01.02.2021 Thale (Harz)

01.02.2021 Thale (Harz)

Ein 19-jähriger Student fährt mit drei Freund*innen zum Rathausplatz, um eine Kundgebung von Corona-Leugner*innen und Verschwörungsideolog*innen kritisch zu beobachten. Bereits auf dem Parkplatz werden sie gegen 18:15 Uhr in Sichtweite des Veranstaltungsortes von mehreren Kundgebungsteilnehmer*innen bedrängt und beleidigt. Einer der Unbekannten setzt dabei Pfefferspray gegen die Gruppe Studierender ein. Während es seinen Freund*innen gelingt wegzulaufen wird der 19-Jährige umringt und von einem weiteren Angreifer mit einem Stock mehrmals massiv gegen seinen Kopf geschlagen. Die Angreifer, die sich zwischenzeitlich als Zivilpolizisten ausgeben, packen den am Kopf verletzten Jugendlichen und zwingen ihn, mit zur Kundgebung zu kommen. Dort wird er u.a. als „Systemling“ und „blöder Antifaschist“ beleidigt und weiter angeschrien und bedroht. Dabei wird er auch nach seinen und den Namen und Adressen seiner Freund*innen gefragt. Erst nach mehr als 30 Minuten lässt die Gruppe den Studenten gehen. Aufgrund seiner Kopfverletzungen muss er stationär im Krankenhaus behandelt werden muss. Ein weiterer 19-jähriger Betroffener erleidet Augenreizungen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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01.02.2021 Magdeburg

01.02.2021 Magdeburg

Gegen 16:30 Uhr wird ein 17-Jähriger plötzlich, als er gerade an der Haltestelle Kastanienstraße im Stadtteil Neue Neustadt auf die Straßenbahn wartet, von einem Unbekannten trans- und schwulenfeindlich beleidigt. Dann wird er von dem Mann geschubst und im weiteren Verlauf auch auf den Kopf geschlagen und getreten. Niemand der zahlreichen Passant*innen interveniert. Der Betroffene alarmiert schließlich selbst über Notruf die Polizei und schafft es, sich in einer Seitenstraße zu verstecken, bis Beamte eintreffen. Der Angreifer kann noch vor Ort festgenommen werden. Der 17-Jährige, der nicht das erste Mal aus trans- und schwulenfeindlichen Motiven angegriffen wurde, hat nach dem Angriff Schmerzen am Kopf. Zudem belastet ihn das fehlende Eingreifen der Zeug*innen, welches er als Legitimation für den Angriff begreift, psychisch sehr.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

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22.01.2021 Magdeburg

22.01.2021 Magdeburg

Gegen 23 Uhr läuft ein 23-jähriger Student mit zwei Freund*innen die Hegelstraße entlang, als zwei junge, biertrinkenden Männer sie plötzlich schwulenfeindlich kommentieren. Auf Rückfrage des Studenten wiederholt einer der Unbekannten seine schwulenfeindliche Äußerung. Der 23-Jährige erwidert, dass das ziemlich geistlos wäre und er lieber nicht so viel Alkohol trinken solle. Der Angesprochene reagiert aggressiv und leert seine Bierflasche in Richtung des Studenten aus. Weil jetzt ein Bekannter der beiden Männer hinzukommt beruhigt sich die Situation. Als die drei Freund*innen daraufhin genervt weitergehen wollen schlägt ihm der Unbekannte unvermittelt die geleerte Bierflascheins Gesicht. Der 23-Jährige erleidet eine große, stark blutende Platzwunde, welche im Krankenhaus genäht werden muss. Da der Täter sich bei dem Schlag selbst an der Hand verletzt hat, kann die Polizei den Angreifer nach Hinweis des Betroffenen später in der Notaufnahme fassen.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

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„Hessens Landesregierung muss besondere Verantwortung für Opfer von Rechtsterrorismus übernehmen: Politische Dimension des Anschlags von Hanau wird ausgeblendet“

„Hessens Landesregierung muss besondere Verantwortung für Opfer von Rechtsterrorismus übernehmen: Politische Dimension des Anschlags von Hanau wird ausgeblendet“

VBRG e.V., 18.01.2021

Gemeinsam mit den Hinterbliebenen und Überlebenden des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau fordern Unterstützungsinitiativen und Opferberatungsstellen seit Monaten die Schaffung eines hessischen Fonds für Opfer von Rechtsterrorismus, Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt. Aufgrund der politischen Bedeutung von Rechtsterrorismus und als Zeichen der staatlichen Solidarität existieren in Bayern, Berlin und Thüringen entsprechende Entschädigungsfonds u.a. für Überlebende des Oktoberfestattentats, die Hinterbliebenen des NSU-Terrors und für Opfer rechter Gewalt.

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18.01.2021 Bitterfeld-Wolfen

18.01.2021 Bitterfeld-Wolfen

Während der Dämmerung gegen 16:30 Uhr verlässt eine hochschwangere Schwarze Frau nach dem Einkauf einen Supermarkt. Auf dem Parkplatz warten zwei weiße, ihr unbekannte Männer, die ihr schon während des Einkaufens durch bedrohliche Blicke ihr gegenüber aufgefallen waren. Die Schwangere wird auf ihrem Nachhausweg von den Männern verfolgt, rassistisch beleidigt und bedroht. Die Angreifer lassen nicht von ihr ab und werfen gezielt mehrere Steine in Richtung der Betroffenen. Diese wird von einem Stein am Bein getroffen. Daraufhin entfernen sich die Unbekannten. Die Betroffene erstattet Anzeige, der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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30.12.2020 Magdeburg

30.12.2020 Magdeburg

Um 13 Uhr wartet eine Hijab tragende Frau mit ihrer Schwägerin im Auto neben einer Straßenbahn an der Haltestelle Westring an einer roten Ampel. Ein unbekannter Mann steigt aus der Bahn und geht mit aggressiven Handbewegungen vor ihrem Auto vorbei. Dabei bedeutet er ihnen mit „Scheibenwischer“-Geste seine Missbilligung,starrt die Frauen dabei haßerfüllt an und macht weitere Kommentare, die aufgrund der geschlossenen Fenster unverständlich bleiben. Schließlich zieht der Mann unvermittelt eine Schusswaffe und zielt auf die Frauen. Beim Eintreffen der von den Betroffenen alarmierten Polizei beleidigt der Täter gegenüber den Beamt*innen die beiden Frauen antimuslimisch. Der polizeiliche Staatschutz ermittelt.
Polizeirevier Magdeburg, 10.02.21/ Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

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„Hessens Landesregierung muss besondere Verantwortung für Opfer von Rechtsterrorismus übernehmen: Politische Dimension des Anschlags von Hanau wird ausgeblendet“

„Alle, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus einsetzen, sollten den Nebenkläger*innen für ihren Mut und ihr gesellschaftliches Engagement dankbar sein.”

VBRG e.V., 18.12.2020

Zur Urteilsverkündung im Prozess zum mörderischen antisemitisch, rassistisch und misogyn motivierten Attentats in Halle (Saale) stellen der Verband der Opferberatungsstellen, der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) e.V., OFEK e.V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung sowie die prozessbegleitenden Dokumentations- und Rechercheplattformen NSU Watch, Zentrum für demokratischer Widerstand e.V. – democ.de und Belltower News die Forderungen der Überlebenden des Attentats durch die gemeinsame Veröffentlichung ihrer Schlussworte in den Mittelpunkt. Und sie erinnern an eine der zentralen Bitten der Überlebenden: dass die Berichterstattung auf die Namensnennung des Täters verzichtet und dabei dem Beispiel der neuseeländischen Medien zum Christchurch Attentat folgt.

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27.09.2020 Halle (Saale)

27.09.2020 Halle (Saale)

Gegen 3 Uhr nachts wird in Halle-Südstadt ein 31-jähriger Schwarzer an einer Tankstelle von zwei Unbekannten rassistisch beleidigt und schließlich auch mit Pflastersteinen und einem Verkehrsschild massiv körperlich attackiert. Der 31-Jährige erleidet u.a. eine offene Kopfplatzwunde sowie eine Unterarmfraktur und muss im Krankenhaus behandelt werden.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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