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Polizeirevier Salzlandkreis, 01.01.09

31.12.2008   Aschersleben

Kurz vor 1:00 Uhr nachts werden drei Punks von drei Unbekannten nach Bemerkungen zu ihrem Äußeren geschlagen und getreten. Zudem stehlen die Angreifer blaue Springerstiefel eines der Betroffenen und ein Handy. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

25.12.2008   Burg

Kurz nach Mitternacht wird einem Migrant in der Disko Night-Fly erst ein Bein gestellt, dann wird er geschubst und rassistisch beleidigt. Er selbst und seine deutschen Begleiter werden der Disko verwiesen. Draußen werden sie von ca. 20 Personen, die ihnen aus der Disko gefolgt sind, gejagt. Es gelingt ihnen, sich in das gegenüberliegende Polizeirevier zuflüchten.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

20.12.2008   Dessau-Roßlau

Gegen 17.00 Uhr wird am Wörlitzer Bahnhof eine Gruppe alternativer Jugendlicher von etwa acht bis zehn dunkel gekleideten, vermummten Personen angegriffen, die aus einen nahegelegenen Park auf die Jugendlichen zugerannt waren. Sofort begannen die Vermummten, auf die Betroffenen einzuschlagen und zu treten und mit Reizgas zu besprühen. Kurz darauf verschwanden die Angreifer so plötzlich wie sie gekommen waren. Mindestens vier Betroffene erlitten u.a. Augen- und Mundreizungen. Am Vortag hatte ein Rechter den Alternativen mit dem Angriff für den kommenden Tag gedroht.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

19.12.2008   Oschersleben

Ein 17-jähriger alternativer Jugendlicher wird gegen 13 Uhr im belebten Stadtzentrum von zwei polizeibekannten Rechten auf dem Bürgersteig zunächst angepöbelt, angerempelt und zu Boden gestoßen. Die 22- und 23-jährigen Naziskins traten dann auf Gesicht und Kopf des wehrlosen Betroffenen ein, der das Bewusstsein verlor und erhebliche Gesichtsverletzungen sowie ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Drei PassantInnen – zwei Frauen und ein Mann – die den Angriff bemerkt hatten, griffen ein: sie schrieen die Täter an und alarmierten den polizeilichen Notruf. Wenig später konnten Beamte die beiden Tatverdächtigen festnehmen, die jedoch am gleichen Abend wieder frei gelassen wurden.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

06.12.2008   Magdeburg

Am Vormittag werden vier alternative Jugendliche auf dem Bahnhofsvorplatz aus einer größeren Gruppe von Neonazis angegriffen. Ein vermummter Angreifer tritt und schlägt dabei einen alternativen Jugendlichen und verletzt ihn im Gesicht und am Körper. Die Betroffenen flüchten ins City Carrè. Die Nazis fahren anschließend mit der Bahn zu einem Aufmarsch nach Berlin weiter.

Polizeidirektion Nord, 07.12.08

06.12.2008   Oebisfelde (Börde)

Drei Punks werden beim Umsteigen auf dem Bahnhof in Oebisfelde von rund 25 Neonazis aus Niedersachsen und den Niederlanden, die auf der Rückreise von einem Aufmarsch der militanten Freien Kameradschaften sowie NPD und JN in Berlin-Lichtenberg waren angegriffen. Ein 16-jähriger Rechter verletzt dabei zwei Punks durch Schläge mit einer Fahnenstange. Dann schreiten Polizeibeamte ein und nehmen den 16-Jährigen vorläufig fest.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

06.12.2008   Magdeburg

Im Zug nach Wolmirstedt griffen noch im Magdeburger Hauptbahnhof vermummte Rechte auf der Rückfahrt von einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin-Lichtenberg zunächst einen Oi-Skin an und schlugen den Betroffenen. Als ein Freund des Oi-Skins eingreifen wollte, wurde auch er geschlagen. Einer der beiden Betroffenen musste mit Kopfverletzungen ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Polizeibeamte stellten die Personalien der Angreifergruppe fest.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

02.12.2008   Quedlinburg

Vier alternative Jugendliche werden in der Nähe des Bahnhofs zuerst von einem Rechten mit „Blood & Honour“ T-Shirt als „Zecken“ beleidigt. Im weiteren Verlauf werden sie von zwei anderen Rechten verfolgt und ebenfalls als „Scheiß Zecken“ bepöbelt. Einer der Jugendlichen verletzt sich am Knie, als er beim Weglaufen stürzt. Einer der Verfolger tritt einem anderen Jugendlichen von hinten in die Beine, so dass dieser ebenfalls stürzt. Die Jugendlichen gelingt es, in einen Hauseingang zu flüchten.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

27.11.2008   Eichenbarleben (Bördekreis)

Drei Rechte bestellen telefonisch in einem migrantischen Imbiss eine Pizza, die sie auch erhalten. Wenig später kehren die drei mit der halbaufgegessenen Pizza in den Imbiss zurück, behaupten sie hätten die „falsche Pizza“ erhalten und demolieren zunächst die Imbisseinrichtung. Dann greifen sie drei Imbissmitarbeiter an. Ein 16-jähriger Betroffener erhält dabei einen Faustschlag ins Gesicht. Als die 21-,25- und 33-jährigen Angreifer den Laden verlassen, zeigen sie den so genannten „Hitler-Gruß“. Die Betroffenen alarmieren die Polizei. Bei der Fahndung nach den Tätern öffnet ein Verdächtiger den Beamten mit Baseballschläger in der Hand und einem Kampfhund neben sich die Tür.

Mitteldeutsche Zeitung, 16.11.08

14.11.2008   Bad Dürrenberg

Gegen 20:45 Uhr überfallen zehn bis 15 vermummte und dunkel gekleidete Personen eine Gruppe alternativer Jugendlicher vor einem Einkaufsmarkt. Die Unbekannten schlagen zum Teil mit Flaschen auf die Alternativen ein. Drei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren erleiden dabei Platz- und Schnittwunden sowie Prellungen und müssen medizinisch versorgt werden.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

30.10.2008   Haldensleben

In einem Supermarkt wird ein 20-jähriger Alternativer gegen 21.30 Uhr von mehreren Rechten angepöbelt und getreten. Der Betroffene und seine beiden Begleiter müssen den Supermarkt über einen Hinterausgang verlassen, da sich vor dem Markt etwa 20 Rechte aufhalten. Nach dem Verlassen des Marktes werden die drei von den Rechten mit Fahrzeugen und zu Fuß gejagt und können nur mit Mühe ihren Verfolgern entkommen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

23.10.2008   Eisleben

Gegen 16:30 Uhr wird ein alternativer Jugendlicher in der Bahnhofshalle von einem Jugendlichen im rechten Skinheadoutfit angepöbelt und aufgefordert, seine Mütze abzusetzen, was er – um weiteren Stress zu vermeiden – auch tut. Schließlich verlässt der Unbekannte das Bahnhofsgebäude. Kurz darauf betritt ein weiterer Rechter die Halle, während der erste von draußen die Szenerie beobachtet. Plötzlich kommt der Rechte aggressiv und mit erhobener Faust auf den Alternativen zu und versucht ihn ins Gesicht zu schlagen. Nun kommt auch der zweite wieder hinzu und versucht mehrmals, den Betroffenen zu schlagen. Dabei sagt er zu dem 20Jährigen, dass er „wie ein Jude“ aussehe. Nach einem Tritt Richtung Unterleib flüchtet der Betroffene und informiert die Polizei, welche die Angreifer noch am Bahnsteig vorfindet und deren Personalien aufnimmt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

19.10.2008   Magdeburg

An einer Bushaltestelle greifen vier bis fünf Männer in der Nacht einen 15-jährigen Alternativen an. Einige Stunden zuvor war der Betroffene bereits auf die späteren Angreifer getroffen und auf seinen Antifa-Button an der Mütze angesprochen worden. Gleich nachdem die Gruppe gegen 1:30 Uhr aus einem ankommenden Bus ausgestiegen war, gingen die Unbekannten sofort aggressiv auf seinen Bekannten los, der ihn und eine alternative Jugendliche zur Haltestelle gebracht hatte. Als der 15-Jährige verbal interveniert, wird er von der Gruppe herumgeschubst und ihm seine Mütze vom Kopf gerissen. Dann schlägt ihn einer der Männer mehrmals ins Gesicht. Zudem reißt ihm einer aus der Gruppe ein rotes Fähnchen aus der Hand – die der Betroffene zum Schutz hervorgeholt hatte – und holt damit zum Schlag aus. Als ein Passant laut ruft, flüchten die Angreifer mit den Worten “Scheiß Antifa”. Der Betroffene erleidet u.a. einen Nasenbeinbruch und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. In der Folge erstattet er Anzeige.

Projekt gegenPart Dessau

14.10.2008   Dessau-Roßlau

Gegen 3:40 Uhr nachts zerstörte ein Unbekannter am alternativen Jugendzentrum Dessau zwei Sicherheitsglasscheiben des Vereinscafés. Nur wenige Minuten zuvor hatten mehrere Personen vor dem Zentrum aus einem PKW heraus lautstark „Sieg Heil“ skandiert. Der alarmierten Polizei gelang es trotz umgehend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen zunächst nicht, den Angreifer zu stellen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

08.10.2008   Quedlinburg

Zwei augenscheinlich Rechte nehmen einem 16jährigen Alternativen seine Mütze weg und reißen antifaschistische Buttons davon ab. Als der Jugendliche seine Mütze zurückfordert, wird er von einem der Rechten gegen die Brust gestoßen. Als er sich dagegen wehrt, schlägt ihm der zweite Rechte mit der Faust ins Gesicht. Der Betroffene erleidet eine Prellung im Bereich des Jochbeins.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

02.10.2008   Halberstadt

Gegen 23:30 Uhr stört eine Gruppe von ca. sieben offensichtlich Rechten, darunter zwei Frauen, eine Geburtstagsfeier von alternativen Jugendlichen. Sie bepöbeln die Feiernden und versuchen sie zu provozieren. Als die Alternativen nicht darauf anspringen, versucht einer der Rechten einem 17 Jahre alten Metaller die Haare anzuzünden. Als der Jugendliche sich wehrt, schlägt ihm der rechte mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Der Betroffene muss mit Verdacht auf Jochbeinbruch ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Eine alternative Jugendliche wird dabei von einer Frau aus der Gruppe der Angreifer mehrfach ins Gesicht geschlagen.

Polizeirevier Magdeburg, 30.09.08

29.09.2008   Magdeburg

Ein 14-jähriger deutsch-türkischer Jugendlicher wird gegen 18 Uhr auf der Strombrücke von vier Mädchen umringt, die ihn fragen, ob er etwas gegen Deutsche habe. Eine der Angreiferinnen drückt eine Zigarette auf dem Hals des Betroffenen aus. Er erleidet eine Brandblase, die ambulant behandelt werden muss. Der Betroffene flüchtet Richtung Alleecenter und die Angreiferinnen verfolgen ihn dorthin, bis er laut um Hilfe ruft.

Mitteldeutsche Zeitung, 21.09.08

21.09.2008   Magdeburg

Vor einem Schnellrestaurant in der Innenstadt werden gegen 1.00 Uhr nachts fünf junge Leute von etwa acht bis zehn augenscheinlichen Hooligans mit den Worten „Den Zecken hauen wir eine drauf“ geschlagen und getreten. Dann flüchten die Angreifer. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Projekt gegenPart Dessau

20.09.2008   Dessau-Roßlau

Bei einer Zwischenkundgebung während eines rechten Aufmarsches wird ein Fotograf von mehreren Rechten genötigt und mit einer Fahnenstange angegriffen. Er erstattet Anzeige.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

15.09.2008   Dessau-Roßlau

Gegen 22:15 Uhr stellen sich zwei alternativen Jugendlichen in der Nähe des Alternativen Jugendzentrums plötzlich vier Männern in den Weg. Nach den Worten „Was haben wir da? Aha Zecken!“ versucht einer der Unbekannten, der einen Sticker mit der Aufschrift „good night left side“ trägt, den 18-jährigen Alternativen mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Der Betroffene kann den Schlag abwehren und beiden gelingt die Flucht.

Polizeirevier Stendal, 15.09.08

14.09.2008   Tangermünde (Landkreis Stendal)

Während des so genannten Burgfestes wird am frühen Abend ein Stand von indischen Straßenhändlern angegriffen. Vier Männer werfen zunächst die Waren vom Verkaufstisch; als die Händler sich dagegen wehren, stoßen die Angreifer einen der Inder zu Boden. Der Betroffene erleidet dabei eine Verletzung an der Hand. Die vier Männer flüchten, nachdem die Inder zu Zeltstangen greifen, um sich zu wehren. Die Polizei kann zwei Tatverdächtige im Alter von 24 und 34 Jahren feststellen, gegen die wegen Körperverletzung ermittelt wird.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

11.09.2008   Gardelegen

In den frühen Morgenstunden wird ein junger Mann von einer Bekannten zu einem Treffpunkt gelockt. Bei seinem Eintreffen springen mehrere vermummte Männer aus einem Versteck und schlagen und treten auf ihn ein. Der Betroffene kann schließlich fliehen. Im Krankenhaus wird eine Platzwunde und ein Riss im Trommelfell festgestellt, weshalb er sich stationär behandeln lassen muss. Einige Tage vor dem geplanten Überfall hatte er seine Bekannte für ihre rechte Einstellung kritisiert. Die Polizei ermittelt in der Folge mehrere Tatverdächtige.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg / Projekt gegenPart Dessau

06.09.2008   Bitterfeld-Wolfen

Als zwei alternative Jugendliche gegen 5:00 Uhr nachts eine Gaststätte betreten, wird ein stadtbekannten Neonazi auf sie aufmerksam. Beim Rausgehen wenige Minuten später beschimpft er die alternative Jugendliche u.a. mit „Zeckenschlampe“, tritt nach ihr und droht „Eure Gesichter merk ich mir, ihr seid demnächst tot.“ Plötzlich treffen etwa 10 weitere Neonazis vor dem Lokal ein und greifen ihren Begleiter an, der dabei stürzt und sich das Handgelenk bricht. Als Polizeibeamte am Tatort eintreffen, bringen sie den Betroffenen vor den Angreifern in einen Streifenwagen in Sicherheit. Die Betroffenen haben Anzeige erstattet.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

06.09.2008   Halberstadt

Kurz nach Verlassen des diesjährigen Altstadtfestes wurden mehrere alternativer Jugendlichegegen 1:00 Uhr plötzlich aus einer Gruppe von sechs Rechten angepöbelt und angegriffen. Einer der Angreifer zog den Kopf eines Punks nach unten und versetzte ihm dabei einen Kniestoß, sodass der Betroffene zu Boden ging. Ein weiterer Rechter holte mit einer Bierflasche zum Schlag gegen einen alternativen Jugendlichen aus, der gerade noch ausweichen konnte. Ein Splitter der am Boden zerborstenen Flasche bohrte sich aber, in seinen Knöchel. Der Punk erlitt ein Hämatom im Gesicht, der nichtrechte Jugendliche eine blutende Schnittverletzung.

Polizeidirektion Nord, 08.09.08

05.09.2008   Schönebeck

Bei ihrer Anreise zum alternativen „Spirit from the Street Festival“ in Barby wurden drei Punks im Alter von 17 bis 18 Jahren von fünf teilweise vermummten augenscheinlich Rechten angegriffen. Gegen 23:10 Uhr wurden die Punks am Bahnhof plötzlich mit Flaschen beworfen und von den Unbekannten geschlagen und getreten. Die Betroffenen erlitten Platzwunden, Schnittverletzungen bzw. klagten über Schmerzen im Unterleib und mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Polizeirevier Stendal, 01.09.08

31.08.2008   Stendal

Nachts kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Mann aus Saudi-Arabien und einem 17-Jährigen, der den Saudi zu Boden schlägt, ihn tritt und als „Negerschwein“ beschimpft. Auch die gleichaltrige Begleiterin des 17-Jährigen tritt auf den Mann ein. Der Betroffene musste mit Gesichtsverletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

30.08.2008   Gardelegen

Am frühen Morgen wird in der Innenstadt von Gardelegen ein 19-jähriger Alternativer von einer Gruppe Rechter angepöbelt. Die Rechten unterstellen dem Alternativen, sich Tage zuvor an einer Auseinandersetzung mit einem lokalen Nazi beteiligt zu haben. Der 19-Jährige wird von einem Rechten erst zwei Mal geschlagen und danach zu Boden getreten. Er erleidet Prellungen im Gesichtsbereich und Schürfwunden an den Armen.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

29.08.2008   Haldensleben

In der Nacht vom Freitag zum Samstag wird ein alternativer Jugendlicher mehrfach von Rechten angegriffen. Kurz vor Mitternacht wird der 17-Jährige im Bereich des Alten Friedhofs von einem Rechten angepöbelt und getreten. Es gelingt ihm, den Angreifer weg zu schubsen.
Etwa eine Stunde später wird der Jugendliche aus einer Gruppe heraus beleidigt und von einem Rechten ins Gesicht geschlagen. Dann reißen ihn weitere Angreifer zu Boden und treten mehrfach auf ihn ein. Der Betroffene erleidet u.a. eine blutende Gesichtsverletzung.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

23.08.2008   Naumburg

Eine alternative Jugendliche wird nach Mitternacht an einer Tankstelle aus einer Gruppe von ca. sechs Personen heraus als „Zecke“ beschimpft. Kurze Zeit später begegnet die 17-Jährige den Rechten auf dem Markt erneut. Aus der nunmehr etwa 15-köpfigen Gruppe heraus pöbelt eine Rechte die Schülerin an, tritt ihr gegen das Bein und schlägt ihr mit der Handkante gegen den Kopf, sodass sie auf den Tisch eines Straßencafés aufschlägt, bevor sie zu Boden geht. Ihre beiden männlichen Begleiter werden während des Angriffs festgehalten, sodass sie nicht eingreifen können. Die Betroffene flieht, wird aber von der Angreiferin eingeholt und erneut mit Tritten und Schlägen malträtiert, auch noch als sie am Boden liegt. Einem ihrer Begleiter wird Reizgas ins Gesicht gesprüht. Daraufhin stürzt er und wird von einem Rechten ins Gesicht getreten. Schließlich können alle drei fliehen.

Polizeirevier Börde, 18.08.08

16.08.2008   Völpke (Börde)

Gegen 16 Uhr wird ein 57-jähriger migrantischer Mitarbeiter eines Imbiss von zwei Männern rassistisch beschimpft. Unter dem Vorwand, ihre Bestellung würde nicht schnell genug bearbeitet, werfen die beiden Dekorationsgegenstände zu Boden, bevor sie das Geschäft verlassen. Kurz darauf betreten sie mit einer Holzlatte bewaffnet den Imbiss erneut, versetzen dem 57-Jährigen Faustschläge und bedrohen ihn mit der Holzlatte. Als der Mitarbeiter zu einem Messer greift, flüchten die Angreifer. Der Betroffene erleidet Hautabschürfungen und Hämatome. Der Polizei gelingt es, kurz darauf zwei 21- und 23-jährige Tatverdächtige zu stellen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

16.08.2008   Naumburg

Gegen 6 Uhr morgens wird ein alternativer Jugendlicher zunächst aus einem Auto heraus beschimpft. Der Betroffene versucht zu fliehen, als zwei Rechte aussteigen und lautstark grölend auf ihn zukommen. Die Verfolger holen den 21-Jährigen jedoch ein, weil dieser beim Fluchtversuch stürzt, und schlagen und treten den am Boden Liegenden mehrfach gegen Kopf und Körper. Zudem versucht einer der Angreifer mit den Worten „Jetzt siehst du mal wie man ´ner Zecke das Genick bricht.“, den Kopf des 21-Jährigen umzudrehen. Während des Angriffs drohen die Rechten noch: „Das wird euch in Naumburg jetzt öfters passieren“. Der Betroffene muss mit Gesichtsverletzungen und Schürfwunden ambulant im Krankenhaus behandelt werden

Mitteldeutsche Zeitung, 17.08.08

16.08.2008   Magdeburg

In der Nacht zum Samstag werden drei Jugendliche im Alter von 19 bis 21 Jahren von zwei unbekannten Männern gezwungen, ihre Kleidung zu verbrennen. Zuerst forderten die Täter den 21-Jährigen auf, sein T-Shirt auszuziehen und anzuzünden. Als er sich weigerte, wurd er mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Als sein T-Shirt dann brannte, mussten auch seine beiden Begleiter Jacke und Pullover ausziehen und verbrennen. Mit dem Ruf „Sieg Heil“ entfernten sich die Angreifer.

Polizeidirektion Ost, 16.08.08 / Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

16.08.2008   Bitterfeld-Wolfen

In der Nacht zum Samstag werden zwei 19- und 20-jährige Jugendliche an einer Tankstelle von einem Unbekannten u.a. als „Zecken“ beschimpft und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dann steigt der Angreifer in ein Auto ein und flüchtet. Der 19Jährige erleidet eine Platzwunde an der Unterlippe und Hautabschürfungen am linken Unterarm, der 20Jährige eine leichte Verletzungen am Jochbein. Die Betroffenen erstatten Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

08.08.2008   Dessau-Roßlau

Gegen 0:15 Uhr greifen etwa zwei Dutzend Neonazis „Frei, sozial und national“ skandierend mehrere alternative Jugendliche auf dem Friederikenplatz an. Die teilweise vermummten Angreifer setzen dabei Reizgas ein und verletzen zwei der Betroffenen leicht. Zudem stürzt ein Jugendlicher und erleidet Hautabschürfungen. Auch vor Ort eintreffende Polizeibeamte werden von den Rechten angegriffen. Noch in der Tatnacht erstatten die Betroffenen Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt u.a. wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung. Am Abend hatten etwa 80 Linke in der Dessauer Innenstadt spontan gegen Neonazis demonstriert, nachdem u.a. das Alternative Jugendzentrum in den vergangenen Wochen mehrfach Ziel rechter Angriffe geworden war.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

05.08.2008   Dessau-Roßlau

Gegen 21.00 Uhr wird eine alternative Jugendliche in unmittelbarer Nähe des Polizeireviers von einem augenscheinlich Rechten beleidigt und zu Boden gestoßen. Die Betroffene verletzt sich an der Hand. Sie erstattet Anzeige.

projektGegenpart Dessau

02.08.2008   Dessau-Roßlau

Gegen 6.30 Uhr morgens greifen zwei Neonazis erneut das Alternative Jugendzentrum Dessau an und zerstören durch Steinwürfe eine Sicherheitsglasscheibe des Vereinscafés. Wenig später können Vereinsmitglieder einen der flüchtenden Täter, der einen Teleskopschlagstock bei sich trägt, stellen und der Polizei übergeben. Auch der andere Angreifer wird von der Polizei gefasst. Nach Informationen des Projekts Gegenpart ist er Mitglied der Neonazikameradschaft „Freie Nationalisten Aken/Elbe“.

Polizeidirektion Ost, 28.07.08 / Kanal 8, 29.07.08

26.07.2008   Bitterfeld-Wolfen

Am Abend schlägt ein 21-jähriger, alkoholisierter Mann in einer Gaststätte auf einen 25-Jährigen Gast ein, bewirft ihn mit mehreren Biergläsern und einer Blumenvase. Zuvor war er über einen Werbeaufsteller gefallen und hatte damit nach einem Mitarbeiter geworfen. Anwesendes Personal der Gaststätte beschimpft der Angreifer mit volksverhetzenden Parolen. Zudem attackiert er hinzu gerufene Polizeibeamte, die ihn schließlich festnehmen können.

Projekt gegenPart Dessau

26.07.2008   Dessau-Roßlau

Gegen 2 Uhr morgens bewerfen Unbekannte das Alternative Jugendzentrum in Dessau mit Pflastersteinen. Dabei werden fünf Sicherheitsglasscheiben beschädigt. Verletzt wird niemand. Es entsteht allerdings ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Die Polizei ermittelt auch wegen Landfriedensbruchs. Bereits eine Woche zuvor waren Bierflaschen gegen die Eingangstür geworfen worden.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord, 21.07.08

19.07.2008   Eilsleben

Ein Migrant aus dem Kosovo wird nachmittags an einer Bushaltestelle zunächst von einem Mann rassistisch beschimpft. Dann fährt der Angreifer dem Betroffenen mit dem Fahrrad hinterher und versetzt ihm im Vorbeifahren einen Fußtritt.

Projekt gegenPart Dessau

16.07.2008   Dessau-Roßlau

Aus einem fahrenden Auto heraus werfen Unbekannte Bierflaschen gegen das Alternative Jugendzentrum Dessau. Dadurch splittert die Verglasung. Der Verein hat Anzeige erstattet. Tags zuvor war bereits die Eingangstür durch eine Flaschenwurf beschädigt worden.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

09.07.2008   Gernrode

Bei einer Schulabschlussfeier am Osterteich erscheinen immer mehr offensichtlich Rechte. Sie provozieren zuerst verbal, u.a. mit Sprüchen wie „Juden werden heute immer noch verbrannt“. Später am Abend beleidigen sie einen 17jährigen Punk u.a. als „Zeckenschwein“. Einer der Rechten schlägt dem Betroffenen in der Folge mit der Faust ins Gesicht.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

06.07.2008   Magdeburg

Drei Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren, deren Eltern Migranten aus unterschiedlichen afrikanischen Staaten sind, werden in Magdeburg-Neustadt im Hof eines Wohnblocks von einer Frau mit einer leeren Glasflasche beworfen. Sie verschwindet, bevor die Polizei eintrifft. Der Hof wird sowohl von Gästen eines Afroshops als auch von Gästen einer Kneipe genutzt. Den Flaschenwürfen waren rassistische Beleidigungen eines Kneipengasts gegen zwei Besucher des Afroshops vorausgegangen. Die Polizei ermittelt u.a. wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

03.07.2008   Magdeburg

Am frühen Abend wird eine bosnische Frau mit ihren vier Kindern im Alter zwischen einem und zehn Jahren in einer Straßenbahn angegriffen. Nach rassistischen Beleidigungen wie „Ausländer sollen unten sitzen“, schlägt die Angreiferin der 35-jährigen Bosnierin u.a. mit der Faust ins Gesicht und tritt sie. Den 10-Jährigen schubste die Angreiferin so hart, dass er mit dem Kopf gegen ein Fenster fiel. Andere Fahrgäste und der Fahrer griffen ein, halfen der Familie und riefen die Polizei. Die Täterin flüchtete, konnte aber später von der Polizei ermittelt werden.

Polizeidirektion Ost, 02.07.08

02.07.2008   Dessau-Roßlau

In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch sprühen Unbekannte an ein von Vietnamesen betriebenes Gemüse- sowie ein Textilgeschäft die Parole „Kauft nicht bei Ausländern“ und mehrere rechte Symbole. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Nur zwei Wochen später wird in demselben Textilwarengeschäft eine Schaufensterscheibe eingeworfen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

28.06.2008   Merseburg

Zwei alternative Jugendliche werden am Bahnhof von einem Rechten aus einer ca. sechsköpfigen Gruppe heraus u.a. als „Scheiß Zeckenschweine“ beschimpft. Ein 19-jähriger Alternativer wird mit der Faust ins Gesicht geschlagen, kann aber gemeinsam mit seiner 17-jährigen Begleiterin auf den Bahnsteig flüchten. Der Angreifer verfolgt die Jugendlichen, bepöbelt sie weiter und stößt sie auf die Bahngleise. Dann springt der Rechte hinterher und versetzt dem Alternativen nochmals einen Faustschlag ins Gesicht. Der 19-Jährige erleidet u.a. eine Platzwunde im Gesicht, die 17-Jährige Schmerzen am Fuß. Sie erstatten Anzeige.

mdr, 22.06.2008

20.06.2008   Stendal

Gegen 23:30 Uhr nachts werden am Winckelmannplatz Angehörige der alternativen Szene aus einer Gruppe von ca. 20 Rechten angegriffen. Mehrere der Betroffenen erleiden dabei Verletzungen. Die Polizei nimmt Beteiligte des Angriffs in Gewahrsam.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

07.06.2008   Dessau-Roßlau

Ein 16-jähriger wird von einem Rechten durch die Stadt gehetzt und mehrere Male geschlagen. Der Betroffene erleidet u.a. einen Nasenbeinbruch. Der 16-jährige geht davon aus, dass der Täter sich rächen wollte, weil er ihn wegen eines vorangegangen Angriffs am 3. Februar 208 angezeigt hatte.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

30.05.2008   Blankenburg

Ein 15-jähriger nicht-rechter Jugendlicher wird morgens gegen 7:00 Uhr vor der Sekundarschule aus einer Gruppe heraus von zwei bekannten Rechten erst als „Scheiß Zecke“ beschimpft und dann geschlagen. Der Angriff wird mit einem Handy gefilmt, das Video wird unter dem Titel „Zecken klatschen“ auf dem Internet-Portal „Youtube“ veröffentlicht.

Polizeidirektion Süd

25.05.2008   Hettstedt

Vor dem Treffpunkt der „Linken Jugend Hettstedt – Rotfüchse e.V.“ wird nach Mitternacht ein Besucher einer Veranstaltung durch mehrere Rechte angepöbelt und angehalten, die auch „Sieg Heil“ und „Heil Hitler“ rufen. Dann wird der Betroffenen aus der Gruppe heraus mit der Faust ins Gesicht und auf den Oberkörper geschlagen. Als er zu Boden stürzt, tritt ihm einer der Angreifer in den Rücken. Der Betroffene erleidet Prellungen im ganzen Gesicht und am Rücken. Schließlich gelingt es ihm zu fliehen und die Polizei zu informieren.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

24.05.2008   Burg

Ein Flüchtling aus Burkina Faso wird nach einem Besuch in der Diskothek „Night Fly“ zusammen mit seinem Freund aus Saudi-Arabien von einer c. 10-köpfigen Gruppe rassistisch beleidigt, bespuckt und geschlagen. Der Betroffen aus Burkina Faso erleidet eine Augenverletzung, der Mann aus Saudi-Arabien wird durch Tritte am Knie schwer verletzt. Der Türsteher der Disko greift nicht ein. Die von den Verletzten gerufene Polizei nimmt keine Personalien von anwesenden Tatverdächtigen auf, sondern fährt die beiden Angegriffenen lediglich ins Krankenhaus.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

23.05.2008   Naumburg

Ein 18-jähriger Syrer ist kurz vor Mitternacht auf dem Nachhauseweg, als er plötzlich aus einem vorbeifahrenden Kleinbus heraus als „Scheiß Ausländer“ beschimpft wird. Der Jugendliche setzt seinen Weg fort, bemerkt aber, dass das Auto stoppt. Ein Mann steigt aus, kommt rassistische Beleidigungen rufend auf ihn zu und holt mit einer Bierflasche aus. In der Folge wird der Betroffene von mindestens sechs Männern über den Markt gejagt und eingeholt. Dann schlagen und treten die Angreifer auf ihn ein, auch als er am Boden liegt. Zahlreiche BesucherInnen eines Biergartens nur wenige Meter vom Geschehen entfernt schauen währenddessen tatenlos zu. Dem Betroffenen gelingt schließlich die Flucht, wobei die Angreifer ihn noch weiter verfolgen. Aufgrund seiner Verletzungen muss er zwei Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nimmt noch in der Nacht fünf Tatverdächtige vorläufig fest.

Polizeidirektion Nord

23.05.2008   Staßfurt

Eine Gruppe von fünf bis acht rechten Jugendlichen verfolgt gegen 23 Uhr auf dem Königsplatz einen 23-Jährigen, der eine Jacke mit dem Aufnäher „gegen Nazis“ trägt, und dessen Begleiter. Die Angreifer stoßen beide Betroffene von hinten auf den Boden und schlagen und treten anschließend einen der beiden am Boden Liegenden. Der Betroffene muß mit erheblichen Verletzungen stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Mitteldeutsche Zeitung, 24.05.2008

22.05.2008   Halberstadt

Ein 26-jähriger Kosovo-Albaner wird gegen 14:30 Uhr in der Altstadt von drei Männern angegriffen und verletzt. Als die Täter flüchten, zeigt einer von ihnen den so genannten „Hitler-Gruß“. Der Betroffene war von den drei Angreifern zunächst nach seiner Handynummer gefragt worden. Als er diese verweigerte, wurde er von zwei Männern festgehalten, während ein Dritter gewaltsam seine Hosentaschen durchsuchte. Der Mann schlug den kosovo-albanischen Migrant zu Boden und trat dann auf dessen Oberkörper ein. Der Betroffene erlitt Prellungen im Gesicht und am Oberkörper. Die Täter konnten entkommen.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

18.05.2008   Magdeburg

Am späten Abend kommt es am Hasselbachplatz zunächst zu antisemitischen Beleidigungen durch eine Gruppe von stadtbekannten Neonazis gegen linke Jugendliche und Erwachsene. Dann greift einer der Neonazis einen aus der Gruppe der Linken an und verletzt ihn durch einen Schlag ins Gesicht leicht.

Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

16.05.2008   Dessau Roßlau

Eine alternative junge Frau wird am Wörlitzer Bahnhof von zwei augenscheinlichen Rechten zunächst beleidigt und dann angegriffen. Einer der Angreifer tritt die 20-jährige ins Gesicht. Durch die Wucht des Trittes prallte die Betroffene gegen eine Hauswand, dann flüchteten die Angreifer in einem Auto. Die Betroffene musste ambulant behandelt werden.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

16.05.2008   Blankenburg

Im Thiepark werden nachmittags ein nicht-rechter Jugendlicher und seine Begleiterin von einem rechten Aussiedler beschimpft, weil der Betroffene buntgefärbte Haare hat. Dann schlägt der junge Aussiedler auf den Jugendlichen ein. Der Betroffene erleidet Hämatome am Auge. Ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung wurde mittlerweile wieder eingestellt.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

15.05.2008   Dessau-Roßlau

Drei alternative Jugendliche werden in der Nähe des Dessauer Hauptbahnhofs von mehreren mutmaßlichen Rechten angegriffen und geschlagen. Die Täter waren unvermittelt aus einem Auto gesprungen und schlugen mit harten Gegenständen auf die Betroffenen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren ein. Einer der Jugendlichen wurde in die Rippen getreten, die beiden anderen am Kopf verletzt. Einer der Betroffenen brach wenig später zusammen und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Polizeidirektion Süd

12.05.2008   Zeitz

Auf dem Pfingstfestgelände werden gegen 1 Uhr morgens zwei 16- und 17-jährige Jugendlicher syrischer und irakischer Herkunft aus einer Gruppe heraus von einem Mann mit einer Eisenstange angegriffen und geschlagen. Einer der Betroffenen erleidet einen Nasenbeinbruch und eine Schädelprellung, der zweite eine Platzwunde am Oberarm. Aus der Gruppe werden die Betroffenen zudem mit Sprüchen wie „Verpisst Euch Ihr Ausländer, was habt Ihr hier zu suchen?“ beleidigt.

Polizeidirektion Ost

11.05.2008   Köthen

Auf dem Marktplatz greifen kurz nach Mitternacht zwei Rechte einen 18-Jährigen und einen 20-Jährigen an, die sie für „Linke“ halten. Einer der Angreifer schlägt den 20-Jährigen u.a. mit einem Teleskopschlagstock, während der Betroffene von dem zweiten Angreifer, der sich mit einem Thor Steinar-Shirt vermummt hat festgehalten wird. Gegen die Angreifer wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

09.05.2008   Dessau-Roßlau

„Ich bringe euch alle um, ihr Punker“, droht ein offensichtlich zur rechtsextreme Szene gehörender Mann am Hauptbahnhof Dessau einem 20-Jährigen. Als der Betroffene bei einem Bundespolizisten Anzeige erstatten will, weil er die Drohung aufgrund des aggressiven Auftretens des Rechtsextremisten ernst nimmt, nimmt der Beamte die Anzeige nur extrem widerwillig auf. Daraufhin beschwerte sich der 20jährige bei dessen Dienststelle in Magdeburg.

Polizeidirektion Süd

05.05.2008   Weißenfels

Beim morgendlichen Einkaufen im E-Center wird die Ehefrau eines 33-jährigen Nigerianers plötzlich von einem Mann u.a. als „Niggerschlampe“ beschimpft. Kurz darauf versetzt der Unbekannte ihrem Ehemann einen Faustschlag ins Gesicht. In Anwesenheit der hinzu gerufenen Polizeibeamten schreit der Angreifer u.a. „Nigger gehören nicht nach Deutschland!“ und „Mach dich zurück nach Afrika!“ Gegen den Mann wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

02.05.2008   Halberstadt

Kurz nach Mitternacht fragt ein augenscheinlich Rechter einen jungen Metaller nach einer Zigarette. Als dieser die Frage verneint, schlägt der Unbekannte ihm mit der Faust ins Gesicht. Dann entfernt sich der Angreifer zunächst. Kurz darauf hört der Betroffene u.a. den Ruf „Scheiß Zecke“ und schnelle Schritte hinter sich und flüchtet. Aus Angst vor einem erneuten Angriff ruft der Betroffene über Handy Freunde an, die ihn schließlich nach Hause bringen.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, 27.04.08 / mdr, 28.04.08

26.04.2008   Lodersleben (Querfurt)

In der Nacht zum Sonnabend, gegen zwei Uhr, werfen Jugendliche einen Molotowcocktail ins Erdgeschoss einer Unterkunft polnischer ErntehelferInnen, die in der ersten Etage schlafen. Weil sich der Brandsatz nicht entzündet, steigt einer der Angreifer ins Haus ein und entflammt die Brandflasche. Mobiliar und andere Gegenstände fangen Feuer. Die anwesenden sechs BewohnerInnen werden durch den Lärm wach und können das Haus unverletzt verlassen. Durch Aussagen von Zeugen und den Einsatz eines Fährtenhundes kann die Polizei wenig später drei 17-Jährige, darunter eine Frau, sowie zwei 20-Jährigen Loderslebener unweit des Tatortes in einem Partykeller festnehmen. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus und ermittelt wegen versuchten Mordes.

MDR, 25.04.08

24.04.2008   Havelberg (Landkreis Stendal)

Gegen 19.15 Uhr wird ein 24-jähriger Afrodeutscher auf der Steintorbrücke von drei Rechten als „Negerschwein“ beleidigt. Die Angreifer im Alter von 14 bis 33 Jahren schlagen und treten auf den Betroffenen ein, der dadurch im Gesicht verletzt wird. Als es dem Betroffenen gelingt zu fliehen, rufen die Angreifer „Sieg Heil“ hinterher und zeigen den so genannten „Hitler-Gruß“. Gegen die drei Angreifer wird u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

24.04.2008   Halberstadt

Einige alternative Jugendliche sind am Abend auf dem Weg zu einer Party, als ihnen im Treppenhaus mehrere, z.T. augenscheinlich Rechte entgegenkommen. Im Hausflur hören sie zudem, wie jemand „Sieg Heil“ ruft. Einer der Rechten versucht einen vorbeilaufenden Jugendlichen von hinten zu schlagen, an der Jacke zu packen und die Treppe hinunterzuziehen. Er rutscht aber an dessen Jacke ab, sodass der junge Mann weiterlaufen kann. Ein weiterer junger Mann, der vor dem Haus noch sein Fahrrad angeschlossen hatte, wird kurz darauf im Treppenhaus geschlagen. Zwei Mal rufen Partygäste an diesem Abend die Polizei, denn einige der Rechten lauern ihnen im Verlauf des Abends vor der Wohnungstür auf und treten massiv dagegen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

22.04.2008   Halberstadt

Am Abend wird eine Gruppe alternativer Jugendlicher auf der Straße unvermittelt von einem äußerlich Rechten angesprochen und gefragt, ob sie sich nicht verlaufen hätten. Ohne Reaktion setzt die Gruppe ihren Weg fort. Kurze Zeit später stellen sich den Jugendlichen mehrere Rechte in den Weg. Als ein Punk die Gruppe unbehelligt passiert hat, wird er plötzlich von hinten mit einem Fahrrad angefahren. Als er sich umdreht, versetzt ihm ein unbekannter Mann mehrere Faustschläge ins Gesicht. Zwei junge Frauen werden etwa zeitgleich von mehreren Angreifern zu Boden gebracht und getreten. In der Folge nimmt die Polizei in unmittelbarer Tatortnähe einen 16- und einen 33-Jährigen vorläufig fest. Beide sind u.a. wegen Propagandadelikten polizeibekannt. Der Staatschutz ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

19.04.2008   Halle

In einer Straßenbahn der Linie 7 werden in der Nacht zwei alternative Männer auf dem Nachhauseweg von einem Konzert angegriffen. Gleich nach dem Einsteigen werden sie aus einer Gruppe von ca. acht Hooligans heraus u.a. als „Scheiß Zecken“ beleidigt. Einer der Männer verlässt aufgrund der Pöbeleien an der nächsten Haltestelle die Bahn und merkt plötzlich, dass sein Freund angegriffen und mit Fäusten ins Gesicht geschlagen wird. Als er ihm zu Hilfe eilen will, wird er von mindestens zwei Hools von hinten gepackt und am Einsteigen gehindert. Sofort prügeln die Angreifer, die ihm offenbar gefolgt waren, auf ihn ein. Schließlich flüchten die Hooligans. Beide Betroffene erleiden Platzwunden und Prellungen im Gesicht.

Polizeidirektion Süd

03.04.2008   Weißenfels

Zwei maskierte Rechte dringen gegen 23 Uhr gewaltsam in die Wohnung eines 21-Jährigen ein. Einer der Angreifer tritt dem Betroffenen mit den Worten „Scheiß Zecke, verzieh dich aus der Stadt“ mehrfach gegen den Oberkörper. Der Betroffene erleidet u.a. eine Platzwunde am Kopf und Schürfwunden. Die Täter flüchten unerkannt.

Polizeidirektion Ost

01.04.2008   Köthen

Auf dem Bahnhofsplatz wird ein Migrant aus Guinea aus einer Gruppe heraus von einer Frau u.a. als „Neger“ beleidigt und dann mit den Worten „Du wirst brennen“ bedroht. Als der 24-jährige Betroffene den Bahnhofsplatz verlassen will, stellt ihm ein Begleiter der Frau ein Bein. Gegen die Frau wird wegen Bedrohung ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

29.03.2008   Halberstadt

Nach dem Besuch des soziokulturellen Zentrums Zora e.V. wird ein alternativer Jugendlicher am späten Abend in unmittelbarer Nähe des Zentrums plötzlich von einem Rechten mit „Scheiß Zeckenpack“ beschimpft, verfolgt und von hinten gegen den Rücken geschlagen, sodass er zu Boden geht. Dann tritt der Angreifer mehrmals gegen seinen Oberkörper, bevor er von dem Betroffenen ablässt. Ein weiterer Zorabesucher, mit dem sich der Betroffene kurz zuvor unterhalten hatte, hört einen lauten Schrei, woraufhin er seinem Bekannten hinterherläuft.
Kurz darauf entschließt sich auch eine Punkerin, den beiden zu folgen. Auf der Straße kommt ihr der Angreifer entgegen, der sie wenige Augenblicke später mit drei bis vier Personen, darunter zwei Frauen überholt. Dabei versetzt ihr einer aus der Gruppe im Vorbeilaufen einen Faustschlag ins Gesicht. Außerdem wird sie mit Bierflaschen beworfen.
Während die Betroffene in die ZORA zurückläuft, um Hilfe zu holen, trifft die Gruppe auf den weiter nach seinem Bekannten suchenden Punk. Nach Beleidigungen wie „Scheiß Zecke“ werfen zwei Rechte den Betroffenen zu Boden und treten mehrfach auf ihn ein, auch gegen seinen Kopf. Dann entfernt sich die Gruppe. Die Betroffenen erleiden u.a. Schürf- und Platzwunden sowie Hämatome.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

29.03.2008   Halberstadt

Am Abend sind vier alternative Jugendliche auf dem Weg zu einem Konzert ins soziokulturelle Zentrum Zora e.V., als sie plötzlich hinter sich Schreie hören, unter anderem „Scheiß Zecken“. As sie sich umdrehen, sehen sie eine Gruppe von mindestens zwei Dutzend Personen hinter sich und beginnen zu rennen. Zwei Jugendliche werden von ihren Verfolgern eingeholt, zu Boden getreten bzw. geschlagen und am Boden liegend getreten. Dann flüchten die Angreifer.

Polizeidirektion Nord

17.03.2008   Stendal

Am Bahnhof beleidigt ein betrunkener Mann gegen 19 Uhr mehrere MigrantInnen und Flüchtlinge u.a. als „Neger“ und „Negerfotzen“ und greift sie dann an. Zudem zeigt der Angreifer den so genannten „Hitlergruß“ und brüllt lautstark „Sieg Heil“. Als PassantInnen eingreifen, stößt er sie zur Seite. Polizeibeamte nehmen den Mann fest, gegen den nun wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt wird.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

16.03.2008   Wittenberg

Ein 33-Jähriger und sein Begleiter werden gegen 5:30 Uhr morgens am Irish Pub von zwei Männern mit den Worten „Ihr seid so geizig wie die Juden“angepöbelt. Dann bedroht einer der beiden den 33-Jährigen mit einem Messer. Nachdem der Angreifer von ihm abgelassen und die Unbekannten mit Fahrrädern geflüchtet waren, entdeckt der Betroffene an seinem linken Ohr eine leichte Schnittverletzung. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost, 18.03.08

14.03.2008   Zerbst

Gegen 17 Uhr wird ein 20-Jähriger von einem augenscheinlichen Rechten auf offener Straße unter Androhung von Gewalt genötigt, seinen Pullover mit einem Zeichen gegen Rechts auszuziehen und herzugeben. Der Staatsschutz hat Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen.

Mitteldeutsche Zeitung, 18.03.08

14.03.2008   Sangerhausen

Eine 29-jährige vietnamesische Studentin wird bei der Durchreise auf dem Bahnhof in Sangerhausen aus einer Gruppe von drei jungen Männern geschlagen, getreten und Richtung Gleise auf den Bahnsteig gestoßen. Die junge Frau erleidet mehrere Prellungen, kann sich aber in den Zug retten. Bei Einfahrt des Zuges wird die Betroffene von dem Angreifer Drei Tatverdächtige im Alter von 17, 18 und 21 Jahren aus Sangerhausen konnten ermittelt werden. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus.

Polizeidirektion Nord

11.03.2008   Bernburg

Im Anschluss an einen Neonaziaufmarsch wird am frühen Abend gegen 19:30 Uhr eine Gruppe von linken GegendemonstrantInnen am Bahnhof Bernburg von einer Gruppe von Rechten beschimpft. Einer der Rechten wirft eine Flasche auf die Gruppe der linken Jugendlichen und trifft dabei ein Auto.

Mitteldeutsche Zeitung, 03.03.08

01.03.2008   Aken (Kreis Anhalt-Bitterfeld)

Eine Gruppe von sieben stadtbekannten Rechten jagt nach einer rechten Party gegen 1:55 Uhr morgens acht alternative Jugendliche durch die Innenstadt. Zwei der Betroffenen erleiden Kopfverletzungen, als die Rechten sie mit Bierflaschen auf den Kopf schlagen. Ein dritter Betroffener wird durch einen Bauchstoß verletzt. Die drei Betroffenen müssen ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelte im Laufe des Wochenendes fünf Tatverdächtige.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

29.02.2008   Halberstadt

Etwa ein Dutzend vermummte Neonazis dringen gegen 22:45 Uhr gewaltsam auf das Gelände des soziokulturellen Zentrums Zora ein, zerstören die Eingangstür zum Zentrum sowie ein Dutzend Fensterscheiben am Gebäude. Zudem beschädigen sie ein in der Nähe geparktes Auto. Bei dem Angriff entsteht ein Sachschaden von rund 4000 Euro. Polizeibeamte nehmen zunächst fünf teilweise einschlägig bekannte Rechte im Alter von 15 bis 24 Jahren fest bzw. in Gewahrsam, lassen sie aber kurz darauf frei, weil sich der Tatverdacht nicht erhärtet hätte.

Mitteldeutsche Zeitung, 24.02.08

24.02.2008   Halle

Kurz nach Mitternacht wird ein 34-jähriger Migrant aus Eritrea an einer Straßenbahnhaltestelle von zwei Männer mehrfach ins Gesicht getreten und beleidigt. Der Betroffene erleidet eine Platzwunde im Gesicht. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung mit Verdacht auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gegen einen 27- und einen 38-Jährigen.

Volksstimme, 25.02.08 / Polizeirevier Jerichower Land

22.02.2008   Körbelitz (Jerichower Land)

Etwa 15 teilweise vermummte und mit Stöcken und Messern bewaffnete Rechte überfallen gegen 22.30 Uhr einen Jugendtreff. Eine 19-Jährige wird nach einer verbalen Auseinandersetzung zu Boden gerissen und in die Nieren getreten. Danach flüchtet die Gruppe, die Jacken und Tücher mit der Aufschrift “Elbsturm” trägt, in drei Pkws.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

19.02.2008   Halle

Kurz vor Mitternacht wird in einer Straßenbahn ein 18-jähriger Punk aus einer Gruppe von drei Männern heraus beleidigt, geschlagen und getreten. Nur wenige Tage später greift einer er Rechten einen Eritreer in Halle an. Der Angreifer wird in Untersuchungshaft genommen.

Polizeidirektion Nord

15.02.2008   Aschersleben

Ein Punk wird von einem Aktivisten der rechten Szene gegen 22 Uhr auf offener Straße angegriffen und mit mehreren Faustschlägen am Kopf verletzt. Der Betroffene muss ambulant behandelt werden.

Polizeidirektion Süd

13.02.2008   Nebra

Ein 16-Jähriger, der äußerlich der alternativen Jugendszene zuzuordnen ist, wird gegen 19:30 beim Vorbeigehen von einer Gruppe von vier 17- bis 20-jährigen Rechten zunächst verfolgt und als „Zecke“ beschimpft. Dann schlagen zwei der Angreifer auf ihn ein, so dass der Betroffene zu Boden stürzt. Einer der Angreifer tritt auch noch auf den am Boden liegenden 16-Jährigen ein.

Polizeidirektion Magdeburg, 14.02.08 / ddp 22.02.08

12.02.2008   Magdeburg

Ein 23-jähriger Iraner ist gegen 21.30 Uhr mit dem Fahrrad am Neustädter Bahnhof unterwegs, als er aus einer Gruppe von drei angetrunkenen Männern gefragt, ob er deutsch könne. Dann schlägt ihn einer der Männer ins Gesicht. Daraufhin flüchtet der Betroffene. Als er kurz darauf sein Fahrrad vom Angriffsort holen will stellt er fest, dass seine Tasche gestohlen wurde.

Polizeidirektion Süd

11.02.2008   Hettstedt

Ein 17-jähriger alternativer Jugendlicher wird nachmittags gegen 15:30 Uhr von einem Rechten angegriffen und mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

09.02.2008   Weißenfels

Ein 15-jähriger Punk wird gegen Mitternacht auf dem Nachhauseweg von zwei mit Rechten vollbesetzten Autos verfolgt. Die Rechten beschimpfen den Jugendlichen u.a. als „Zeckenschwein“, dann schlagen und treten sie auf den Betroffenen ein und versuchen ihn in ihr Auto zu zerren. Sein ihm zu Hilfe eilender Bruder wird ebenfalls angegriffen. Rädelsführer des Angriffs soll ein lokaler NPD-Funktionär sein.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

09.02.2008   Köthen

Nach dem Besuch der Abschlussveranstaltung des Rosenmontagsumzugs auf dem Markt wird ein alternativer 17-Jähriger gegen 17.00 Uhr in der Nähe der Sparkasse von zwei augenscheinlich Rechten u.a. als „Scheiß Zecke“ beschimpft und von einem der beiden getreten. Der polizeiliche Staatsschutz des Polizeireviers Anhalt-Bitterfeld ermittelt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

09.02.2008   Quedlinburg

Zwei alternative Jugendliche werden gegen 8.15 Uhr morgens von drei Rechten verfolgt und flüchten sich vor weiteren Bedrohungen in eine Bäckerei. Als die alarmierte Polizei vor Ort eintrifft, zeigt einer der Rechten den so genannten Hitlergruß.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

03.02.2008   Dessau

Am Rande des Karnevalsumzugs wird ein alternativer Jugendlicher auf dem Markplatz von einem Neonazi auf sein Äußeres angesprochen. Dann schlägt ihn der Rechtsextreme mehrmals gegen seinen Kopf, sodass er zu Boden geht und tritt ihm noch mindestens zwei Mal ins Gesicht. Der Betroffene musste ärztlich behandelt werden und erstattete Strafanzeige.
Als ein Freund dem Jugendlichen zur Hilfe eilen will, wird er zunächst von drei mutmaßlichen Neonazis vom Rad gestoßen. Auf einen “Gegen Nazis”-Button, den der Betroffene trägt, reagieren die Angreifer mit den Worten “Wir sind Nazis”. Sie zwingen ihn, seine Brille abzusetzen und bearbeiten ihn dann mit Fäusten und Knien an Gesicht und Bauch. Am Ende drohen die Angreifer dem Betroffenen für den Fall einer Anzeige gegen sie mit weiterer Gewalt.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

02.02.2008   Mücheln (Saalekreis)

Gegen 22:00 Uhr werden zwei alternative Jugendliche aus einer Gruppe von einem Dutzend Jugendlichen in der Nähe einer Bushaltestelle angegriffen. Zwei der Täter sind als Rechte bekannt. Sie schlagen und treten mehrmals auf die 17- und 21jährigen Betroffenen ein. Einer der Rechten versucht zudem seinen Hund mit dem Befehl „Fass die Zecke!“ auf den 17-jährigen zu hetzen. Dem Betroffenen werden zudem die Schuhe und 50 Euro gestohlen. Nachdem beide Betroffene fliehen können, rufen sie die Polizei und erstatten Anzeige. Beide Jugendliche müssen mit Verletzungen ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Mitteldeutsche Zeitung / Volksstimme, 03.02.08

02.02.2008   Magdeburg

Ein 20-jähriger und ein 21-jähriger Rechter, die am Vortrag an einem Angriff auf zwei Migranten in einer Straßenbahn beteiligt waren, werfen nachmittags in einer Straßenbahn der Linie 10 eine Bierflasche auf einen 32-jährigen Migranten aus Nigeria. Der Betroffene, der u.a. in Begleitung seines 2-jährigen Kindes war, hatte sich zuvor die rassistischen Pöbeleien der Rechten verbeten. Mehrere Fahrgäste schützen den Mann laut Polizeiangaben vor weiterer Gewalt durch die Angreifer.

Mitteldeutsche Zeitung / Volksstimme, 03.02.08

01.02.2008   Magdeburg

Vier Rechte im Alter zwischen 20 und 41 Jahren greifen gegen 21:00 Uhr zunächst zwei Männer in einer Straßenbahn der Linie 94 an, die laut Polizeiangaben vermutlich türkischer Herkunft waren. Die Angreifer beleidigen und schlagen ihre Opfer. Andere Fahrgäste alarmieren die Polizei, die an einer Haltestelle nach Beschreibungen der Opfer die betrunkenen und einschlägig polizeibekannten Angreifer festnehmen kann.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

01.02.2008   Genthin

Zwei Rechte im Alter von 20 und 25 Jahren beleidigen in einem Imbiss einen kurdischen Imbiss-Betreiber mit rechtsextremen und rassistischen Parolen. Der Betroffene weist die Beleidigungen zurück. Es gelingt ihm zunächst, sie aus dem Laden zu verweisen. Kurze Zeit später kehren die Rechten zurück, schlagen einen Stehtisch gegen das Fenster und werfen im Laden mit einer vollen Bierflasche. Sie schlagen mehrfach auf den Imbissbesitzer ein und drängen ihn hinter den Tresen. Der Betroffene wehrt sich erst verbal, dann mit Fäusten und greift schließlich zu seinem Dönermesser, das er mit den Worten „Raus hier“ in Richtung der Angreifer hält. Einer der beiden greift in die Klinge und schneidet sich in die Hand, als er versucht, dem Betroffenen das Messer zu entreißen. Die Polizei ermittelt gegen die Rechten wegen Volksverhetzung und gegen den Imbissbetreiber wegen Körperverletzung.

Anlaufstelle Nord, eigener Bericht

24.01.2008   Stendal

Nach einem Streit mit einem Mitschüler wird ein 15jähriger schwarzer deutscher Schüler an einer Schule von einem 19-jährigen angegriffen. Der 19-jährige bricht dabei das Nasenbein des Betroffenen und beleidigt ihn rassistisch.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

20.01.2008   Bitterfeld-Wolfen

Ein 36-jähriger Inder wird gegen 19:00 Uhr auf offener Straße von drei Männern angegriffen. Zwei der Männer traktieren ihn mehrfach mit Fäusten. Der Betroffene kann sich durch Flucht weiteren Schlägen entziehen und muss ambulant behandelt werden. Die Polizei nimmt kurz nach der Tat drei Männer im Alter von 22 bis 39 Jahren fest. Mittlerweile wurde Anklage gegen zwei einschlägig vorbestrafte Neonazis erhoben

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

19.01.2008   Magdeburg

Kurz vor Mitternacht wird ein Jugendlicher angolanischer Herkunft von drei Rechten in Magdeburg-Nord auf offener Straße angepöbelt und angerempelt. Als der Betroffene fragt, was das solle, äußert einer der Rechten sinngemäß: „Weil du schwarz bist und hier nicht hergehörst.“ Dann schlägt einer der Rechten dem Betroffenen mit der Faust gegen die Brust. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

18.01.2008   Dessau

Kurz vor 21.00 Uhr werden fünf alternative Jugendliche in Dessau-Nord von zehn vermummten Rechten mit Schlagstöcken angegriffen. Zwei der Betroffenen wurden so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Angreifer schlugen in der Folge auf eine Telefonzelle ein, in die sich zwei junge Frauen geflüchtet hatten. Als die von einer der Betrofenen alarmierte Polizei vor Ort eintraf, waren alle Angreifer entkommen. Am Nachmittag war es bei einer antifaschistischen Demonstration schon zu rechten Provokationen gekommen.

Anlaufstelle Süd, eigener Bericht

17.01.2008   Halle

Ein 18-jähriger Schüler wird von einem Neonazi ins Gesicht geschlagen. Der Betroffene hatte dagegen protestiert, dass mehrere Neonazis die zweite Ausgabe der NPD-Schülerzeitung „Jugend rebelliert“ und eine so genannte NPD-„Schulhof-CD“ mit Neonazimusik an seiner Schule verteilten. Der Betroffene erlitt Gesichtsverletzungen, u.a. Schwellungen am Jochbein, Auge und an der Oberlippe.

Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg

12.01.2008   Wittenberg

Gegen 21.45 Uhr beschimpfen zwei augenscheinlich der rechten Szene zugehörigen Personen am Hauptbahnhof einen Nichtrechten. Dann halten sie ihn mit offensichtlicher Angriffsabsicht fest. Dem Betroffenen gelingt es jedoch sich loszureißen und zu flüchten. Er erstattet Anzeige. Der polizeiliche Staatsschutz des Polizeireviers Wittenberg ermittelt.

Polizeidirektion Nord

12.01.2008   Magdeburg

In einem Bus kommt es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Migrantinnen und einer 20-jährigen Rechten. Anschließend bedroht die 20-Jährige die Migrantin mit den Worten „Wenn ich dich noch mal sehe, bringe ich dich um“, macht rassistische Bemerkungen und ruft laut „Heil Hitler.“ Der Busfahrer alarmiert die Polizei.

Polizeidirektion Nord

11.01.2008   Stendal

Zwei 15- und 16-jährige Jugendliche werden kurz vor Mitternacht unvermittelt auf der Straße von einem Rechten angegriffen, der sie beleidigt und versucht zu schlagen. Zeugen schreiten schließlich ein; der Angreifer wird wenig später festgenommen und die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Volksverhetzung und Beleidigung.

Polizeidirektion Nord

08.01.2008   Oschersleben

Mittags gegen 13:30 Uhr schlägt eine 14-Jährige bekennende Rechte eine 13-jährige Schülerin vietnamesischer Herkunft mehrfach mit der Faust ins Gesicht und auf den Kopf, anschließend stößt sie ihr ein Knie an den Kopf. Dabei beleidigt sie die Betroffene als „Fidschi“ und „Thaifotze“.

Anlaufstelle Mitte, eigener Bericht

06.01.2008   Magdeburg

Gegen 0:30 Uhr wird ein Migrant aus der Elfenbeinküste von vier Rechten in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Kastanienstraße rassistisch beleidigt und dann gejagt. Dem Betroffenen gelingt es zunächst, vor den Angreifern in einen türkischen Imbiss zu flüchten. Vor dem Laden sammeln sich daraufhin circa zehn u.a. mit Schlagringen und abgebrochenen Flaschen bewaffnete Rechte. Sie bedrohen die Imbissmitarbeiter so lange, bis diese den Mann aus der Elfenbeinküste aus Angst bitten, den Imbiss wieder zu verlassen. Dem Betroffenen gelingt es zunächst noch einmal, vor den Rechten zu fliehen. Als sie ihn einholen, erhält er u.a. einen Faustschlag ins Gesicht und erleidet eine Knöchelverletzung. Schließlich kamen dem Betroffenen einige afrikanische Migranten zur Hilfe. Bei der Auseinandersetzung werden zwei Rechte verletzt und müssen anschließend im Krankenhaus stationär behandelt werden.

Polizeidirektion Ost

01.01.2008   Dessau-Roßlau

Gegen zwei Uhr morgens werden zwei Syrer von drei Jugendlichen mit der Faust ins Gesicht und mit einer Flasche aus den Hinterkopf geschlagen. Zuvor hatten die Angreifer, die unerkannt entkommen können, die Betroffenen beschimpft.
Quelle: Polizeidirektion

Polizeidirektion Nord

01.01.2008   Magdeburg

Fünf alternative Jugendliche werden gegen 3 Uhr morgens aus einer Gruppe heraus provoziert, zwei der unbekannten Männer zeigen den „Hitlergruß“. Dann schlägt ein Mann aus der Gruppe eine junge Frau aus der Gruppe der Alternativen unvermittelt gegen den Oberkörper und stößt sie gegen eine Hauswand. Der Betroffenen gelingt es, sich zu befreien.

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