29.12.2021 Naumburg (Burgenlandkreis)

29.12.2021 Naumburg (Burgenlandkreis)

Gegen 22 Uhr klingelt es an der Tür eines 43-jährigen Punks. Als er vor der Wohnungstür niemanden sieht, geht der 43-Jährige zur Haustür und trifft dort auf drei Rechte. Zwei der Männer halten den Punk so an seinen Armen fest, dass er sich nicht mehr wehren kann. Der Dritte schlägt ihm nach der Ansage „Das hast du jetzt davon!“ mehrfach massiv mit der Faust ins Gesicht. Dann lassen die Angreifer den erheblich Verletzten im Hausflur zurück. Dem 43-Jährigen gelingt es schließlich, sich in seine Wohnung zu schleppen, wo anwesende Freunde Polizei und Notarzt alarmieren. Der Betroffene muss noch am selben Abend notoperiert und eine Woche stationär im Krankenhaus versorgt werden. Neben einem Bruch der Augenhöhle wird auch ein massiver Bluterguss diagnostiziert. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Seitdem vor zweieinhalb Jahren im Erdgeschoss seines Wohnhauses die mit extrem rechter Symbolik werbende Kneipe „Lokal 18“ eröffnet worden war, war der Punk mehrfach bedroht worden.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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20.12.2021 Halle (Saale)

20.12.2021 Halle (Saale)

Mehrere Fotograf*innen dokumentieren in den Abendstunden in der Nähe vom Riebeckplatz eine Demonstration der verschwörungsideologischen “Bewegung Halle”. Plötzlich wirft jemand aus der Demonstration eine Glasflasche in Richtung der Beobachtenden. Die Flasche landet etwa einen Meter neben einem Fotografen und zersplittert beim Aufprall am Boden.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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06.12.2021 Magdeburg

06.12.2021 Magdeburg

Während einer unangemeldeten – von der Polizei weitestgehend unbehelligten – Demonstration von über 1000 Coronaleugner*innen durch die Innenstadt wird ein Gegendemonstrant und Mitglied des Bündnisses Solidarisches Magdeburg von Teilnehmern attackiert. Der 30-Jährige hatte gegen 19 Uhr am Hundertwasserhaus lautstark das gemeinsame Demonstrieren mit Nazis problematisiert, als er sofort von Teilnehmenden bedroht und beleidigt wird. Dann rennt ein Unbekannter aus einer Gruppe männlicher Teilnehmer direkt auf ihn zu, schreit „Den mach ich kalt!“ und schlägt auf ihn ein. Dem Betroffenen gelingt es, den alkoholisierte Mann abzuwehren, bis plötzlich ein weiterer Unbekannter hinzukommt und ihn mit Schlägen und Tritten attackiert. In der Hoffnung auf Hilfe zieht sich der Betroffene in Richtung eines Imbiss zurück, wird aber noch von dem weiter tretenden Angreifer verfolgt. Niemand der zahlreichen Umstehenden kommt dem Betroffenen zu Hilfe. Stattdessen artikulieren einigen ihre Zustimmung zum Angriff oder geben dem 30-Jährigen offen die Schuld dafür. Entmutigt, fassungslos und leicht verletzt zieht sich der Betroffene zurück. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Solidarisches Magdeburg, 09.12.21/ Anlaufstelle Süd (eigener Bericht)

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27.11.2021 Braunsbedra (Saalekreis)

27.11.2021 Braunsbedra (Saalekreis)

Als ein 54-jähriger Mann mit Fluchtgeschichte gegen 16 Uhr am Geiseltalsee entlangradelt bemerkt er drei unbekannte junge Männer, die ihn mit ihren Fahrrädern überholen und plötzlich anhalten. Sie versperren dem Betroffenen den Weg und beleidigen ihn rassistisch. Einer bedroht den 54-Jährigen mit einem Cuttermesser und schreit ihn an, dass er ihn fertig mache. Als der Betroffene auf dem Fahrrad flüchtet, verfolgt ihn das Trio noch eine Weile. In der Folge erstattet er Anzeige gegen Unbekannt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Bedrohung und Beleidigung.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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16.11.2021 Naumburg (Burgenlandkreis)

16.11.2021 Naumburg (Burgenlandkreis)

Kurz nach 18 Uhr werden ein 23-jähriger Syrer und seine 21-jährige Bekannte aus Afghanistan auf dem Weg zum Markt unvermittelt von einer Unbekannten rassistisch beschimpft. Als die beiden sie zu ignorieren versuchen, beleidigt die Frau sie erneut rassistisch und spuckt dem 23-Jährigen schließlich mehrfach ins Gesicht. Als der Betroffene beginnt, die Angreiferin mit seinem Handy zu filmen, schlägt die Frau ihm gegen seinen Oberkörper und entfernt sich dann mit ihren beiden Hunden. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.
Polizeirevier Burgenlandkreis, 17.11.21

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12.11.2021 Magdeburg

12.11.2021 Magdeburg

Am Abend werden zwei 24- und 42-jährige Rettungssanitäter*innen während eines Einsatzes im Bereich des Südrings von einem 31-Jährigen beleidigt und körperlich attackiert. Bei ihrem Versuch, den stark alkoholisierten, hilflos auf der Fahrbahn liegenden Mann medizinisch zu versorgen, beleidigt der 31-Jährige die beiden, tritt nach ihnen und skandiert u.a. antisemitische Parolen. Die Polizei muss den Mann schließlich mit Handfesseln fixieren. Dann wird er in einem Krankenhaus behandelt. Es werden mehrere Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingeleitet, u.a. wegen Körperverletzung.
Polizeirevier Magdeburg, 13.11.21

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Verbesserter Opferschutz, humanitäres Bleiberecht und effektive Strafverfolgung

Verbesserter Opferschutz, humanitäres Bleiberecht und effektive Strafverfolgung

VBRG e.V., 25.10.2021

Die zukünftige Bundesregierung muss den Schutz vor rassistischer, antisemitischer und rechter Gewalt aus Respekt vor tausenden Betroffenen ernst nehmen und verbessern – durch konkrete Maßnahmen in den Ressorts Inneres, Justiz und Familie.

„Auch zwei Jahrzehnte nach dem rassistischen Mord an Enver Şimşek, die den Anfang der rassistischen Mordserie des NSU markiert und zehn Jahre nach der Selbstoffenbarung des NSU-Kerntrios gegenüber Polizei und Öffentlichkeit, ist rassistische und antisemitische Gewalt allgegenwärtig. Und noch immer lässt der Rechtsstaat die Betroffenen allzu oft im Stich.“

Unser Dachverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.) untermauert im Folgenden die aus der langjährigen Beratungspraxis entwickelten, zahlreichen Forderungen.

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03.10.2021 Halle (Saale)

03.10.2021 Halle (Saale)

Gegen 18:30 Uhr bemerkt eine alternative junge Frau am Eingang zum Gelände des soziokulturellen Zentrums „Reilstraße 78“ im Stadtteil Trotha, wie ein Unbekannter an dem geschlossenen Tor rüttelt. Als sie die Person anspricht, wird sie mit „Verpiss Dich!“ angeschrien, woraufhin sie erstmal mit dem Fahrrad Abstand gewinnt, allerdings noch einen Begleiter des Unbekannten wahrnimmt. Wieder zurück stellt sie am Eingang des Zentrums mehrere frisch geklebte, extrem rechte Sticker fest. Als die 25-Jährige etwas später gemeinsam mit einer Freundin Richtung Reileck radelt, hört sie kurz hinter der Haltestelle Kurallee unvermittelt von der anderen Straßenseite, wie jemand „Verpisst Euch endlich!“ schreit. Als die junge Frau zur besseren Orientierung anhält, rennt der Mann schon mit „Verpiss Dich, sonst knallt´s!“-Ruf aggressiv auf sie zu. Die Betroffene versucht mit dem Rad zu flüchten, kann aber aufgrund der Steigung nicht schnell genug anfahren. Deshalb lässt sie ihr Rad zurück und rennt los, bereits dicht gefolgt von dem Angreifer. Sie stürzt kurz zu Boden, kann aber schnell wieder aufstehen und entkommen. Der Unbekannte hebt ihr Rad auf und ruft ihr noch hinterher, dass er es behalte. Die Betroffene erstattet Anzeige.
Bis zum frühen Abend hatten zahlreiche Menschen aus der Zivilgesellschaft verhindert, dass vor allem lokale Rechte und Coronaleugner*innen um den Neonazi Sven Liebich an zwei Tatorten des rechtsterroristischen Anschlags vorbeilaufen konnten. Zu dem Aufmarsch, der durch das angrenzende Paulusviertel führte, war in extrem rechten Telegramgruppen bundesweit mobilisiert worden.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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01.10.21 Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel)

01.10.21 Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel)

Am frühen Abend werden ein 20-jähriger Antifa und seine Freundin beim Betreten eines Supermarktes durch einen Unbekannten mit Blicken fixiert. Als sie die Filiale nach ihrem Einkauf verlassen, kommt der Mann auf sie zu, drängt den 20-Jährigen in eine Ecke und beginnt, abfällige Bemerkungen zu dessen Antifa-Pullover zu machen. Erst als offensichtliche Bekannte des Angreifers ihn darum bitten aufzuhören, lässt der Angreifer mit einem Schlag in den Nacken von dem Antifaschisten ab. Der Betroffene erstattet noch vor Ort Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

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18.09.2021 Halle (Saale)

18.09.2021 Halle (Saale)

Kurz nach Mitternacht wird ein 30-jähriger Afghane in der Mansfelder Straße von zwei Unbekannten nach einer Zigarette gefragt. Er gibt ihnen eine und will mit seinen Begleitern weiterlaufen, wird aber von den Männern zur Herausgabe weiterer Zigaretten aufgefordert. Als der 30-Jährige das ablehnt, wird er von den Unbekannten rassistisch beleidigt und schließlich mit Schlägen attackiert. Als durch Zufall Polizeibeamt*innen darauf aufmerksam werden, gehen sie sofort dazwischen. Der verletzte Betroffene muss zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei ermittelt gegen einen 21- und einen 23-jährigen Hallenser.
Polizeirevier Halle, 18.09.21

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01.09.2021 Halberstadt (Landkreis Harz)

01.09.2021 Halberstadt (Landkreis Harz)

Am Mittag wird ein Paketbote beim Versuch, eine Bestellung auszuhändigen, bereits vor der Haustür und dann im Treppenhaus von der ihm unbekannten Adressatin so massiv angeschrien und rassistisch beleidigt, dass er die Zustellung abbricht und das Haus verlässt. Nachdem der 24-jährige Syrer ein Paket im Nachbarhaus zugestellt hat und die Frau erneut aggressiv und schreiend auf ihn zuläuft, flüchtet der Bote in sein Lieferfahrzeug und verriegelt die Türen. Daraufhin hämmert die Frau auf seine Motorhaube, beleidigt ihn erneut rassistisch und bedroht ihn. Als ein Passant, den die Frau um Hilfe gebeten hatte, sich jetzt ebenfalls bedrohlich vor seinem Auto aufbaut, ruft der 24-Jährige die Polizei. Diese kann die Situation vor Ort schließlich auflösen und die polizeibekannte Täterin wegschicken. Der Betroffene erstattet Anzeige wegen Beleidigung und Bedrohung und gibt in der Folge seinen Job als Paketbote auf.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

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30.08.2021 Bernburg (Salzlandkreis)

30.08.2021 Bernburg (Salzlandkreis)

Gegen 13 Uhr werden ein Stadtratsmitglied der Grünen und dessen erwachsener Sohn nach dem Austausch eines demolierten Wahlplakats an einer Fußgängerbrücke am Saalplatz plötzlich von einem unbekannten Mann angeschrien, es doch gleich wieder runterzunehmen. Der Sohn fordert den Unbekannten auf, nach Hause zu gehen. Kurz darauf kommt der Mann in offensichtlicher Angriffsabsicht auf den 30-Jährigen zu. Sein Vater geht dazwischen,und wird mehrfach gegen den Körper geschlagen. Dann entfernt sich der Angreifer. Der 66-jährige Stadtrat wird leicht verletzt. Wenig später kehrt der Täter zurück, reißt das neue Wahlplakat herunter, drückt es zusammen und läuft damit davon. Der Grünenpolitiker erstattet Anzeige.
Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

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22.08.2021 Merseburg (Saalekreis)

22.08.2021 Merseburg (Saalekreis)

An einer Tankstelle neben der Bundesstraße 91 wird ein 33-jähriger Syrer gegen 1:30 Uhr nachts plötzlich von zwei Männern und einer Frau aufgefordert, in sein Land zurückzugehen. Dann schlägt ihm einer der Unbekannten mit der Faust ins Gesicht. Schließlich flüchtet das Trio mit einem Auto. Der Betroffene muss mit Hämatom am linken Auge medizinisch versorgt werden. Er erstattet noch in der Nacht Anzeige.
Polizeiinspektion Halle (Saale), 22.08.21

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21.08.2021 Querfurt (Saalekreis)

21.08.2021 Querfurt (Saalekreis)

Am Nachmittag wird der Mitarbeiter eines Impfteams auf dem Gelände der Burganlage von Coronaleugnern angegriffen. Der 45-Jährige hatte während des Burgfestes mit seinen Kolleg*innen ein mobiles Angebot betreut, als ein mehrfach einschlägig vorbestrafter Neonazi und seine drei Begleiter ihre Arbeit zu behindern versuchen. So filmt der Neonazi die Mitarbeitenden des Impfteams mit einem Handy, relativiert die Shoa und behauptet, die Leute sollten totgespritzt werden. Da er damit trotz Aufforderung nicht aufhört, entreißt ihm der 45-Jährige das Handy und wirft es auf das Dach eines angrenzenden Schuppens. Daraufhin wird er von den Coronaleugnern massiv attackiert und zu Boden gestoßen. Außerdem nehmen sie ihm einen Autoschlüssel sowie ein paar Handschuhe weg und werfen diese ebenfalls auf das Flachdach. Die herbeigerufene Polizei nimmt die Personalien der Beteiligten auf und ermittelt wegen Beleidigung und Körperverletzung. Einer der Angreifer erstattet mit der Behauptung, der Betroffene habe ihn angegriffen ebenfalls Anzeige. Kurz darauf veröffentlicht der Neonazi das Video auf seinem Telegram-Kanal, woraufhin ungehindert gegen den Betroffenen gehetzt oder sich darüber ausgetauscht wird, wie seine Identität geklärt und er erneut angegriffen werden könne.
Polizeiinspektion Halle, 22.08.21/ Mitteldeutsche Zeitung, 23.08.21

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18.08.2021 Köthen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)

18.08.2021 Köthen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)

Bei einer Bürger*innensprechstunde werden eine Landtagsabgeordnete der Partei DIE LINKE und Mitarbeiter*innen ihres Wahlkreisbüros in Köthen am Vormittag auf dem Holzmarkt von zwei Rechten attackiert. Zuerst wirft eine Frau Infomaterial auf den Boden. Dann stößt ihr Begleiter, ein augenscheinlicher Neonazi, den Infotisch samt Sonnenschirm um. Schließlich bedroht der Mann die Anwesenden mit einer Stange und beschimpft sie als „deutschenfeindliche Dreckschweine“. Die Betroffenen erstatten Anzeige.
Mitteldeutsche Zeitung/ MDR/ DIE LINKE Sachsen-Anhalt, 18.08.21

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15.08.2021 Halle (Saale)

15.08.2021 Halle (Saale)

Am frühen Sonntagmorgen greifen zwei Unbekannte Aktivist*innen des seit zwei Wochen auf dem Hallmarkt stattfindenden zweiten „Klimacamp Ost“ von Fridays for Future an. Kurz nach 5 Uhr früh zerschneidet ein Mann mit einem Messer drei Seile einer auf dem Platz aufgebauten Jurte, in dem zu diesem Zeitpunkt zwei Jugendliche schlafen. Dann werden die insgesamt vier anwesenden jungen Klimaaktivistinnen von ihm und seinem ebenfalls offensichtlich alkoholisierter Begleiter mit wissenschaftsfeindlichen Aussagen u.a. zu Corona und dem Klimawandel behelligt und ihr Engagement in Frage gestellt. Die Campteilnehmer*innen werden beschimpft und mit mitgeführten Flaschen bedroht. Einem Sprecher des Camps wird gedroht, ihn abzustechen. Schließlich trifft die vom Sprecher alarmierte Polizei vor Ort ein, nimmt die Personalien der Täter auf und erteilt ihnen Platzverweise. Gegen die Männer wird u.a. wegen Sachbeschädigung und Bedrohung ermittelt. Erst am Samstag vor einer Woche hatte ein Unbekannter Klimaaktivist*innen auf dem Hallmarkt „Ihr lebt nicht mehr lange“ zugerufen, nachdem er zunächst zwei unbeteiligten Passant*innen in den Rücken getreten hatte.
Mitteldeutsche Zeitung/ Du bist Halle, 15.08.21

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11.08.2021 Halle (Saale)

11.08.2021 Halle (Saale)

Gegen 19 Uhr ist ein 25-jähriger Mann aus Mali gerade mit seinem Fahrrad in der Rathausstraße unterwegs, als sich ihm plötzlich ein Unbekannter in den Weg stellt und ihn anschreit, was er hier mache. Als der 25-Jährige versucht, an ihm vorbeizukommen, schlägt der Mann ihm unvermittelt so massiv eine Bierflasche auf den Kopf, dass sie zerbricht. Dann schlägt der Unbekannte ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Erst als der Betroffene sich zu wehren versucht, geht ein Begleiter des Unbekannten dazwischen und trennt die beiden. Als der Angreifer schließlich erneut auf den 25-jährigen einschlagen will kann dieser sich erfolgreich zur Wehr setzen. Schließlich eilen Passanten hinzu und alarmieren die Polizei. Daraufhin flüchten die Unbekannten. Der Betroffene muss mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren und dort ambulant behandelt werden. Er erleidet eine Nasenbeinfraktur, eine Platzwunde und Hämatome. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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31.07.2021 Magdeburg

31.07.2021 Magdeburg

Kurz vor Mitternacht ziehen etwa 10, größtenteils schwarz und mit Symbolen der extrem rechten Kameradschaft „Wolfsschar“ bekleidete Neonazis zum Libertären Zentrum ((L!Z)) im Stadtteil Salbke, grölen rechte Parolen, skandieren Sprüche gegen die Antifa und rufen Beleidigungen gegen die Bewohner*innen. Zudem werfen sie Flaschen gegen die Fassade des selbstverwalteten Wohn- und Projekthauses, reißen daran Poster ab und bringen stattdessen zahlreiche rechte Sticker an. Erst als Bewohner*innen beginnen, die Angreifer zu fotografieren entfernen sich die Angreifer.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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Ausschreibung eines Werkvertrags zur Unterstützung unserer Öffentlichkeitsarbeit

Ausschreibung eines Werkvertrags zur Unterstützung unserer Öffentlichkeitsarbeit

Mobile Opferberatung, 30.07.2021

Wir suchen eine Person für die konzeptionelle Weiterentwicklung und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit (ÖA) bei der Mobilen Opferberatung in Trägerschaft von Miteinander e.V. Auf Grundlage einer Analyse der bisherigen ÖA und angepasst an die Ressourcen des Projekts sollen konkrete Vorschläge und Arbeitshilfen zur besseren Zielgruppenerreichung, Vermittlung von Betroffenenperspektiven und -forderungen, Verbreitung unserer Monitoringergebnisse zu rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Sachsen-Anhalt sowie Sichtbarmachung unserer Erinnerungsarbeit zu Todesopfern rechter Gewalt erstellt werden.
Die Angebotsfrist endet am 27.08.2021.

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26.06.2021 Halle (Saale)

26.06.2021 Halle (Saale)

In der Südlichen Innenstadt, am Rannischen Platz, sitzen gegen 3 Uhr nachts fünf augenscheinlich Alternative, als sich ihnen zwei Unbekannte nähern. Einer fragt die Gruppe „Seid Ihr Zecken?“, was sie bejahen. Die Antwort auf die Frage „Habt Ihr was gegen Nazis?“ wartet der Angreifer nicht mehr ab, sondern schlägt einem der Alternativen gegen seine Schulter. Als ein Freund schlichten will wird er erst geschubst und dann massiv mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Betroffene flüchtet, wird aber von dem Angreifer verfolgt, der ihm noch von hinten ein Bein stellt, aber schließlich umdreht. Nun wirft der zweite Unbekannte mehrere Glasflaschen in Richtung der Gruppe und bedroht sie. Die Betroffenen rufen die Polizei, die beide Angreifer noch vor Ort antrifft. Der 30-Jährige muss mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, wo ein doppelter Kieferbruch diagnostiziert wird. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher und einfacher Körperverletzung sowie Bedrohung.
Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

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