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eigener Bericht / Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel, 30.12.09

30.12.2009   Gardelegen

Gegen 2:00 Uhr nachts wird ein alternativer 19-Jähriger im Vorraum der Sparkasse plötzlich von mehreren Unbekannten angegriffen. Nach einem Schlag mit einer Bierflasche gegen den Kopf und Tritten rauben die Männer den Rucksack des Betroffenen mit einem gegen Nazis gerichteten Aufnäher. Der 19-Jährige verliert durch den Angriff einen Zahn und erleidet einen Nasenbeinbruch.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

05.12.2009   Magdeburg

Gegen 1:00 Uhr nachts greifen vier Rechte das alternative Wohn- und Kulturprojekt „Libertäres Zentrum“ in Magdeburg-Fermersleben an. Unter Rufen wie „Kommt raus ihr Zeckenschweine!“ schmeißen die Angreifer zwei Fenster ein, treten die Eingangstür auf und dringen bis in die erste Etage des Hauses vor. Dort beschädigen sie drei Wohnungstüren. Als sich Widerstand im Haus regt flüchten die Angreifer. Im Hof dreht sich einer der Rechten um und rennt auf einen Hausbewohner zu. Alarmierte Polizeibeamte können den Angreifer jedoch stellen, noch bevor dieser den Bewohner erreichte. Auch die Personalien eines weiteren Angreifers können festgestellt werden. Nach dem Angriff bemerkten die BewohnerInnen, dass auch ein im Vorderhaus abgestelltes Fahrrad von den Rechten demoliert worden war.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

05.12.2009   Halle

Gegen 2:30 Uhr nachts brennt das Auto eines Mitarbeiters des Vereins Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. vollständig aus. Bisher deuten alle Fakten auf einen neonazistischen Brandanschlag hin. So gab es in der Vergangenheit immer wieder z.T. unverhohlene Drohungen gegen den Betroffenen aus der organisierten Neonaziszene, die sich im Zusammenhang mit der Demonstration der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Halle zwei Tage vor dem Brand auffällig häuften.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

08.11.2009   Harbke (Börde)

Mehrere BewohnerInnen der abgelegenen Flüchtlingsunterkunft am Rande von Harbke nehmen nach Mitternacht dichten Rauch auf den Hausfluren wahr. Zudem ertönt der automatische Feueralarm. In der Annahme es brenne wecken sie panisch weitere Flüchtlinge, um sich gemeinsam draußen in Sicherheit zu bringen. Als sich der Nebel gelegt hat beginnen die Flüchtlinge zu begreifen, was geschehen ist: Unbekannte hatten im Flur des ersten Wohnhauses und neben der Eingangstür des zweiten großflächig Hakenkreuze gesprüht – ebenso am Wartehäuschen der Bushaltestelle vor dem Heim. Dann hatten sie die Feuerlöscher von den Wänden beider Wohnhäuser gerissen und deren Inhalte versprüht. Das Löschpulver lagerte sich teilweise zentimeterhoch ab und drang bis in die Zimmer hinein.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

08.11.2009   Halle

Kurz nach Mitternacht wird ein 21-jähriger Alternativer auf dem Hauptbahnhof von mehreren Rechten attackiert. Nachdem der Alternative in Begleitung einer Bekannten in der Bahnhofshalle an einer sechs- bis achtköpfigen Gruppe vorbeigegangen ist, werden sie u.a. mit „Antifa ha-ha-ha“ angepöbelt. Wenig später holt die Gruppe die beiden auf dem Weg zum Bahnsteig ein und greift den 21-Jährigen an. Mehrere Angreifer treten und schlagen gleichzeitig auf den Betroffenen ein. Danach flüchten sie. Nur wenige Stunden zuvor war ein rechter Aufmarsch beendet worden, zu dem etwa 250 Neonazis angereist waren.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

07.11.2009   Halle

Am Rande eines Aufmarsches der JN (Junge Nationaldemokraten) in Halle-Neustadt wird ein Gegendemonstrant nach einer friedlichen Störaktion von mehreren Ordnern der Rechten angegriffen. Nachdem der Antifaschist während einer Zwischenkundgebung Konfetti in die Luft geworfen hatte, wird er von mehreren Neonazis von hinten attackiert, geschlagen und getreten. Als Polizeibeamte hinzukommen, lassen die Angreifer von dem Betroffenen ab.

28.10.2009   Stendal

Am späten Nachmittag wird ein alternativer Jugendlicher in der Innenstadt aus einer Gruppe von etwa sechs bis acht Rechten angepöbelt. Er reagiert nicht auf die Provokationen der Nazis aus der Altmark, von denen einige kurz zuvor wegen einschlägiger Körperverletzung verurteilt worden sind. Ein Nazi hält ihn danach fest und schlägt ihm mit der Hand zweimal in das Gesicht. Der alternative Jugendliche kann sich nach kurzer Gegenwehr befreien und die Situation beenden.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

23.10.2009   Merseburg

Am Abend greifen ca. 15 Vermummte mit Parolen wie “Scheiß Antifacista” erneut etwa 10 Jugendliche im Schlossgarten an. Zwei Jugendliche werden am Oberkörper und im Gesicht verletzt, weitere mit Flaschen beworfen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

16.10.2009   Merseburg

Im Schlossgarten greifen gegen Mitternacht ca. zehn Rechte unter Rufen wie “Scheiß Zecken” mehrere feiernde Jugendliche an. Einem Alternativen, der nicht schnell genug flüchten kann, wird u.a. ein Zahn herausgeschlagen.

09.10.2009   Genthin

In den späten Abendstunden gehen nach mehreren Pöbeleien einige Rechte auf dem Marktplatz auf eine Personengruppe aus der nichtrechten und alternativen Szene zu. Ein bekannter Rechter schlägt einem 19-jährigen Alternativen mit der Faust ins Gesicht. Weitere Angriffe der Rechten auf Personen dieser Gruppe, auch ein späterer Angriffsversuch mit Knüppeln, können verhindert werden.

Polizeidirektion Ost, 05.10.09

04.10.2009   Dessau-Roßlau

Am frühen Nachmittag wird ein 27-Jähriger im Stadtzentrum von einem Unbekannten mit rassistischen Parolen beleidigt und in der Folge mit der Faust so ins Gesicht geschlagen, dass er zu Boden geht. Der Betroffene erleidet eine Schwellung am Auge sowie eine Schürfwunde am Knie. Die hinzu gerufene Polizei stellt noch in Tatortnähe einen 35-Jährigen aus Bitterfeld-Wolfen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

27.09.2009   Oschersleben

Auf dem Weg zum Wahllokal wird eine Gruppe Alternativer am Nachmittag plötzlich von mehreren mit Knüppeln bewaffneten Rechten angegriffen. Die Alternativen waren gerade aus dem soziokulturellen Zentrum Alge e.V. aufgebrochen, als ihnen eine Gruppe von etwa acht Rechten entgegenkommt. Mehrere Rechte gehen auf einen 18-Jährigen los. Zwei Mal wird mit einem Knüppel auf seinen Kopf geschlagen, ehe es ihm gelingt zu flüchten. Als ein 38-Jähriger ihm zu Hilfe kommen will, wird er von hinten mit einem harten Gegenstand auf den Kopf geschlagen. Der 18-Jährige muss mit mehreren Kopfplatzwunden stationär im Krankenhaus behandelt werden, der 38-Jährige erleidet einen Schock, sowie eine Platzwunde am Hinterkopf und Schmerzen in Schulter und Arm.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

23.09.2009   Gardelegen

Am Bahnhof greifen ein 17- und ein 21-jähriger Rechter einen 14-jährigen Schüler an, der einen Pullover mit einer Aufschrift gegen Nazis trägt. Sie schlagen mit Fäusten gegen seinen Kopf und zwingen ihn, den Pullover auszuziehen und die Aufschrift vorzulesen. Anschließend uriniert einer der Angreifer darauf. Bevor sich die Täter unter Rufen von rechten Parolen entfernen drohen sie dem Betroffenen für den Fall einer weiteren Begegnung noch erneute Schläge an.

Polizeirevier Magdeburg, 20.09.09

19.09.2009   Magdeburg

Gegen 19:00 Uhr wird ein 31-jähriger Nigerianer in Begleitung seiner beiden Kleinkinder aus einer Gruppe Fußballfans heraus von zwei Männern rassistisch beleidigt. Als der Betroffene in eine Straßenbahn steigt, folgt ihm einer der Unbekannten und schlägt und tritt auf ihn ein. Dem 31-Jährigen gelingt es, den Angreifer aus der Straßenbahn zu drängen. Alarmierte Polizeibeamte nehmen noch vor Ort zwei polizeibekannte 19- und 22-Jährige in Gewahrsam. Gegen sie wird wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Körperverletzung ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

02.09.2009   Halle

Am Nachmittag kommt der Haupttäter des Angriffs von zwei Tagen zuvor erneut zum Schnorrplatz der Punks. Erst will er sich entschuldigen, bedroht die Punks jedoch direkt im Anschluss erneut, dass er sie abstechen wolle, beschimpft sie u.a. als „Scheiß Zecken“ und verletzt sich selbst, indem er eine brennende Zigarette auf seiner Wange ausdrückt. Auf Intervention einer Bekannten entfernt sich der Mann schließlich, kehrt aber nach einiger Zeit zum Schnorrplatz zurück und fragt nach der „Scheiß Kanacke“. In der Folge zieht er ein Messer und sticht auf den 31-jährigen Franzosen ein. Dann flüchtet der Angreifer. Zwei Passanten leisten Erste Hilfe. Mit einer Stichverletzung in der Leistengegend muss der Betroffene ambulant behandelt werden.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

31.08.2009   Halle

Am frühen Abend werden einige Punks beim Schnorren von einem Unbekannten in Begleitung eines weiteren Mannes u.a. mit „Ihr Assis sollt arbeiten gehen“, „Scheiß Punks“ und „Rotfaschisten“ beschimpft. Einem körperlich beeinträchtigten 37-jährigen Punk wirft der Mann mehrmals seine Krücke weg. Als ein Freund zu schlichten versucht und der Unbekannte offenbar seinen Akzent bemerkt, beschimpft er ihn als „Scheiß Kanacke“. In der Folge erhält der 37-Jährige mindestens einen Schlag ins Gesicht. Zudem bedroht der Unbekannte die Punks mit einem Messer. Zuvor hatte er damit geprahlt, bereits vor kurzem „einen von ihnen“ abgestochen zu haben. Kurz bevor die alarmierte Polizei vor Ort eintrifft, bedrohen beide Männer die Alternativen mit abgeschlagenen Bierflaschen. Dann flüchten sie, können aber kurz darauf von Beamten gestellt werden.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

29.08.2009   Wittenberg

Am Nachmittag werden zwei junge Männer von einem Mitarbeiter der Sicherheitsfirma „Black Rainbow Security“ aufgrund ihres Aussehens daran gehindert, einen Nettomarkt zu betreten. Dann schlägt und tritt der Security-Mitarbeiter zuerst den 27-jährigen Alternativen. Als der 37-jährige Freund des Betroffenen nach einer schriftlichen Begründung des Hausverbotes fragt, wird er ins Gesicht geschlagen und geht dadurch zu Boden. Der Angreifer beschimpft beide Betroffenen mehrmals als „Scheiß Zecken“. Die Betroffenen erstatten bei der durch Zeugen alarmierten Polizei Strafanzeige wegen Körperverletzung. Ein Mitarbeiter des Supermarktes erklärt noch vor Ort, die Sicherheitsfirma hätte den Auftrag, den Markt sauber zu halten.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

28.08.2009   Oschersleben

Gegen Mitternacht greifen mehrere Personen aus einer Gruppe von über einem Dutzend Rechter heraus das Domizil des „Alternative Lebensgestaltung e.V.“ (ALGE e.V.) u.a. mit Flaschen und Steinen an. Dabei versuchen die Rechten auch, gewaltsam auf das Gelände des soziokulturellen Zentrums vorzudringen und beschädigen das Eingangstor. Mehrere Besucher der ALGE werden bei dem Angriff verletzt.

Polizeirevier Magdeburg, 30.08.09

28.08.2009   Magdeburg

Im Stadtteil Reform wird ein 14-jähriger Schüler gegen 23:45 Uhr von einem 16-Jährigen rassistisch beleidigt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Betroffene erleidet eine Platzwunde an der Unterlippe.

Polizeirevier Magdeburg, 30.08.09

28.08.2009   Magdeburg

Ein 23- jähriger Alternative wird gegen 19:45 Uhr in einer Straßenbahn der Linie 5 von einem Gleichaltrigen angegriffen. Der Täter und sein 30-jähriger Begleiter waren an der Haltestelle „Hasselbachplatz“ in die Bahn eingestiegen. Nach den Worten “Hey Zecken, eure Eltern sind Geschwister“ schlägt der 23-Jährige dem Betroffenen mit der flachen Hand ins Gesicht. Beim nächsten Halt steigen der Angreifer und sein Begleiter aus. Kurz darauf stellen herbeigerufene Polizeibeamte beide Personen und registrieren verfassungsfeindliche Tätowierungen an den Händen des 30-Jährigen.

Projekt gegenPart Dessau / Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

16.08.2009   Aken/Elbe

Gegen 1:00 Uhr nachts werden drei alternative Jugendliche auf dem noch belebten Marktplatz aus einer Gruppe von ca. zehn Neonazis heraus von zwei bis drei Angreifern attackiert. Ein 24-Jähriger wird mit Wucht in den Rücken getreten. Dann wird er mit der Faust ins Gesicht geschlagen, sodass seine Brille beschädigt wird. Als seine 16-jährige Begleiterin ihm helfen will, wird sie ebenfalls ins Gesicht geschlagen. Während des Angriffs werden die Betroffenen als „Scheiß Zecken“ beschimpft. Obwohl etliche PassantInnen in der Nähe sind, greift niemand ein. Die Betroffenen erstatten noch vor Ort Anzeige.
Auf dem Rückweg zum alternativen Musikfestival „Akener Rocknacht“ bemerken die Alternativen, dass sie von den Angreifern verfolgt werden. Auf der Festwiese wird der 24-Jährige erneut attackiert und zu Boden gestoßen. Die Jugendlichen können sich schließlich auf das etwa 100 Meter entfernte Konzertgelände flüchten. Erst jetzt lassen die Verfolger von ihnen ab. Der 24-Jährige Geschädigte erleidet ein Hämatom im Gesicht, Verletzungen am Kiefer und eine Platzwunde am Auge.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

15.08.2009   Halle

Bei einem Stadtligafußballspiel zwischen dem Roten Stern Halle und SG Motor Halle II auf deren Sportplatz greift eine Gruppe rechter Hooligans gezielt Fans des linksalternativen Roten Stern an. Während der ersten Halbzeit war die etwa achtköpfige Gruppe plötzlich am Spielfeldrand aufgetaucht. Einige postieren sich zwischen die Fans vom Roten Stern, Sprüche wie „Ihr seid Zecken!“, „Ihr seid die neuen Juden!“ und „Wir machen euch weg“ fallen. Zu Beginn der Halbzeitpause zündet einer der Hooligans einen Feuerwerkskörper und einige aus der Gruppe gehen wahllos auf Fans des Roten Stern los. Mehrere Betroffene werden geschlagen und getreten, wobei mindestens einer der Angreifer Quarzsandhandschuhe trägt. Ein 41-Jähriger Fan wird bewusstlos geschlagen und muss mit Jochbeintrümmerbruch eine Woche stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die herbeigerufene Polizei kann noch zwei Tatverdächtige in unmittelbarer Nähe feststellen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

31.07.2009   Halberstadt

Gegen 22:40 Uhr werden zwei alternative Jugendliche auf dem Domplatz von einem Unbekannten angesprochen und in der Folge angegriffen. Der augenscheinlich alkoholisierte Mann kommt mit freiem Oberkörper auf die beiden 15- und 17-Jährigen zu und stellt sich ihnen als einer der Führenden des „Nationalen Widerstands“ vor. Kurz darauf schlägt der Rechte dem 17-Jährigen mit dem Handballen gegen seinen Kopf. Als der 15-Jährige intervenieren will, versetzt ihm der Angreifer Faustschläge ins Gesicht. Zudem droht er den Alternativen seine Kameraden anzurufen, die sie totschlagen würden. Die Betroffenen erstatten Anzeige.

Polizeidirektion Nord, 05.07.09

05.07.2009   Magdeburg

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag werden gegen 3 Uhr morgens drei alternative Jugendliche, darunter eine junge Frau, an einer Bushaltestelle am Eichplatz von einer Person, die aus einer größeren Gruppe heraus direkt auf sie zukommt mit „Scheiß Zecken“ beleidigt. In der Folge schlägt der Unbekannte den beiden 19- und 21-Jährigen ins Gesicht. Dann stellt sich der Angreifer direkt vor die 19-Jährige, zeigt den sog. Hitlergruß und ruft dabei „Heil Hitler“. Bevor der Rechte weggeht droht er den Betroffenen weitere Verletzungen an, falls sie die Polizei informierten. Die Betroffenen wenden sich dennoch kurz darauf an die Polizei, die nach sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen einen 21-Jährigen stellen kann. Der Tatverdächtige ist bereits wegen ähnlicher Delikte polizeilich bekannt. Wegen des Verdachts der Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt nun der Staatschutz.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

04.07.2009   Magdeburg

In den Nachmittagstunden wird eine 20-jährige Spätaussiedlerin auf dem Weg zum Neustädter See unvermittelt aus einer Gruppe heraus angegriffen. Eine Frau schlägt ihr ins Gesicht und reißt sie zu Boden. Dann nimmt die Angreiferin sie in den „Schwitzkasten“, schlägt ihr auf den Kopf und reißt ihr büschelweise Haare heraus. Währenddessen hält ein Begleiter der Unbekannten zwei Passanten davon ab, der jungen Frau zu helfen, in dem er einen von ihnen wegschuppst. Als ein weiterer Zeuge eingreifen will beleidigt er ihn und die 20-Jährige rassistisch. Als die Angreiferin von der Betroffenen ablässt, alarmiert die 20-Jährige schließlich selbst die Polizei. Sie erleidet Prellungen und Hämatome am Kopf und im Gesicht und muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Opferberatung Nord, eigener Bericht

30.06.2009   Gardelegen

Am späten Abend kommt es auf dem Rathausplatz in Gardelegen zu Pöbeleien zwischen rechten und alternativen Jugendlichen. Dabei machen die alternativen Jugendlichen ihre Ablehnung der Nazis auch durch das Abspielen von Musik deutlich. In der Folge greifen mehrere Rechte die Gruppe der alternativen Jugendlichen an und verletzen zwei Alternative durch den Einsatz von Reizgas so schwer an den Augen, dass beide in einer Klinik behandelt werden müssen. Die Polizei kann am Folgetag drei tatverdächtige Angehörige der rechten Szene ermitteln.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

12.06.2009   Halberstadt

Gegen 23:15 Uhr greifen fünf augenscheinlich Rechte zwei alternative Jugendliche an, die sich auf dem Nachhauseweg vom Soziokulturellen Zentrum Zora befinden. Die Neonazis beleidigen die beiden 15-Jährigen als „Scheiß Zecken“, die es „… nicht wert sind zu leben“ und werfen eine Bierflasche nach ihnen. In der Folge wird einer der Alternativen von hinten zu Boden gebracht und anschließend von drei Angreifern immer wieder gegen den Hinterkopf geschlagen. Die anderen Rechten versuchen, das Fahrrad des Betroffenen gegen seinen Begleiter zu schleudern. Dann flüchten die Angreifer und nehmen das Fahrrad mit. Der Begleiter des Betroffenen bittet unmittelbar nach der Tat zwei Passanten die Polizei zu rufen, woraufhin diese nur entgegnen: „Mit euch wollen wir nichts zu tun haben.“

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

07.06.2009   Merseburg

Gegen 16:40 Uhr wird ein Mitarbeiter eines Beratungsprojekts in der Bahnhofsunterführung aus einer sechs- bis achtköpfigen Gruppe heraus mit “Na Nazijäger, wieder unterwegs? Jetzt rennst du, wir kriegen dich!” angesprochen. Der Betroffene flieht in die Bahnhofsbuchhandlung, die anwesende Verkäuferin informiert unmittelbar die Polizei. Noch während ihres Telefonats kommt der Rechte in den Laden und droht dem Betroffenen damit, ihn beim nächsten Mal totzuschlagen. Dann verlässt er mit der Gruppe das Bahnhofsgebäude.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

04.06.2009   Halle

Während der zivilgesellschaftlichen Proteste anlässlich der Eröffnung des Thor-Steinar-Ladens „Oseberg“ kommt der Ladenbetreiber und langjährige Geschäftsführer der Vertriebsfirma Mediatex GmbH plötzlich aggressiv auf eine Journalistin zu. Er zieht an ihrer Kamera und beleidigt sie. Zudem gibt er ihr zu verstehen, dass sie „längst registriert“ sei. Etwa zwei Stunden später wird die Fotografin erneut von dem Mann bedrängt. Er reißt an ihrer Jacke, zieht an ihrer Kamera und fordert die Betroffene auf, die Bilder zu löschen und ihm ihre Kamera zu geben. Schließlich versetzt der 33-Jährige der Betroffenen einen Schlag in ihre Nierengegend. Die Journalistin erstattet noch vor Ort Anzeige.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

31.05.2009   Blankenburg

Am Pfingstsonntag wird ein 23-jähriger Alternativer gegen 16:00 Uhr unvermittelt von zwei stadtbekannten Rechten angegriffen. Ein 29-Jähriger kommt direkt auf ihn zu und versetzt ihm einen Faustschlag ins Gesicht. Der Betroffene stürzt, schlägt mit dem Kopf auf den Boden auf und verliert kurzzeitig das Bewusstsein. Dann schlagen und treten die Rechten auf den Betroffenen ein. Der 25-jährige Angreifer setzt sich auf die Arme des Alternativen, sodass er sich nicht mit seinen Händen schützen kann. Dabei beschimpft er den Betroffenen u.a. als „dreckige Zecke“. Währenddessen ruft der Begleiter des Betroffenen über Notruf die Polizei, die ihn mit Verweis auf mangelnde Kapazität abweist. Dem Alternativen gelingt es schließlich, sich in sein Auto zu flüchten. Bevor er losfahren kann versetzt ihm der 29-Jährige durch das offene Fenster noch weitere Faustschläge. Als der Betroffene – stark aus der Nase blutend – im Polizeirevier eintrifft, verweigern die Beamten ihm zunächst mit Verweis auf Zeitmangel die Aufnahme einer Anzeige. Der Betroffene muss infolge eines dreifachen Nasenbeinbruchs sowie mit multiplen Prellungen stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Polizeirevier Börde, 16.06.09

31.05.2009   Rasthof Uhrsleben (Börde)

Gegen 23:20 Uhr wird eine Familie mit Kindern auf dem an der Autobahn 2 gelegenen Rasthof aus einer Gruppe Rechter heraus rassistisch beschimpft. Beim Betreten des Rasthofs greifen mehrere der augenscheinlich alkoholisierten Männer u.a. den Familienvater an und schlagen auf ihn ein. Herbeieilende Zeugen können schließlich weitere Attacken verhindern. Der Staatsschutz ermittelt.

Volksstimme, 03.06.09

29.05.2009   Halberstadt

Gegen 18:00 Uhr wird ein 17-jähriger gebürtiger Kirgise, der mit einer ca. 20-köpfigen Gruppe Spätaussiedler zusammensteht, plötzlich von einem Rechten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dann versucht der Angreifer, den Betroffenen mit einer Bierflasche zu attackieren, kann aber durch die Gruppe davon abgehalten werden. Nach dem Eintreffen der Polizei zeigt der Rechte den „Hitlergruß“. Als Beamte ihn an der Flucht hindern wollen, beißt der alkoholisierte Angreifer einem 57-jährigen Polizisten ins Bein.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

23.05.2009   Harbke (Börde)

Am späten Nachmittag fährt plötzlich ein Auto mit vier augenscheinlich Rechten auf den Hof der isoliert auf einem ehemaligen NVA-Gelände gelegenen Flüchtlingsunterkunft. Zuerst steuert der Fahrer auf zwei Flüchtlingsfrauen zu, die aus dem offenen Fenster heraus als „Schweine“ beschimpft und mit „Kopf ab“-Geste bedroht werden. Dann wendet der PKW und hält mit schnellem Tempo direkt auf eine Gruppe spielender Kinder zu. Erst unmittelbar vor ihnen wird das Auto abgebremst. Die Rechten wiederholen ihre Geste und drohen den vor Schreck und Angst weinenden Flüchtlingskinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren: „Wir kommen wieder und brennen das Heim ab“. Eine Bewohnerin erstattet Anzeige. Die Ermittlungen verliefen jedoch ergebnislos.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

21.05.2009   Alleringersleben (Börde)

Die Vatertagsfeier im örtlichen Jugendclub wird von einer Gruppe von 10 bis 15 in der gleichen Straße feiernden lokal bekannten Rechten angegriffen. Die Angreifer legen bei Eintreffen Rechtsrock auf und fordern Bier. Nach Körperverletzungen und Sachbeschädigung werden bei Eintreffen der Polizei der Hitlergruß gezeigt und rassistische Sprüche gerufen. Aus dem gleichen Umfeld wurde bereits im Vorjahr die Tür des Jugendclubs eingetreten.

Polizeidirektion Nord, 21.05.09

20.05.2009   Magdeburg

In den Abendstunden wird ein 18-jähriger Punk, als er eine Gruppe vor einem Einkaufmarkt nach einer Zigarette anspricht, als „Scheiß Zecke“ beschimpft. Dann schlägt ihm einer aus der Gruppe mit der Faust ins Gesicht und stößt ihn zu Boden. Beim Versuch, den Sturz mit den Händen abzufangen schneidet sich der Betroffene an den Scherben einer Flasche, die ihm beim Angriff aus der Hand gerutscht war. Mit Schnittverletzungen an seiner linken Hand muss der 18-Jährige ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

20.05.2009   Stendal

Am frühen Morgen wird ein junger Mann in Höhe einer Tankstelle im Stadtteil Stadtsee von zwei Rechten massiv mit Faustschlägen und Fußtritten attackiert. Die Angreifer werfen zudem mit Bierflaschen nach dem Alternativen und verletzen ihn durch Tritte gegen Kopf und Körper. Nach der Tat rufen die Angreifer rechte Parolen. Der verletzte Alternative muss sich im Klinikum behandeln lassen.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

12.05.2009   Schönebeck/Elbe

Gegen 14:00 Uhr stecken zwei Rechte im Alter von 17 und 20 Jahren einen Kinderwagen in einem überwiegend von Migranten bewohnten Haus in der Innenstadt in Brand. Einer zwölfköpfigen irakischen Familie gelingt es, das Haus unversehrt zu verlassen. Drei Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren, die mit ihrer Mutter im ersten Stock leben, müssen von der Feuerwehr gerettet werden. Sie werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt. Wenig später ermittelt die Polizei zwei einschlägig bekannte Rechte als mutmaßliche Täter. Der 17-Jährige, der zuvor mit seiner Mutter im gleichen Haus gewohnt hatte, gibt an, er habe das Feuer “aus einer gewissen Abneigung gegen Ausländer” gelegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zunächst wegen Brandstiftung, dann stuft sie die Tat nur noch als “Sachbeschädigung” ein. Die beiden mutmaßlichen Täter sind auf freiem Fuß.

Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau und Polizeidirektion Ost, 10.05.09 / Projekt gegenPart Dessau

08.05.2009   Dessau-Roßlau

Gegen 22:15 Uhr werden mehrere alternative Jugendliche am Wörlitzer Platz in Dessau-Nord aus einer Gruppe z.T. stadtbekannter Neonazis heraus gezielt mit einer Flasche beworfen. Diese prallt gegen das mitgeführte Fahrrad eines Alternativen. Nur etwa eine halbe Stunde später wird ein 23-jähriger Alternativer am Wörlitzer Bahnhof auf dem Bahnsteig von einem 26-jährigen Rechten ins Gesicht geschlagen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Polizeirevier Salzlandkreis, 05.05.09

03.05.2009   Bernburg

Gegen 1:20 Uhr nachts werden zwei 30- und 31-Jährige plötzlich von einem Rechten beschimpft, der die beiden offenbar für Linke hält. Dann schlagen und treten der Unbekannte und seine Begleiter auf die Betroffenen ein. Schließlich flüchten die Angreifer, noch bevor alarmierte Polizeibeamte am Tatort eintreffen. Die Betroffenen erleiden Prellungen und Hautabschürfungen an Armen und Gesicht und müssen notärztlich versorgt werden.

Polizeirevier Magdeburg, 04.05.09

01.05.2009   Magdeburg

Gegen 23:00 Uhr hört ein 21-Jähriger, wie zwei vor ihm auf der Straße laufende Männer plötzlich „Heil Hitler“ und „White Power“ rufen. Daraufhin bemerkt er, dass die Parolen offenbar einem vor den Unbekannten laufenden Mann mit Migrationshintergrund gelten. Kurz darauf holen die beiden den Mann ein und zeigen u.a. den sog. Hitlergruß. Als der Zeuge verbal interveniert und zeitgleich über sein Handy die Polizei informiert flüchten die Männer. Als der Passant den beiden folgt, wird er vor die Brust gestoßen, sodass er zu Fall kommt. Die zwischenzeitlich eingetroffenen Polizeibeamten können einen 19- und einen 23-Jährigen stellen und in Gewahrsam nehmen. Der Zeuge erleidet durch den Sturz Prellungen und Schürfwunden an Händen und Knie. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

01.05.2009   Querfurt

Auf einer Walpurgisfeier werden gegen 3:00 Uhr nachts vier Alternative aus einer ca. 15-köpfigen Gruppe Rechter u.a. als „Assipunker“ beschimpft und schließlich körperlich attackiert. Ein 18-Jähriger wird bei dem Versuch, einem seiner Begleiter zu helfen zu Boden gerissen und dann von mindestens fünf Angreifern massiv mit Fäusten geschlagen und getreten. Der Betroffene erleidet u.a. zwei Schneidezahnabbrüche und muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Als alarmierte Polizeibeamte vor Ort eintreffen, nehmen sie trotz Hinweisen der Alternativen, dass sich der Großteil der Angreifer noch in Sichtweite befindet lediglich die Personalien der Betroffenen auf.

Projekt gegenPart Dessau

01.05.2009   Dessau-Roßlau

Gegen 1:30 Uhr wurde das Alternative Jugendzentrum Dessau, in dem u.a. auch die Koordinierungstelle des Lokalen Aktionsplans für Demokratie und Toleranz ansässig ist, erneut mit Steinen beworfen. Dabei gingen drei Schaufensterscheiben zu Bruch. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 1000 Euro geschätzt. Durch den Lärm aufmerksam geworden, hatten Zeugen den Angriff bemerkt und noch fünf Täter flüchten sehen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Polizeirevier Börde, 30.04.09 / Mitteldeutsche Zeitung, 30.04.09

26.04.2009   Oschersleben

In der Nacht zum Montag wird ein 20-jähriger Alternativer von zwei Männern als „Scheiß Zecke“ beschimpft. Plötzlich drückt ihn einer der Rechten gegen eine Wand und wirft ihn um. Dann schlagen und treten die Angreifer heftig auf dem am Boden Liegenden ein. Beim Flüchten rufen die Rechten noch „Sieg Heil“. Der bewusstlose Betroffene muss u.a. mit Hirnblutungen, Nasenbeinfraktur und Hämatomen an Arm und Hand stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

25.04.2009   Zeitz

Am Abend werden zwei Mitarbeiter eines Beratungsprojekts gegen Rechtsextremismus beim Monitoring vor dem geplanten Veranstaltungsort eines kurzfristig verbotenen Konzerts von NSBM-Bands (National Socialist Black Metal) an der „Alten Skatklause“ mit einer Flasche beworfen, die ihr Ziel nur knapp verfehlt. Der Angreifer hatte sich gerade von einer Gruppe verhinderter Konzertbesucher verabschiedet, die schon zuvor aggressiv auf die Präsenz der Beobachter reagiert hatte.

Mitteldeutsche Zeitung, 24.10.09

22.04.2009   Zschornewitz (Landkreis Wittenberg)

Auf dem Nachhauseweg von einer Party zündete ein 24-Jähriger in der Nacht das Auto eines Kosovo-Albaners an. Sein 23-jähriger Begleiter half ihm dabei, indem er sein Feuerzeug dafür zur Verfügung stellte. Das Fahrzeug wurde vollständig zerstört. Das Landgericht Dessau-Roßlau verurteilte den 24-Jährigen Ende Oktober 2009 u.a. wegen Brandstiftung zu drei Jahren und drei Monaten Haft. Dabei berücksichtigte das Gericht die festgestellte rassistische Motivation für die Tat strafschärfend. Der 23-Jährige erhielt wegen Beihilfe eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je neun Euro. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel, 12.04.09

12.04.2009   Gardelegen

Ein 27-jähriger Togoer wird gegen 4:30 Uhr nachts vor einem Netto-Markt von mehreren Unbekannten rassistisch beschimpft und mehrfach geschlagen. Der Betroffene erstattet Anzeige.

Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau und Polizeidirektion Ost, 12.04.09 / Projekt gegenPart Dessau

12.04.2009   Dessau-Roßlau

Gegen 4:00 Uhr nachts werden Mitarbeiter des Beatclubs im Stadteil Dessau-Nord aus einer Gruppe von sechs Rechten heraus beleidigt. In der Folge wird ein 27-jähriger Wachmann im Sanitärbereich des Clubs mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen. Der Betroffene muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Nach Verlassen des Clubs greifen drei aus der Gruppe auf der Flucht noch einen 25-Jährigen an und schlagen ihm ins Gesicht. Zwei der Beschuldigten hingegen werden von der Polizei noch direkt vor dem Beatclub festgestellt. Einer hatte gegen ein Hausverbot verstoßen, dass ihm in der Vergangenheit wegen des Anbringens rechter Progaganda erteilt worden war.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

11.04.2009   Halberstadt

Während des Osterfeuers auf der Jahnwiese wird ein Punk mit „Nazis raus“-T-Shirt am Abend vor den Augen seiner Mutter aus einer Gruppe von drei Rechten u.a. mit „Scheiß Zecke, du stinkst!“ beleidigt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Als immer mehr Rechte einen Halbkreis um Mutter und Sohn bilden, leert sich schlagartig der Platz rund um den Bierstand, an dem vorher dichtes Gedränge herrschte. Obwohl sich die Mutter schützend vor ihren Sohn stellt, versuchen mehrere Rechte weiter, an den 15-Jährigen heranzukommen. Dabei droht einer der Rechten dem Punk ihn beim nächsten Zusammentreffen totzuschlagen. Eine Augenzeugin informiert über 110 die Polizei. Während die Mutter mit den Rechten diskutiert, wird ihr Sohn hinter ihrem Rücken plötzlich zu Boden gezogen.
Schließlich entfernt sich die Gruppe der Rechten vom Tatort. Als Polizeibeamte eintreffen, bittet die Mutter um verstärkte Bestreifung des Osterfeuers wegen der Präsenz der Rechten.
Gegen 22.15 Uhr trifft der Punk in der Nähe des Osterfeuers erneut auf mehrere Rechte. Er und sein Begleiter rennen sofort weg, werden aber verfolgt und eingeholt. Mit den Worten „Du bist doch die Scheiß Zecke von vorhin“ tritt jemand dem Punk von hinten die Beine weg, so dass er zu Boden stürzt. Dann treten mehrere Angreifer gleichzeitig auf ihn ein. Als der Begleiter des Betroffenen über Handy die Polizei alarmiert, versuchen die Rechten auch ihn zu attackieren. Dem Betroffenen gelingt es aufzustehen, er wird aber von einem Rechten am Hals gedrückt und gegen einen Zaun gedrängt. Vorbeilaufende Feuerwehrmänner greifen trotz Bitten um Hilfe nicht ein. Sie verweisen nur darauf, dass die Polizei gleich käme. Als kurz darauf ein Funksteifenwagen eintrifft, flüchten die Angreifer. Anstatt die Verfolgung der Täter aufzunehmen, bestehen die Beamten darauf, zuerst die Personalien der Betroffenen aufzunehmen. Der 15-Jährige erleidet eine Platzwunde am Auge, mehrere Schwellungen im Gesicht, Hämatome am Körper und muss sich in ambulante Behandlung begeben.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

05.04.2009   Calbe/Saale

Beim Besuch einer Party werden drei junge Männer am frühen Morgen von anderen Partygästen als „Zecken“ beleidigt. Kurz danach wird einer von ihnen von einem Partygast geohrfeigt. Als die drei beschließen die Party zu verlassen, werden sie draußen von ca. 20 Personen angegriffen. Ein Angreifer schlägt mit verstärkten Handschuhen auf den 17-Jährigen ein, der einen vierfachen Kieferbruch erleidet. Seine Begleiter erleiden Verletzung an den Händen. Erst als eine junge Frau verbal interveniert, lassen die Angreifer von den drei Verletzten ab. Den Betroffenen gelingt es dann zu flüchten.

Projekt gegenPart Dessau

03.04.2009   Dessau-Roßlau

Ein 20-jähriger Alternativer wird gegen 17:30 Uhr plötzlich auf offener Straße vom Fahrrad gestoßen. Dann wird er von einer acht- bis zehnköpfigen Gruppe unter „Scheiß Antifa“-Rufen geschlagen und getreten und dabei durch eine stark belebte Einkaufspassage in der Dessauer Innenstadt gehetzt. Schließlich gelingt es ihm, sich in eine Tiefgarage zu flüchten und die Polizei zu alarmieren.
Nachdem der Betroffene von einem Bekannten mit dem Auto abgeholt worden war, werden der Alternative und sein Helfer in einer Seitenstraße erneut von der Gruppe entdeckt und verfolgt. Dabei beschädigen die Angreifer den Pkw des Bekannten. Der 20-Jährige erleidet u.a. Hautabschürfungen an beiden Händen.

Polizeirevier Magdeburg, 29.03.09 / MDR, 30.03.09

28.03.2009   Magdeburg

Gegen 3:30 Uhr werden zwei 19-Jährige am Hasselbachplatz aus einer Gruppe von ca. 15 Rechten angesprochen, ob sie Antifaschisten seien. Obwohl die beiden die Frage verneinen, werden sie sofort massiv attackiert. Mehrere Angreifer schlagen und treten gleichzeitig auf die Betroffenen ein, sodass sie zu Boden gehen. Schließlich gelingt es den 19-Jährigen, in Richtung Hauptbahnhof zu flüchten. Dort informieren sie die Bundespolizei. Die Betroffenen erleiden Verletzungen im Gesicht. An der Haltestelle Turmpark stellt die Polizei schließlich zehn Personen im Alter zwischen 17 und 26 Jahren, darunter drei Frauen, die noch vor Ort von den Betroffenen als Täter identifiziert werden können. Nach dem Angriff war die Gruppe in eine Straßenbahn eingestiegen und hatte dort u.a. einen Sitz aus der Verankerung gerissen. Beim Aussteigen brachen sie einen Scheibenwischer an der Frontscheibe der Bahn ab, woraufhin der Fahrer die Polizei alarmierte. Es wird wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Polizeirevier Magdeburg, 25.03.09

24.03.2009   Magdeburg

Gegen 23:00 Uhr wird ein aus dem Kosovo stammenden 19-Jähriger in einer Straßenbahn der Linie 94 während einer Unterhaltung plötzlich von vier Unbekannten angegriffen. Der 19-Jährige flüchtet vor den Schlägen in den hinteren Bereich der Bahn. Einer der Angreifer wirft eine Bierflasche nach ihm, die ihr Ziel nur knapp verfehlt. Dann kommen die Männer erneut auf den Betroffenen zu und schlagen und treten auf ihn ein. Schließlich steigen die Angreifer aus und flüchten. Der Betroffene muss infolge des Angriffs ambulant behandelt werden.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

22.03.2009   Schkopau

Gegen 5:30 Uhr morgens wird ein junger Linker in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von zwei augenscheinlich Rechten angegriffen. Als er an den Unbekannten vorbeiläuft, sagen sie etwas, das der Betroffene aber nicht versteht. Er geht ohne Reaktion weiter. Plötzlich stehen die Rechten vor dem jungen Mann. Sie schlagen den Betroffenen sofort mit der Faust ins Gesicht. Der Betroffene stürzt und prallt mit seinem Kopf hart am Boden auf. Dann versetzt einer der Angreifer dem am Boden Liegenden noch einen heftigen Tritt gegen den Brustkorb, bevor die Täter flüchten. Der Betroffene erleidet eine blutende Stirnplatzwunde , eine leichte Gehirnerschütterung sowie eine Rippenprellung.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg / Projekt gegenPart Dessau

15.03.2009   Dessau-Roßlau

Gegen 03:00 Uhr nachts wird ein 20-jähriger Alternativer im Stadtteil Nord aus einer Gruppe von etwa sieben Vermummten heraus angegriffen. Dabei schlagen ihm zwei Unbekannte u.a. mehrmals ins Gesicht. Schließlich gelingt es dem Betroffenen zu fliehen. Aufgrund seiner Gesichtsverletzungen muss er sich in ambulante Behandlung begeben. Bereits eine Woche zuvor war der alternative Jugendliche in Dessau-Roßlau von mehreren z.T. stadtbekannten Neonazis beleidigt und verfolgt worden. In beiden Fällen ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

Polizeidirektion Ost, 17.03.09

14.03.2009   Dessau-Roßlau

Am Abend wird ein 17-Jähriger plötzlich aus einer Gruppe Rechter heraus rassistisch beleidigt, bedroht und verfolgt. Die Polizei nimmt noch vor Ort die Personalien von 17 Tatverdächtigen aus Dessau-Roßlau und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld auf. Zudem stellte die Polizei bei der Durchsuchung sechs verbotene Gegenstände sicher.

Polizeidirektion Süd, 15.03.2009

14.03.2009   Halle/Saale

Ein 32-jähriger Tunesier wird morgens in einer Straßenbahn von zwei unbekannten Mitfahrenden rassistisch beleidigt und kurz darauf von einem der beiden geschlagen. Nachdem die Angreifer die Bahn verlassen haben, fahren sie mit einem Taxi davon.

Polizeidirektion Ost, 08.03.09 / Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

07.03.2009   Bitterfeld

Gegen 20:15 Uhr wirft am Bahnhof ein augenscheinlich Rechter aus einem haltenden Zug heraus eine leere Bierflasche in Richtung dreier Personen auf dem Bahnsteig, die ihr Ziel jedoch verfehlt. Zuvor waren die Betroffenen, darunter ein 18-jähriger Alternativer, aus der etwa sechsköpfigen Gruppe des Angreifers beschimpft worden. Etwa zwei Stunden vor dem Angriff war eine rechtsextreme Demonstration in Dessau-Roßlau beendet worden, zu der etwa 250 Neonazis u.a. aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen angereist waren. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg / Projekt gegenPart Dessau

07.03.2009   Dessau-Roßlau

Nach Beendigung eines Neonaziaufmarschs durch Dessau-Roßlau werden zwei Alternative beim Überqueren der Straße von einem stadtbekannten Rechten aus einen Auto heraus aufgefordert stehen zu bleiben. Dann steigen etwa sechs Personen aus den zwei Pkws aus und laufen aggressiv auf die beiden zu. Als die Betroffenen flüchten, werden sie von der Gruppe unter Beschimpfungen und Bedrohungen noch mindestens hundert Meter weit verfolgt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

01.03.2009   Halle

Gegen 23:20 Uhr wird ein alternativer Jugendlicher von einem Unbekannten in der Nähe des Reilecks zunächst von hinten geschubst und mit den Worten „Du bist doch auch so ´ne Zecke“ angepöbelt. Dann zieht der Angreifer den 18-Jährigen in eine Seitenstraße und bringt ihn mit einem Tritt gegen die Beine zu Fall. Auf den Boden liegend wird der Betroffene mehrmals in den Bauch getreten. Schließlich gelingt es dem Jugendlichen zu flüchten. Er erstattet Anzeige.

Mitteldeutsche Zeitung, 16.09.09

28.02.2009   Weißenfels

Am Abend wird ein 15-jähriger Schüler, der vor einem Haus auf eine Freundin wartet, plötzlich von einem 29-Jährigen rassistisch beschimpft und geschlagen. Zudem ruft er nationalsozialistische Parolen. Als der Vater des Betroffenen den Angreifer zwei Stunden später zur Rede stellen will, wird auch er beleidigt und bedroht. Mitte September 2009 verurteilt das Amtsgericht Weißenfels den 29-Jährigen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen zu einer Geldstrafe von 2000 Euro.

Volksstimme, 02.03.09

27.02.2009   Magdeburg

Gegen 17:00 Uhr werden zwei 11- und 14-jährige Mädchen an der Straßenbahnhaltestelle Alter Markt unvermittelt von drei unbekannten jungen Frauen beschuldigt, eine von ihnen soeben gekniffen zu haben. Die 11-Jährige wird schließlich zu Boden gestoßen, der 14-Jährigen werden Haare ausgerissen und mehrere Kratzwunden zugefügt. Dabei beleidigen die Angreiferinnen die Betroffenen mit rassistischen Sprüchen. Die Kripo ermittelt wegen Beleidigung, Volksverhetzung und gefährlicher Körperverletzung gegen das Mädchentrio.

Kanal 8, 02.03.09 / Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

27.02.2009   Dessau-Roßlau

Gegen 6:45 Uhr morgens wird ein linker Jugendlicher auf der Straße von vier mit Tüchern vermummten Personen angesprochen. Offenbar hatten sie den Betroffenen am Tag zuvor beobachtet, wie er Mobilisierungsflyer gegen den Neonaziaufmarsch am 7. März 2009 in Dessau verteilte. Zwei der Rechten schlagen auf den 17-Jährigen ein, sodass er zu Boden geht. Bevor die Gruppe flüchtet, treten die Angreifer noch auf den Betroffenen ein. Der Staatsschutz ermittelt.

Mitteldeutsche Zeitung, 23.02.09

22.02.2009   Halle/Saale

Am Nachmittag wird ein 28-jähriger Mann aus Burkina Faso in einer Straßenbahn von zwei alkoholisierten Männern nach einem Fußballspiel des Halleschen FC angegriffen. Der Betroffene erhält mit einem Stein einen Schlag in den Nacken und einen Faustschlag ins Gesicht. Er muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die beiden Angreifer, 29 und 37 Jahre alt, werden vorläufig festgenommen. Der Staatschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Projekt gegenPart Dessau / Polizeidirektion Ost, 21.01.09

19.01.2009   Dessau

Gegen 19:20 Uhr greift eine Gruppe von etwa 20 Vermummten das Alternative Jugendzentrum Dessau (AJZ) an. Vier Personen gelingt es, die Eingangstür aufzustemmen und in den Flur des Hauses einzudringen. Ein Vereinsmitarbeiter kann die Angreifer jedoch aus dem Haus drängen und die Tür schließen. Dann werfen die Rechten eine Bierflasche gegen die Eingangstür, die dadurch beschädigt wird. Noch in Tatortnähe stellten Polizeibeamte die Personalien von neun mutmaßlichen Angreifern fest, darunter auch von bekannten Rechten. Bereits im Vorjahr war das AJZ, in dem u.a. das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und die Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplanes für Demokratie und Toleranz ansässig sind, mehrfach Ziel rechter Angriffe geworden.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg / Projekt gegenPart Dessau

16.01.2009   Dessau-Rosslau

Gegen 19:00 Uhr greifen sechs Vermummte mehrere alternative Jugendliche am Hauptbahnhof an. Dabei droht einer der Angreifer einem Alternativen ihn umzubringen. Ein Betroffener erkennt unter den Angreifern den Dessauer Neonazi Robert Z., der erst Mitte November 2008 wegen einer rechten Gewalttat zu einer Jugendstrafe von 8 Monaten auf Bewährung verurteilt worden war. Als die Betroffenen die Polizei verständigen, flüchten die Angreifer. Der polizeiliche Staatsschutz des Polizeireviers Dessau-Roßlau ermittelt.

Polizeidirektion Ost, 08.03.09 / Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

10.01.2009   Dessau-Roßlau

Gegen 4:00 Uhr nachts versucht eine etwa 20-köpfige, großteils vermummte und mit Totschlägern bewaffnete Gruppe, gewaltsam in eine Kneipe einzudringen, die bereits geschlossen hat. In der Folge werden zwei Gäste, die das Lokal verlassen, aus der Gruppe heraus geschlagen. Auf einen 36-Jähriger treten die Angreifer weiter ein, als er bereits am Boden liegt. Er wird an der Hand verletzt und seine Brille geht zu Bruch. Etwa zweieinhalb Stunden vor dem Angriff waren acht z.T. stadtbekannte Neonazis als unerwünscht erklärt und des Lokals verwiesen worden. Trotz „Scheiß Nazis“-Rufen aus der Gruppe der Angreifer gehen die Betroffenen u.a. aufgrund der Vorgeschichte und der Tatbegehung davon aus, dass es sich bei den Angreifern um Neonazis gehandelt haben muss. Eine Passantin berichtete später, auf der Kleidung einer Person aus der Angreifergruppe die Aufschrift „Autonome Nationalisten“ erkannt zu haben.

Polizeirevier Stendal, 05.01.09

03.01.2009   Schönhausen (Landkreis Stendal)

Gegen 21 Uhr greift ein 22-jähriger Rechter aus Schönhausen einen 16-jährigen ukrainischer Herkunft an und verletzt ihn sowie einen 57-jährigen Mann durch Faustschläge ins Gesicht. Außerdem beleidigt der Angreifer den 16-Jährigen und eine 33-jährige Frau als „Russenschweine“ und mit Sprüchen wie „Verpisst Euch aus Deutschland“. Dann zeigt er den so genannten „Hitler-Gruß“ und ruft „Sieg Heil“.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

02.01.2009   Quedlinburg

Am Vormittag wird ein alternativer Jugendlicher, der einen Pullover mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz trägt, zuerst aus einem Auto heraus angepöbelt. Dann steigen zwei Rechte aus. Einer von ihnen schubst den 19-Jährigen auf den Rasen. Die Begleiterin des Betroffenen wird bei dem Versuch zu helfen, weggestoßen. Der andere Rechte schlägt den Alternativen mit der Faust ins Gesicht, beschimpft ihn als „Scheiß Zecke“ und meint „Ruf doch deine Antifa“. Als der Betroffene sich wehrt, packt der erste Angreifer ihn am Hals, würgt ihn und schlägt ihm gegen den Kopf. Dabei droht er dem 19-Jährigen, er solle sich nicht in mehr in Quedlinburg blicken lassen, sonst sei er tot.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

01.01.2009   Magdeburg

Morgens gegen 6 Uhr wird am Hauptbahnhof ein Antifaschist von zwei Neonazis, darunter dem führenden Neonaziaktivisten Matthias Bady, in der menschenleeren Unterführung zunächst angepöbelt und geschubst. In der Haupthalle versetzt Matthias Bady dem Betroffenen dann einen Stoß mit dem Kopf. Keiner der anwesenden Reisenden greift ein.

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