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VERANSTALTUNGSREIHE „Rechtspopulismus im Fokus. Ursachen, Wirkungen und (Gegen-)Strategien“ – veranstaltet von der Hochschule Merseburg

Datum:
19.04.2017
Ort:

Ständehaus
Oberaltenburg 2
06217 Merseburg (Saale)

Es herrscht in Teilen der Gesellschaft das Gefühl, nicht mehr so sein zu dürfen, wie man ist. Ohnmacht, Souveränitätsverlust und eine abstrakte Sorge um die eigene Identität werden demnach als Folgen einer generellen „Volksvergessenheit der Eliten“ verstanden. Die rechtspopulistische Formulierung einer solchen Bedrohungs- und Krisenlage verfängt offensichtlich und führt zu ressentimentgeladenen Protesten, wobei die Themen Migration, Geflüchtete und „Islam“ ein besonderes Mobilisierungs und Empörungspotential entfalten.

Auf welche weltanschaulich-ideologischen Einstellungen können PEGIDA, AfD und Co. aufbauen? Ist die politische Kommunikation zwischen den im Bundestag vertretenen Parteien und der Bevölkerung gestört? Welche Antworten können Akteure der Parteien, Medien und Zivilgesellschaft geben?

Die Hochschule Merseburg lädt herzlich zu einer Veranstaltungsreihe in Merseburg zum Thema Rechtspopulismus ein. Diese besteht aus Vorträgen mit anschließender Diskussion. Ziel ist es, wissenschaftliche Befunde und Debatten vorzustellen und einen Dialog zwischen Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit zu ermöglichen. Das politische Phänomen Rechtspopulismus wird dabei einerseits theoretisch beleuchtet, andererseits werden Handlungsmöglichkeiten gegen Ideologien diskutiert, die bestimmte Menschen prinzipiell abwerten und eine offene Gesellschaft in Frage stellen.

Eine Veranstaltungsreihe (Vortrag und Diskussion) der Hochschule Merseburg, Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur, in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt und mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Merseburg

Termine:
19.04.2017, 18:00 Uhr
„Das Volk“ als höchstes Prinzip? Begriffsbestimmung, ideologische Grundlagen und Erscheinungsformen des Rechtspopulismus.
Vortragender: Dr. Marcel Lewandowsky, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

16.05.2017, 18:00 Uhr
Von Spaltungen und Feindseligkeiten. Rechte Einstellungen in der ‚Mitte‘ der Gesellschaft?
Vortragende: Dipl. Soz. Daniela Krause, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung Universität Bielefeld, Co-Autorin der „Mitte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung

24.05.2017, 18:00 Uhr
„Denen da oben“ mal einen Denkzettel verpassen. Die Wählerklientel rechtspopulistischer Parteien in Westeuropa.
Vortragender: Dr. Carl Berning, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Innenpolitik/Politische Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

31.05.2017, 18:00 Uhr
Kulturkampf von rechts: Schwingt das Pendel zurück? Globalisierung als Bedrohungsszenario, Abstiegsangst, Nationalismus und Kulturkampf als Grundlagen des Rechtspopulismus.
Vortragender: Helmut Kellershohn, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung

07.06.2017, 17:30 Uhr
Gegen Demagogie: Bildung für die offene Gesellschaft Interventionsmöglichkeiten aus Sicht der politischen Bildung sowie aus Sicht der Sozialen Arbeit
Vortragende: Prof. Dr. Andreas Petrik, Didaktik der Sozialkunde/ Politische Bildung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Dr. Björn Milbradt, Leiter der Fachgruppe „Politische Sozialisation und Demokratieförderung“, Deutsches Jugendinstitut

14.06.2017, 18:00 Uhr
Der Schoß ist fruchtbar noch. Was also tun? – Abschlusspodium: Handlungsmöglichkeiten und Intervention, gesellschaftliche Diskursverschiebungen
Vortragende: mit David Begrich, Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. in Magdeburg, Katharina Nocun, Bürgerrechtlerin und Publizistin und Sebastian Striegel, MdL Sachsen-Anhalt

Veranstaltungsflyer

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