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FACHSYMPOSIUM: Antisemitismus an der Schule – ein beständiges Problem? Handlungsstrategien und Empowermentkonzepte – veranstaltet von Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment, ZWST

Datum:
24.10.17
Ort:

Berlin

Welche Herausforderungen erleben Lehr- und Fachkräfte in Bezug auf Antisemitismus? Was brauchen sie, um gegenwärtige Tendenzen zu erkennen und antisemitischen Vorfällen nachhaltig vorzubeugen? Welche Konzepte der Intervention und Prävention werden benötigt, um sowohl der Vorbeugung als auch dem Schutz der Betroffenen in der Schule gerecht zu werden? 

Das diesjährige Fachsymposium stellt ausgewählte Prävention- und Empowermentkonzepte zur Diskussion und lässt Expert*innen wie auch Betroffene zu Wort kommen.

Antisemitische Vorfälle an deutschen Schulen erreichen in Bezug auf ihre Häufigkeit und Intensität bundesweit ein neues Ausmaß. Die Ergebnisse der Befragung im Rahmen des zweiten Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus geben Aufschluss darüber, wie sich die Situation für die Betroffenen darstellt. Dabei ist es in besonderer Weise die Institution Schule, die vom Großteil der Befragten als „unsicher“ erlebt wird, als Ort, an dem die Konfrontation mit Antisemitismus nahezu normalisiert ist. Es besteht demnach ein immenser Bedarf an fachlicher Unterstützung der Lehrkräfte sowie die Notwendigkeit, den pädagogisch Verantwortlichen qualifizierte Weiterbildungs- und Supervisionsangebote zu unterbreiten.

 

Programm
1. Tag (24. Oktober 2017) 

14.00 Uhr – Eröffnung

Sandra Scheeres, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (angefragt)
Heiko Geue, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Benjamin Bloch, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)

14.30 Uhr – Antisemitismus an der Schule – thematische Hinführung
Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum, ZWST

14.45 Uhr – Open Space

15.15 Uhr – Pause

15.30 Uhr – Symposium 1: Sprechen und Schweigen über Antisemitismus – Bestandsaufnahme und Alltagsrelevanz
Saraya Gomis, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Julia Bernstein, Frankfurt University of Applied Sciences
Gemma Michalski, Berlin
Martin Seelig, Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien
Moderation: Patrick Siegele, Anne Frank Zentrum

17.00 Uhr – Pause

17.30 Uhr – Symposium 2: Empirische Annäherungen und Situationsanalyse
Deidre Berger, American Jewish Committee, Berlin
Meron Mendel, Bildungsstätte Anne Frank
Michal Schwartze, Gymnasium, Frankfurt am Main
Moderation: Rosa Fava, Fellow Jüdisches Museum Berlin

19.00 Uhr – Abendessen

20.30 Uhr – Lesung mit der Autorin Eva Lezzi: „Die Jagd nach dem Kidduschbecher“
Moderation: Sergey Lagodinsky, Heinrich Böll Stiftung/ Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

 

 2. Tag (25. Oktober 2017) 

09.00 Uhr – Morgenrunde
Viktorija Kopmane, Kompetenzzentrum, ZWST

09.30 Uhr – Symposium 3: Erfassung antisemitischer Vorfälle und Betroffenenberatung
Benjamin Steinitz, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin
Miriam Burzlaff, ju:an Praxisstelle, Amadeu Antonio Stiftung
Romina Wiegemann, Kompetenzzentrum, ZWST
Moderation: Nissar Gardi, EMPOWER, Arbeit und Leben DGB/VHS Hamburg

11.00 Uhr – Pause

11.30 Uhr – Symposium 4: Interventionsstrategien und (pädagogische) Handlungsoptionen
Daniel Botmann, Zentralrat der Juden in Deutschland
Andrés Nader, RAA Berlin
Dervis Hizarci, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus
Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum, ZWST
Moderation: Christiane Friedrich, Perspektivwechsel Plus, ZWST

13.30 Uhr – Mittagessen

15.00 Uhr – Erfahrungsräume

1) ACT – ein neues Schulungs- und Beratungsprogramm zum Umgang mit Antisemitismus
Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum, ZWST

2) OFEK – neue Beratungsstelle für Antisemitismuserfahrene
Romina Wiegemann/ Viktorija Kopmane, Kompetenzzentrum, ZWST

3) Anders Denken. Politische Bildung gegen Antisemitismus
Anne Goldenbogen, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus

4) Antisemitische Vorfälle an Schulen – Herausforderungen und Bedarfe für Monitoring und Beratung
Daniel Poensgen, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin
Matthias Müller, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus – Berlin

5) Zwischen Prävention und Intervention – antisemitismuskritische Haltungen und Handlungen im pädagogischen Raum
Deborah Krieg, Bildungsstätte Anne Frank

17.00 Uhr – Tagungsreflexion
Rosa Fava, Fellow Jüdisches Museum Berlin

17.30 Uhr – Abschluss und Ausblick
Gesamtmoderation: Lukas Welz, AMCHA Deutschland

Teilnahmebedingungen
Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, den 24.10.2017, um 14 Uhr und endet am Mittwoch, den 25.10.2017, um 17.30 Uhr. Unterkunft und Verpflegung sind inbegriffen. Unterbringung erfolgt in Zweibettzimmern. Auf Anfrage ist eine Unterbringung gegen einen Aufpreis in einem Einzelzimmer möglich. Reisekosten können in Einzelfällen gegen Vorlage von Originalbelegen (Bus oder Bahn, Sparpreis, 2. Klasse) erstattet werden. Der Selbstkostenbeitrag beträgt 20,- EUR und wird vor Ort bar entrichtet.

Pädagog*innen im Thüringer Schuldienst können sich unter Angabe der ThILLM Nr. 181600101 zum Fachsymposium anmelden. Für die Online-Anmeldung ist ein Online-Zugang im Thüringer Schulportal erforderlich. Der Zugang kann hier beantragt werden.

Hier geht es zur Anmeldung.

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