Logo von Mobiler Beratung für Opfer rechter Gewalt
Trenner, einfarbig

DISKUSSION: 5 Jahre NSU-Prozess – Verlauf, Urteile und Folgen

veranstaltet von der Friedrich-Ebert-Stiftung
Datum:
16.10.2018
Zeit:
18:00–20:00 Uhr
Ort:

Händelhalle 
Salzgrafenplatz 1
06108 Halle (Saale)

Am 4. November 2011 wurde der Nationalsozialistische Untergrund – kurz NSU – öffentlich bekannt, als in Zwickau die Leichen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem abgebrannten Wohnmobil gefunden wurden. Vier Tage später stellte sich Beate Zschäpe der Polizei in Jena.

Was in den darauffolgenden Monaten und Jahren publik wurde, deckte eine neonazistische terroristische Vereinigung auf, die seit 2000 für die Ermordung von neun Migranten und einer Polizistin sowie fünfzehn Raubüberfällen verantwortlich war. Ab dem 6. Mai 2013 begann am Oberlandesgericht München unter großen nationalen wie internationalem Interesse einer der bisher wichtigsten Strafprozesse seit der Wiedervereinigung in Deutschland. Am 11. Juli 2018 wurden Beate Zschäpe als Hauptangeklagte sowie Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, André Eminger und Carsten Schulze als Mitangeklagte verurteilt.

Dazwischen liegen fünf Jahre Verhandlung, die von Aussageverweigerungen, Verteidigerkrisen, zahlreichen Gutachten und weitreichenden gesellschaftlichen Folgen gekennzeichnet waren.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt dazu ein, zusammen mit Expert_innen, die den Prozess und seine Folgen beobachtet haben, über den NSU und Rechtsextremismus in der deutschen Gesellschaft zu sprechen.

Es diskutieren Dr. Britta Schellenberg (Wissenschaftlerin, LMU München), Maik Baumgärtner (Journalist DER SPIEGEL, Berlin), Volker Nagel (Fachanwalt für Strafrecht, Magdbeburg) und Frank Knoppe (Projektleiter “Unentdeckte Nachbarn”, Chemnitz).

Moderation: Ben Hänchen (MDR Sachsen-Anhalt, Magdeburg)

Impressum & Datenschutz  |  Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt
Gefördert mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt